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Schweißen Software berechnet Schweißprozesse

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Wie verhält sich ein bestimmter Stahl beim Schweißen? Thyssenkrupp Steel Europe hat seine etablierte Software Pro-Weld komplett überarbeitet und bietet damit ein kostenloses Programm zur Berechnung schweißtechnischer Daten vor allem für die Verarbeitung moderner Feinkornbaustähle an.

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Die Software Pro-Weld von Thyssenkrupp berechnet alle wichtigen Schweißparameter für das Unterpulverschweißen.
Die Software Pro-Weld von Thyssenkrupp berechnet alle wichtigen Schweißparameter für das Unterpulverschweißen.
(Bild: Thyssenkrupp Steel Europe)

Ein Vorteil hoch- und höchstfester Stähle liegt in der Reduzierung der Blechdicke und der daraus folgenden Absenkung des Eigengewichts. Solche Vorteile lassen sich aber nur dann realisieren, wenn in geschweißten Konstruktionen die Schweißverbindung eine möglichst hohe Tragfähigkeit erreicht. Um beispielsweise Kaltrisse zu verhindern, muss eine bestimmte Vorwärmtemperatur des Schweißnahtbereichs eingehalten werden – unter anderem abhängig von der Blechdicke und der Stahlsorte. Um solche Parameter zu berechnen, hat thyssenkrupp Steel Europe die Software ProWeld entwickelt. Sie ermöglicht den Nutzern eine zuverlässige und schnelle Berechnung aller wichtigen Kennzahlen für den Schweißvorgang. So lassen sich in dem Programm der zu verwendende Schweißzusatz, das passende Schweißverfahren und auch die Nahtformen definieren. Die Software liefert dabei die Werte für den thermischen Wirkungsgrad und die Nahtfaktoren gleich mit. ProWeld errechnet aus diesen vorgewählten Daten dann die Empfehlungen für die Vorwärm- und Zwischenlagertemperatur und die Wärmeeinbringung beim Schweißen. Die Ergebnisse, einschließlich der vertretbaren Toleranzen, werden grafisch in Gestalt eines Arbeitsfelds für das Schweißen dargestellt. Zusätzlich wird in einer weiteren Grafik der Einfluss der Abkühlzeit von 800 und 500 Grad Celsius auf die Höchsthärte in der Wärmeeinflusszone angezeigt. Es ist auf dieser Basis beispielsweise möglich, die minimal notwendige Abkühlzeit zu bestimmen, wenn eine Aufhärtung des Werkstoffs begrenzt werden soll. (qui)

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