Engineering-Software

Siemens baut Position im Electrical Systems Design weiter aus

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die Capital-Toolsuite von Siemens, Teil des Portfolios des kürzlich übernommenen Unternehmens Mentor Graphics, reicht von der Entwicklung der elektrischen/elektronischen Architektur über das Design elektrischer Systeme und Service bis hin zur Konstruktion und Herstellung von Bordnetzen.
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Die Capital-Toolsuite von Siemens, Teil des Portfolios des kürzlich übernommenen Unternehmens Mentor Graphics, reicht von der Entwicklung der elektrischen/elektronischen Architektur über das Design elektrischer Systeme und Service bis hin zur Konstruktion und Herstellung von Bordnetzen. (Bild: Siemens)

Siemens hat die Comsa Computer und Software GmbH übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in München entwickelt Software für das Design elektrischer Systeme und Bordnetze. Das Comsa-Team und die Technologie werden in den Bereich Mentor von Siemens PLM Software integriert.

Die L-Dorado-Produktreihe von Comsa wird in der deutschen Automobilindustrie in der Konstruktion von Bordnetzen und im Bereich Engineering-Software eingesetzt. Das Comsa-Team und die Technologie werden in den Bereich von Mentor, einer Sparte von Siemens PLM Software, integriert. Dort ergänzen sie das Angebot von Siemens um wichtige Funktionen für die Bordnetztechnik und die Analyse von Konstruktionsdaten.

Entwicklung elektrischer Systeme und Bordnetze auf ein neues Niveau bringen

„Siemens investiert kontinuierlich in Technologien für die Automobilindustrie – die Akquisition von Comsa ist der nächste wichtige Schritt in dieser Strategie“, sagt Tony Hemmelgarn, President und CEO von Siemens PLM Software. „Die Kombination aus den Lösungen und Fachleuten von Siemens und Comsa ist einzigartig im Markt. Gemeinsam werden wir die Entwicklung elektrischer Systeme und Bordnetze auf ein neues Niveau bringen, das den Anforderungen der elektrischen und autonomen Fahrzeugentwicklung gerecht wird. Comsa- und Siemens-Kunden weltweit werden von den tief integrierten technischen Fähigkeiten profitieren.“

Das Institut Bishop and Associates schätzt, dass der weltweite Marktumsatz für die Kabelkonfektion im Jahr 2017 155 Milliarden US-Dollar betrug. Davon stammten etwa 30 % aus der Automobilindustrie. Laut Cowen Research (Stand 19. Oktober 2018) ist „das Bordnetz heute die dritthöchste Kostenkomponente in einem Auto (nach Motor und Fahrwerk). „Kabelbäume werden stückweise erstellt und können etwa 50 % der Arbeitskosten für das gesamte Auto ausmachen. Darüber hinaus ist es die drittschwerste Komponente (hinter Fahrwerk und Motor). Jede Technologie, die dieses Gewicht reduziert, trägt direkt zur Kraftstoffersparnis bei.“ Mit der Übernahme plant Siemens die weltweite Ausweitung seines Angebotes an Technologien, die Veränderungen in der Bordnetzindustrie durch Megatrends wie autonomes Fahren und Elektrofahrzeuge adressieren.

Konstruktion und Herstellung von Bordnetzen

Die Capital-Toolsuite von Siemens, Teil des Portfolios des kürzlich übernommenen Unternehmens Mentor Graphics, reicht von der Entwicklung der elektrischen/elektronischen Architektur über das Design elektrischer Systeme und Service bis hin zur Konstruktion und Herstellung von Bordnetzen. Comsa ergänzt das Angebot um Schlüsseltechnologien in der Bordnetzfertigung und der Analyse von Konstruktionsdaten mit starkem Fokus auf neue Datenstandards, vor allem in Europa.

„Die Übernahme von Comsa durch Siemens eröffnet uns Möglichkeiten und Standorte, um in diesem wachsenden Markt zu agieren, wie wir es allein nicht hätten erreichen können. Die Stärke unserer L-Dorado-Software im Bereich Bordnetzkonstruktion und -analytik ist die perfekte Ergänzung für das Capital-Portfolio von Mentor. Wir freuen uns, Teil der bevorstehenden gemeinsamen Reise zu sein“, so Josef Biermeier, CEO von Comsa. „Dieser Zusammenschluss ist ein Gewinn für beide Unternehmen, für unsere Kunden und für die gesamte Automobilindustrie.“

„Wir bewundern das Team von Comsa und die Produkte schon lange. Mit dieser Akquisition bringen wir die komplementären Fähigkeiten der beiden stärksten Akteure der Branche zum Vorteil unserer Kunden zusammen“, ergänzt Martin O'Brien, Senior Vice President, Integrated Electrical Systems der Siemens-Sparte Mentor. „Mit den Technologien von Capital und L-Dorado gepaart mit der Siemens-Expertise in angrenzenden Bereichen für Konstruktion und Fabrikautomatisierung können wir unsere Kunden noch besser dabei unterstützen, technisch wettbewerbsfähig zu bleiben und die Rentabilität zu steigern.“ (jup)

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