Industriestandort Schweiz

Sieben Neuheiten aus der Schweiz

| Redakteur: Lilli Bähr

Seit Beginn der Gründung der Elektroklasse in der Formula Student fährt auch das Team des AMZ der Schweizer ETH mit. Seit 2011 beweisen sich die kompakten Steckverbinder von Stäubli in den Rennautos.
Seit Beginn der Gründung der Elektroklasse in der Formula Student fährt auch das Team des AMZ der Schweizer ETH mit. Seit 2011 beweisen sich die kompakten Steckverbinder von Stäubli in den Rennautos. (Bild: Christian Kreutzmann)

Hier stellen wir Ihnen sieben Neuheiten aus der Schweiz vor - von leistungsfähigen Steckverbindern für Elektro-Rennfahrzeuge über Experten-Know-how für die ideale Verbindungslösung bis hin zum Condition Monitoring für Rollen.

1. Steckverbinder für die Formula Student

Seit Beginn der Gründung der Elektroklasse in der Formula Student fährt auch das Team des AMZ, Academic Motorsports Club Zurich, der Schweizer ETH mit. Seit 2011 beweisen sich die kompakten Steckverbinder von Stäubli in den Rennautos. Im Jahr 2018 konnte das AMZ-Fahrzeug „Eiger“ auf dem Hockenheimring den Engineering-Design- und den Gesamtsieg erzielen. Dieses Jahr reisten die Steckverbinder mit zu den Rennstrecken des TTCircuits in Assen (NL), des Red Bull Rings in Spiegelberg (AT), des Hockenheimrings (DE) und des Circuit de Catalunya in Barcelona (ES).

Auch die EPFL, École Polytechnique de Lausanne, war mit ihrem Lausanne Racing Team (LRT) bei der diesjährigen Formula Student vertreten, die Anfang August 2019 stattfand. Im Motordesign wurden Stäubli-Rundsteckverbinder wegen ihrer hohen Stromtragfähigkeit eingesetzt, während Stäubli-Batteriesteckverbinder für eine zuverlässige und verlustfreie Energieübertragung sorgen sollten.

In der fünften Saison konstruiert und fuhr auch das Ingenieur-Team Formula Student Bern (FSB) der Berner Fachhochschule im Studenten-Wettbewerb mit und hat sich für die Wettbewerbe in den Niederlanden (Assen) und Spanien (Barcelona) bereits qualifiziert. Hier kommt das modulare und vibrationsresistente Steckverbindersystem Combitac von Stäubli zum Einsatz. Die Elektro-Ingenieure sind überzeugt vom individuell konfigurierbaren, einfach und schnell montierbaren System, das sicher, leistungsfähig und robust Energie und Daten im Rennwagen transportiert.

2. Experten-Know-how für die ideale Verbindungslösung

Mit sechs Assembly-Technology-Expert-Services will Bossard Kunden helfen, die ideale Verbindungslösung und ein wettbewerbsfähiges Produkt zu realisieren. Der initiale Expert Walk führt eine detaillierte Analyse der Produktions- und Montageprozesse hinsichtlich möglicher Rationalisierungs- und Optimierungspotenziale durch. Mit Expert Design wird das Design neuer Produkte hinsichtlich der idealen Verbindungsmaterialien, -elemente und -methoden verbessert. Expert Education umfasst die Vermittlung eines soliden technischen Grundwissens für Mitarbeitende. Im Mittelpunkt der Expert-Test-Services steht die Umsetzung von Kundenideen unter Laborbedingungen.

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3. Schurter erweitert die Einbaufilterfamilie für 1-Phasen-Systeme

Schurter erweitert seine Einbaufilterfamilie für 1-Phasen-Systeme FMAB NEO um die neue Reihe FMAB HV. Diese eignet sich für Anwendungen bis zu 277 VAC sowie 400 VDC. In Nordamerika gibt es viele 1-Phasen-Anwendungen im 3-Phasen-Netz 480/277 VAC. 400 VDC wird häufig in modernen Datencenter mit DC-Stromversorgung verwendet. Die einstufige Filterreihe verfügt über ein kompaktes Design bei gleichzeitig hoher Performance. Die Filter sind erhältlich mit Steckanschlüssen 6,3 x 0,8 mm. Sie besitzen einen Metallflansch für einfache Schraubmontage auf Gehäuse. Die gesamte Filterfamilie lässt sich über einen Temperaturbereich von –40 °C bis 100 °C einsetzen.

