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Wälzlager Sieg in der Schlammschlacht: Solid Oil löst Lagerproblem

| Redakteur: Katharina Juschkat

Mountainbike-Touren im Gelände können bei schlechtem Wetter schnell zum Ochsenritt durch Schlamm, Wasser und Dreck werden. Das fordert nicht nur die Sportler. Auch die Lager der Räder stehen unter extremen Anforderungen. SKF hat eine neue Generation von Lagern mit höherer Lebensdauer entwickelt.

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SKF testete ein Jahr lang seine neuen Lager in Mountainbikes, die mithilfe von Solid Oil eine wesentlich höhere Lebensdauer und Robustheit aufweisen.
SKF testete ein Jahr lang seine neuen Lager in Mountainbikes, die mithilfe von Solid Oil eine wesentlich höhere Lebensdauer und Robustheit aufweisen.
(Bild: SKF)

Standardmäßig werden Wälzlager mit einem Fettfüllgrad von 25 % bis 35 % des freien Volumens im Lager ausgeliefert. Im Gelände reicht das jedoch kaum aus, um das Eindringen von Schmutz wirksam zu verhindern. Außerdem kann beim Reinigen der Mountainbikes Wasser in die Lager geraten, wenn deren Dichtungen bzw. Deckscheiben durch den Hochdruckstrahl eingedrückt werden.

Schmutz und Wasser im Lager können den Fahrer gefährden

Zum Vergleich: Oft genug säubern die Biker ihre verschmutzten Maschinen mit mehr als 15 bar Wasserdruck. Allerdings dürfen gängige Standard-Dichtungen, wie sie normalerweise in Mountainbikes verbaut sind, lediglich maximalen Druckunterschieden von etwa einem 1 bar ausgesetzt werden. Die Folge: Wasser und weitere Fremdstoffe gelangen ins Innere, der Schmierstoff kann die Stahloberflächen im Lager nicht ausreichend schützen und es kommt zu chemischen Reaktionen. Rostnarben und Spaltkorrosion verursachen möglicherweise Schälungen und Risse, die im schlimmsten Fall sogar die Sicherheit des Fahrers gefährden.

Die SKF-Lager im Praxistest

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Festes Öl gegen Lager-Verfall

Abhilfe kann die Entwicklung von SKF schaffen: Dabei werden die Lager mit einer in Öl getränkten Polymermatrix gefüllt, die den freien Raum im Lager vollständig ausfüllt und den Käfig sowie den Wälzkörper komplett umschließt. Solid Oil kommt bevorzugt dann zum Einsatz, wenn die Lagerstelle schwer zugänglich und eine Nachschmierung schwierig ist. Oder wenn sie aggressiven Reinigungsmitteln widerstehen muss – wie zum Beispiel in der Lebensmittelproduktion, deren Anlagen aus Hygienegründen regelmäßig mit scharfen Desinfektionsmitteln abgespritzt werden. Dabei bildet die Matrix einen guten Schutz gegen das Eindringen von Reinigungsmitteln, Verunreinigungen und damit letztlich Korrosion. Das Wälzlager wird laut SKF durch das Einbringen von Solid Oil praktisch wartungsfrei, sodass ein Nachschmieren hinfällig ist.

Weitere Vorteile der SKF Entwicklung: Das Öl bleibt stets an der Einsatzstelle, es tritt nicht aus und verschmutzt seine Umgebung nicht. Im Lager wird deutlich mehr Schmierstoff deponiert als bei einer herkömmlichen Fettschmierung. Die Polymermatrix ist umweltverträglich und ermöglicht die gleiche Tragzahl wie Standardlager.

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