Farbsensor Smarter Farbsensor mit vielen Talenten

Redakteur: Jan Vollmuth

Der kompakte Farbsensor FT 55-CM von Sensopart will durch seine Vielseitigkeit sowie komfortable Bedienung punkten. Sein Funktionsangebot macht ihn für unterschiedliche Anwendungen im Bereich der Farberkennung und -sortierung interessant.

Firma zum Thema

FT 55-CM (SensoPart)
FT 55-CM (SensoPart)
(Bild: SensoPart)

Der FT 55-CM ist mit drei verschiedenen Arbeitsbereichen (12 bis 32 mm, 18 bis 22 mm oder 30 bis 150 mm) erhältlich. Die ersten beiden Varianten (FT 55-CM1 bzw. -CM3) eignen sich laut Sensopart für den Nahbereich: Dank Glanzunterdrückung soll die Variante CM1 eine zuverlässige Farberkennung auch auf reflektierenden Oberflächen ermöglichen; die Variante CM3 mit schmalem Lichtfleck (1 x 4 mm) und doppelter Schaltfrequenz (6 kHz) ist laut Herstller speziell für die Erkennung kleiner Targets sowie für Hochgeschwindigkeitsanwendungen ausgelegt und kann z.B. einen Kontrasttaster in farbkritischen Druckmarkenanwendungen ersetzen. Die Fernbereichsvariante FT 55 CM-4 bietet eine maximale Reichweite von 30 bis 150 mm bei zugleich hoher Tiefenschärfe. Der große Arbeitsbereich in Verbindung mit der Fähigkeit des Sensors, eine abstandsunabhänge Farbdetektion durchzuführen, ermöglicht einen besonders vielseitigen Einsatz, meint Sensopart.

Vielfältige Farbeinstellung

Es stehen zwei Arbeitsmodi – Farberkennung und Farbzuordnung – zur Verfügung. Im ersten Modus können wahlweise Einzelfarben oder Farbbereiche eingelernt oder – bei Targets mit größeren Schwankungen in der Farbhelligkeit oder im Farbwert – eingescannt werden. Farbtoleranzen lassen sich in neun Stufen wählen bzw. über IO-Link individuell anpassen. Darüber hinaus lässt sich die Detektion mehrerer Farben logisch verknüpfen oder auch eine Farbe erkennen und eine zweite zwingend ausschließen.

Im Best-Fit-Modus müssen keine Toleranzen eingestellt werden, da der Sensor automatisch immer die am besten passende der eingelernten Farben wählt und ausgibt, erklärt Sensopart. Dieser Modus soll eine zuverlässige Detektion auch bei stark schwankenden Farbwerten ermöglichen. In beiden Modi kann der FT 55-CM zudem getriggert betrieben werden, was auch unter schwierigen Verhältnissen eine reproduzierbare Unterscheidung feinster Farbnuancen unterstützen soll.

Optional die Helligkeit berücksichtigen

Bei der Farbdetektion kann der FT 55-CM laut Hersteller optional die Helligkeit von Farben mitberücksichtigen. Durch eine simultane Abstandsmessung wird die Helligkeit unabhängig vom Objektabstand sicher erkannt und bewertet. Dadurch wird eine präzise Unterscheidung möglich, ob sich lediglich die Helligkeit ändert oder aber zwei verschiedene Farben vorliegen. Auf diese Weise wird eine präzise Farbdetektion auch bei schwankendem Objektabstand sichergestellt, so Sensopart; hilfreich sei die Funktion auch bei der Erkennung von „Nichtfarben“ wie Schwarz, Weiß und Grau.

Der FT 55-CM besitzt eine IO-Link-Schnittstelle für die Fernkonfiguration, Datenausgabe und -überwachung. Die Variante mit 5-poligem Stecker bietet drei frei konfigurierbare Schaltausgänge, die sich mittels binärer Codierung mit bis zu sieben Farben belegen lassen, bei der 8-Pol-Variante sind es sogar fünf Ausgänge für bis zu zwölf Farben. Mittels ab Werk integrierter Smart Functions kann der Anwender außerdem – und ohne zusätzlichen Programmieraufwand in der SPS – jeden Schaltausgang individuell parametrieren, erklärt Sensopart. So lässt sich unter anderem Hell- oder Dunkelschaltung (NO/NC) wählen, eine Ein- oder Ausschaltverzögerung definieren oder ein Target-Zähler setzen – dass z.B. nur jedes fünfte Signal ausgegeben wird.

(ID:44757192)