4. Kleine Ströme messen mit neuem Erd-Leckstrom-Sensor

Im Zeitalter von komplexen Energieversorgungssystemen, intelligenten Netzen, sensibel reagierenden Geräten und der Forderung nach geringen Verlusten und genauer Abrechnung ist es absolut notwendig, dass auch kleine Fehlerströme präzise detektiert und gemessen werden. Der neue, hochpräzise Fehlerstrom-Sensor KIFEHY-11L-04 von Pewatron ergänzt das Stromwandler-Sortiment des Unternehmens. Er wird eingesetzt für die Messung und Detektion von Gleich- und Wechselstrom, Misch- und gepulsten Signalen – in der Photovoltaik, in Batterie- und Akku-Speichersystemen und in allen Anwendungen, in denen kleine Ströme gemessen und überwacht werden müssen.

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5. Magnet-Förderband für Metallteile von Montech

Montech entwickelt fortlaufend spezifische Lösungen für Kunden bzw. Applikationen. Nun hat das Unternehmen ein Magnet-Förderband für Metallteile erstellt. Es übernimmt große Metallteile aus einer Stanzmaschine und transportiert sie passgenau zum nächsten Verarbeitungschritt. Die Breite der Teile kann die Chassisbreite überragen, weil keine Seitenführungen angebracht sind. Die Magnete sollen die Stanzteile millimetergenau auf dem Gurt halten. Kleine Umlaufrollen (Ø 30 mm) und eine Abschrägung am Auslauf des Chassis dienen der präzisen Weitergabe. Die 10 mm hohen Rundmagnete sind unter dem Chassis (6 mm) auf einem Adapterprofil positioniert.

6. Zustand von Rollen überwachen mit Condition Monitoring

Güdel arbeitet an Smart-Service-Lösungen und bietet seinen Kunden seit kurzem Condition Monitoring für Rollen an. Dieses benachrichtigt über den Zustand von Komponenten und alarmiert, bevor es zu Stillständen kommt. Für die Funktion der Güdel Systeme (z.B. Bodenverfahrachsen, Portalsysteme oder Linearachsen) sind die Rollen von entscheidender Bedeutung. Daher ist es wichtig, den Zustand der Rollen zu kennen, um die reibungslose Funktion einer Anlage zu gewährleisten. Das Unternehmen definiert und verwendet Condition Monitoring für eine Reihe von IIoT-basierten Produkten und Tools, damit Kunden geplant zustandsorientierte Wartungsarbeiten an smarten Produkten durchführen können. Dabei basiert die Lösung auf einem 5-Stufen-Modell.

7. Wolfensberger kann Umsatz im Jahr 2018 um 7 Prozent steigern

Die Edelstahlgiesserei Wolfensberger AG mit Sitz in Bauma nimmt das neue Jahr mit viel Rückenwind in Angriff. Die positive Entwicklung von 2017 konnte nach dem Eigentümerwechsel Anfang letzten Jahres mit einer Umsatzsteigerung um 7 % auf 44 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2018 erfolgreich fortgesetzt werden.

Die in München ansässige Fidelium GmbH, seit dem 1. Januar 2018 neue Eigentümerin der Wolfensberger AG, setzt in erster Linie auf Kontinuität und auf die bewährten Erfolgsrezepte des Unternehmens in Bauma. Im Vordergrund steht dabei die Herstellung von Gussteilen mit hohen Ansprüchen in einer zuverlässigen Qualität. Mit dieser Ausrichtung versteht es die Wolfensberger AG, sich im sehr kompetitiven international geprägten Giessereimarkt zu behaupten.

Mit Investitionen in die Erneuerung und Erweiterung des Maschinenparks in der mechanischen Bearbeitung in der Größenordnung von 1,5 Millionen Schweizer Franken wurden im zurückliegenden Jahr die Fertigungskapazitäten erhöht und der Maschinenpark modernisiert. Damit wird es dem Unternehmen gelingen, seine Lieferfähigkeit weiter zu optimieren und den eingeschlagenen Wachstumspfad fortzusetzen. Für 2019 rechnet das Unternehmen mit einem weiteren moderaten Wachstum.

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