Vebindungstechnik Sieben Neuheiten aus dem Bereich Verbindungstechnik

Von Juliana Pfeiffer

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Von einer intelligenten Cobot-Schweißzelle, einer Rohrschweiß-Lösung auf Knopfdruck, über einen wiederlösbaren Edge Bonder bis hin zur Verbindungslösung von expandiertem Polypropylen – die Neueheiten aus dem BEreich Verbindungstechnik.

Beim Teachen der Cobot-Schweißzelle werden keinerlei Programmierkenntnisse benötigt. Die Schritte der Programmierung sind leicht erlernbar und intuitiv – die Schweißfachkraft kann sich auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren.
Beim Teachen der Cobot-Schweißzelle werden keinerlei Programmierkenntnisse benötigt. Die Schritte der Programmierung sind leicht erlernbar und intuitiv – die Schweißfachkraft kann sich auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren.
(Bild: Fronius )

Automatisierte Schweißprozesse erzielen deutlich konstantere Schweißergebnisse als manuelle. Trotzdem nutzen kleine und mittlere Unternehmen Automation zu selten. Der Grund: hohe Anschaffungskosten für Schweißroboter und professionelle Programmierkenntnisse stehen kleinen Losgrößen gegenüber. Fronius will mit der Cobot-Schweißzelle CWC-S Abhilfe schaffen. In der Cobot-Schweißzelle sorgen präzise Brennerbewegungen mit einer Wiederholgenauigkeit von +/- 0,04 Millimetern für jederzeit reproduzierbare Schweißnähte. Wenn nötig auch in Serie. Die intelligente Fronius Schweißtechnologie steuert den Schweißprozess und zeichnet auf Wunsch sämtliche Schweißdaten auf. Für deren Speicherung und Auswertung wird die Datenmanagement-Software Weld Cube eingesetzt, die als Option zur Schweißzelle erhältlich ist. Der Cobot lässt sich ohne Programmierkenntnisse teachen. Die Schweißbahn wird einfach per Knopfdruck festlegt. Hierzu wird der Brenner am Bauteil händisch zu Start-, Positions- und Endpunkten geführt und per Tastendruck bestätigt. Die Software errechnet aus diesen Informationen die Schweißkonturen und die Schweißfolge. Auch die erforderlichen Schweißparameter können anhand vordefinierter Kennlinien rasch ausgewählt werden.

Laserdurchstrahl-Schweißanlage für die Kunststoffentwicklung

(Bild: PolyMerge GmbH )

In modernen Automobilen gibt es immer mehr Fahrerassistenz-Systeme. Dieser Trend lässt den Bedarf an Kunststoffgehäusen für elektronische Bauteile und Komponenten wie etwa Sensoren, Antennen oder Steuergeräte stark wachsen. Als Fügeverfahren bei der Produktion der Gehäuse etabliert sich das Laserdurchstrahlschweißen. Lanxess hat deshalb sein Technikum um eine Laserschweißanlage von der PolyMerge GmbH, einem Anbieter von innovativen Schweißanlagen für Kunststoffe aus Geretsried, erweitert. Beim Laserdurchstrahlschweißen wird ein Laserstrahl durch eine lasertransparente Bauteilkomponente geschickt, der dann von einer darunter liegenden zweiten, oft schwarz pigmentierten Bauteilkomponente absorbiert wird. Die Energie des Strahls bringt die Oberfläche der zweiten Komponente gezielt zum Schmelzen. Durch die dabei entstehende Wärme plastifiziert auch die Oberfläche der ersten Komponente. Die Schmelzen beider Fügepartner vermischen sich unter Druck, und es entsteht eine stoffschlüssige Schweißnaht. Gegenüber gängigen Fügetechniken wie dem Vibrations- oder Ultraschallschweißen hat es den Vorteil, dass es die elektronischen Komponenten im Gehäuse thermisch oder mechanisch kaum belastet.

