Studie So wollen wir nach Corona arbeiten

| Aktualisiert am 18.01.2021Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Corona ist allgegenwärtig: Wir begrüßen uns mit Füßen, halten Abstand, tragen Masken und arbeiten – wo es geht – tapfer im Homeoffice. Eine Verlaufsstudie gibt nun Antworten auf die Frage, wie wir in der Post-Corona-Zeit arbeiten wollen.

Laut einer aktuellen Studie herrscht, was die Arbeitswelt angeht, Aufbruchstimmung in Deutschland.
Laut einer aktuellen Studie herrscht, was die Arbeitswelt angeht, Aufbruchstimmung in Deutschland.
(Bild: ©Alex from the Rock - stock.adobe.com)

Für viele war der Umzug ins Homeoffice im Frühjahr 2020 ein Sprung ins kalte Wasser. Was vorher noch schier unmöglich schien, ist heute schon das New Normal. Der Recruting-Experte Avantgarde Experts und das Marktforschungsinstitut Splendid Research haben im Rahmen einer Verlaufsstudie die Veränderungen in der Arbeitswelt von der ersten Welle (Befragung im April 2020) zur zweiten Welle (Befragung im Oktober 2020) erfasst:

  • Was genau hat sich im Leben der Studienteilnehmer durch die Corona-Einschränkungen verändert?
  • Welchen Stellenwert hat das Thema Homeoffice mittlerweile bei den Befragten?
  • Inwieweit sind die Menschen in Deutschland aufgrund der aktuellen Krise bereit in ihrem Leben etwas zu verändern – beruflich wie privat?
  • Was sind in den Augen der Befragten jetzt die großen Herausforderungen für die Unternehmen und wie haben sich diese Aufgaben in den letzten Monaten gewandelt?

Umbruch im „New Normal“ – offen für Neues

Die Menschen in Deutschland sind der Studie zufolge bereit für Veränderung. Über die Hälfte der Befragten wollen mittlerweile nach der Corona-Pandemie beruflich und/oder privat etwas ändern. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, scheint der Slogan einer durch den Corona-Effekt geprägten, umbruchwilligen, mutigeren Gesellschaft zu sein. Auf die Frage, ob die Teilnehmer nach der Corona-Pandemie etwas an ihrem Leben ändern möchten, antworteten im April gerade mal 26 %, dass sie sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich Veränderungen vornehmen wollen. Im Herbst waren es bereits 51 % (beruflich) und 57 % (privat), die in der Post-Corona-Ära unbedingt einen Change im Leben möchten.
Dabei gibt es geschlechterspezifisch kaum Unterschiede – Frauen und Männer sind ähnlich offen, was zukünftige Veränderungen in ihrem Leben angeht. In den verschiedenen Altersgruppen gibt es allerdings große Unterschiede zu beobachten: Während bei den 18- bis 59-Jährigen der Change-Wille im Beruflichen am prägnantesten ist, können die 60- bis 69-Jährigen der Veränderung im Job nicht mehr so viel abgewinnen (14 % bzw. 7 %).