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Künstliche Intelligenz Start-Up berät beim Umgang mit Künstlicher Intelligenz

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Was bedeutet Künstliche Intelligenz (KI)? Wie funktioniert ein Algorithmus? Antworten auf diese Fragen gibt das Start-Up Trusted AI an der TU Kaiserslautern. Es berät Unternehmen in Fragen zu Künstlicher Intelligenz und Algorithmischen Entscheidungssystemen.

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Das Start-Up Trusted AI berät in Fragen zu Künstlicher Intelligenz und Algorithmischen Entscheidungssystemen. Dabei begleitet das Team auch die Einführung von neuer KI-Software in Unternehmen.
Das Start-Up Trusted AI berät in Fragen zu Künstlicher Intelligenz und Algorithmischen Entscheidungssystemen. Dabei begleitet das Team auch die Einführung von neuer KI-Software in Unternehmen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile ein täglicher Begleiter – ob im Büro, in der Produktion oder im heimischen Wohnzimmer. Bei der Suche nach einem Urlaubsschnäppchen im Netz etwa, gibt Künstliche Intelligenz die besten Tipps. Selbst bei der Vergabe von Stellen oder Krediten spielt sie zunehmend eine Rolle. In Großbritannien und den USA kommen sogenannte algorithmische Entscheidungssysteme bereits in der Strafjustiz zum Einsatz. „Man muss hinterfragen, wo ein Staat oder eine Gesellschaft die Grenzen für diese Systeme setzen muss, etwa wenn es um menschliche Schicksale geht“, sagt Professorin Dr. Anna Katharina Zweig von der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK). Gemeinsam mit dem Doktoranden Tobias Krafft und Winfried Zweig, Pädagoge mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung, hat sie das Unternehmen „Trusted-AI“ gegründet.

An der TU Kaiserslautern erforschen Zweig und Krafft im Algorithm Accountability Lab algorithmische Entscheidungssysteme, Künstliche Intelligenz und Neuronale Netze. Professorin Anna Katharina Zweig hat den Studiengang Sozioinformatik in Kaiserslautern ins Leben gerufen. Er beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von Softwaresystemen. Die Informatikerin berät unter anderem den Bundestag in einer Expertenkommission zur Künstlichen Intelligenz. Tobias Krafft ist einer der ersten ausgebildeten Sozioinformatiker Deutschlands. Für seine Masterarbeit über die mangelnde Qualität von algorithmischen Vorhersagesystemen in US-amerikanischen Gerichten hat er den Weizenbaum-Studienpreis 2017 erhalten. Der Pädagoge Winfried Zweig bringt langjährige Erfahrung in der Organisation und fachlichen Ausgestaltung von Workshops in der Erwachsenenbildung mit.

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Das Gründerteam unterstützt Unternehmen, Verbände, Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen in Fragen zu Künstlicher Intelligenz und Algorithmen. „Es gibt Bereiche, in denen der Einsatz solcher Techniken durchaus sinnvoll ist“, fährt Zweig fort. Etwa in der Industrie, bei der Maschinen in Fabrikhallen bestimmte Produkte nach Vorgaben eines Rechenverfahrens herstellen. Aber auch Arbeitsabläufe im Büroalltag können solche Systeme effizienter gestalten, wenn es beispielsweise darum geht, bestimmte Daten zu filtern oder Muster in Datenmengen einfacher zu erkennen.

Beschäftigte für Thema sensibilisieren

Mit ihrem Start-up wollen die Drei zum einen beraten. „Das geht von einer Unternehmensleitung, die neue KI-Techniken im Unternehmen nutzen will, bis hin zu Betriebsräten, die sich mit der Thematik auseinandersetzen müssen und die zum Beispiel nicht wissen, wie ein Algorithmus funktioniert“, sagt Tobias Krafft weiter. Zum anderen will das Start-up auch Schulungen anbieten, um Beschäftige für das Thema zu sensibilisieren. „Diese sind individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse und Arbeitssituationen zugeschnitten, sei es etwa für ein Krankenhaus, eine Anwaltskanzlei, eine politische Organisation oder staatliche Institution“, sagt Winfried Zweig.

SEMINARTIPPMit dem Online-Kurs „Machine Learning – wie lernt die Maschine?“ tauchen Sie tiefer in die Methodik ein. Professor van der Smagt – Leiter Artificial Intelligence bei Volkswagen – erläutert Teilnehmern in zwei Stunden die wichtigsten Konzepte des Machine Learnings konzentriert und verdichtet.
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Das Team steht auch bei der Einführung von neuer KI-Software Unternehmen und Institutionen von Anfang an begleitend zur Seite. „Wir gehen dabei unter anderem unter ethischen Gesichtspunkten von algorithmischen Entscheidungsprozessen anders darauf ein“, sagt Professorin Zweig, „und helfen durch umfassende Aufklärung bereits im Vorfeld ungewollte Auswirkungen zu vermeiden, die etwa mit etwaigen Folgekosten verbunden sein könnten.“ Beispielsweise wenn bei einer neuen Software Persönlichkeitsrechte oder die Privatsphäre von Dritten nicht in vollem Umfang sichergestellt werden können.

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