Einfach gute Verbindungen

Regionale Fachmesse für Schraubverbindungen

SchraubTec verbindet Wissen und Experten der industriellen Verbindungstechnik. Ob in der Ausstellung oder in kostenlosen Fachvorträgen: In persönlicher Atmosphäre können Sie sich über Verbindungstechnik, Schraubverbindungen, Schraubtechnik, Schraubwerkzeugen sowie Einkauf, Beschaffung und Management von C-Teilen informieren. Der Besuch ist kostenlos.

Weitere Informationen zur SchraubTec

Rohrschweißen auf Knopfdruck

(Bild: Welding Droid )

Die Robotik-Experten von Welding Droid haben sich auf Lösungen spezialisiert, die die Automatisierung von Rohrschweiß-Prozessen vereinfachen. Die Roboter, die für das WIG-, MIG- und MAG-Schweißen konzipiert sind, sind ebenso einfach zu programmieren wie zu handhaben und amortisieren sich durchschnittlich nach sechs Monaten. Damit lohnt sich die Investition auch für kleine und mittlere Unternehmen. Je nach Modell können Rohre aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium mit einem Durchmesser von 6 bis 3.000 mm bearbeitet werden. Machine-Learning-Technologien sorgen dabei für optimale Ergebnisse. Alle Modelle können in die Welding Droid App eingebunden werden, die u.a. eine einfache Dokumentation der Schweißvorgänge ermöglicht. Das Robotersystem X2 eignet sich für den mobilen Einsatz. Wie auch beim Vorgänger X1 legt der Bediener das zu schweißende Rohr in die Halterung, platziert die Elektrode mittels eines Controllers über dem Spalt und startet das passende Programm. Die Maschine arbeitet anschließend im Alleingang. Die Spannung des Lichtbogens wird dabei mittels AVC (Automatic Voltage Control) permanent gemessen und die Höhenverstellung bei Abweichungen automatisch geregelt. Der MiniDroid ist für das WIG-Schweißen von Rohren aus Carbon und Edelstahl mit einem Durchmesser von sechs bis 120 Millimetern konzipiert. Er eignet damit besonders für die Bereiche Pharma, Lebensmittel und Life Science, in denen einwandfreie Schweißnähte unverzichtbar sind.

Displays zuverlässig einkleben

(Bild: Ruderer )

Moderne Multi-Panel-Systeme ersetzen in vielen Bereichen die klassischen Anzeigen- und Bedienelemente. Dabei werden Displays und Touchscreens immer leichter und funktionaler und ihre Rahmen immer schmaler. Das Einkleben des Displays in den Rahmen stellt eine besondere Herausforderung dar, denn das Displaymodul soll darin wasser- und staubdicht langfristig halten und im besten Fall noch Wärme ableiten. Zugleich soll der Klebstoff so aufgetragen sein, dass er optisch nicht sichtbar ist. Da die Rahmen immer schmaler werden und die Displays zum Teil in gebogener oder geschwungener Form vorliegen, empfiehlt sich laut Ruderer der Einsatz von reaktiven Klebstoffen (1- und 2-komponentig). Diese haben außergewöhnlich gute Adhäsionswerte und garantieren eine hohe Festigkeit. Außerdem zeigen sie eine hohe Wärmestandfestigkeit und eine gute Kälteflexibilität. Kaltgebogenes Glas stellt dabei eine weitere Herausforderung dar. Da Glas eine andere Wärmeausdehnung hat als der Rahmen, ist eine Klebung mit reaktiven Schmelzklebstoffen am besten geeignet. Mit ihren guten Adhäsionswerten garantieren sie eine hohe Festigkeit. Außerdem zeigen sie eine hohe Wärmestandfestigkeit und eine gute Kälteflexibilität.

Wiederlösbarer Edge Bonder

(Bild: Panacol )

Panacol hat mit Structalit 5705 einen wieder ablösbaren Edge Bonder speziell für die Unterhaltungselektronik entwickelt. Edge Bonder dienen dazu, elektronische Bauteile schnell und unkompliziert auf Leiterplatten zu fixieren und sicher zu befestigen. Dadurch können mechanische Einflüsse wie Schock, Vibration und thermische Belastungen kompensiert werden. Structalit 5705 ist ein schwarzer, thermisch härtender Epoxidharzklebstoff, der sich durch sein strukturviskoses Fließverhalten und seinen hohen Thixotropieindex auszeichnet. Diese Eigenschaften ermöglichen eine präzise Applizierung. Neben der klassischen Kontaktdosierung mittels Dispenser, ist durch das Jetverhalten von Structalit 5705 auch eine kontaktlose Dosierung möglich. Der epoxidharzbasierte Edge Bonder ist halogenarm und eignet sich daher zum Sichern von Elektronikbauteilen. Zudem enthält der Klebstoff eine gelbe Fluoreszenz, die das Vermessen des Edge Bonders erleichtert. Die Fluoreszenz wird bei kurzwelligem Licht, beispielsweise 365nm, angeregt. Die Fluoreszenz erleichtert es Endkontrollen bei Herstellern durchzuführen und beschleunigt damit Fertigungsprozesse.

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EPP-Teile automatisiert verbinden

(Bild: Bossard )

Expandiertes Polypropylen (EPP) wird in vielen Branchen eingesetzt, denn: Der EPP Schaum bietet neben hoher Strukturfestigkeit bei geringem Gewicht, einer guten Energieabsorption und Wärmedämmfähigkeit vor allem auch nahezu unerschöpfliche Gestaltungsmöglichkeiten im Design. Doch wie verbindet man EPP-Formteile? Herkömmliche Befestigungsmethoden wie klassische Verschraubungen kommen meist nicht ohne Vorbohrung aus, dafür bei der Frage nach der Festigkeit der Verbindung schnell an ihre Grenzen. Bossard bietet mit LiteWWeight zEPP eine Lösung. Es ist ein Teil der Technologieplattform MultiMaterial-Welding. Mit der Technik von MultiMaterial-Welding wird der eigens entwickelte Polymerbefestiger, per Ultraschall innerhalb von Sekunden sicher und präzise mit dem Partikelschaum verbunden. Partielles Aufschmelzen sorgt für einen Stoffschluss und die spezielle „Anti-Turning“- Geometrie für einen zusätzlichen Formschluss des Verbindungselement im EPP. Und zwar dauerhaft und belastbar. Zusätzlich präzise und sicher dank reproduzierbarer Ultraschalltechnologie. Die Qualität der Verbindung wird schon während des Verbindungsprozesses gemessen. Dafür sorgen Big Data, künstliche Intelligenz und die Software „SmartSolutions“, die eine lückenlose Prozessüberwachung gewährleistet.

Schraubenkompressor mit Direktantrieb

(Bild: Boge )

Boge hat das Designkonzept seiner S-4 Baureihe auf einen weiteren Leistungsbereich ausgedehnt. So ist der öleingespritzte Schraubenkompressor mit großem Gehäuse ab sofort auch für 90 kW verfügbar. Damit erfüllt Boge Kundenbedürfnisse nach leistungsstarken und gleichzeitig effizienten, geräuscharmen Kompressoren. Der große Vorteil der S-4 Baureihe ist der direkte Antrieb der Verdichterstufe. Dieser ist sehr robust, hermetisch gekapselt und hat deutliche Vorteile gegenüber den herkömmlichen Riemengetrieben, die je nach Einsatzgebiet sehr schnell verschleißen. In Kombination mit dem Frequenzumrichter lässt sich die Drehzahl des neuen BOGE Kompressors variieren und dem jeweiligen Druckluftbedarf ideal anpassen. Durch die schwingungstechnische Entkopplung einzelner Komponenten und die besondere Kühlluftführung konnte der Schall erheblich reduziert werden. Daher eignet sich der Kompressor auch für den Einsatz in besonders geräuschsensibler Umgebung.

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