E-Motorrad

Sicherheitsfahrwerk mit Elektro-Allradantrieb für Motorräder entwickelt

| Autor / Redakteur: Ralf Burr und Dipl.-Ing (FH) Martin Werz / Sandra Häuslein

Um in gefährlichen Fahrsituationen eingreifen zu können, muss das neu entwickelte System die aktuelle Fahrsituation erfassen können.
Um in gefährlichen Fahrsituationen eingreifen zu können, muss das neu entwickelte System die aktuelle Fahrsituation erfassen können. (Bild: Matthias Baumann, Universität Ulm)

In einem Forschungsprojekt haben Teilnehmer aus Industrie und der Universität Ulm einen Allradantrieb mit Drehmomentregelung für E-Bikes entwickelt. Ziel dieses Projektes ist, die Sicherheit im Straßenverkehr gegenüber einem nur hinterradbetriebenen E-Bike zu steigern und die Vorteile der Energierückgewinnung zu nutzen.

Bei Pkws hat sich der Allradantrieb schon in vielen gefährlichen Fahrsituationen bewiesen. Aber bei Motorrädern wurde dies konstruktionsbedingt bisher kaum und speziell bei E-Bikes überhaupt nicht realisiert. Kompakte Nabenmotoren sollen hier ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Durch die in dem Verbundprojekt entwickelte Rekuperation, also Energierückgewinnung, und effiziente Momentenverteilung steigt der Wirkungsgrad des Elektroantriebs und es ergibt sich ein Effizienzgewinn von 26 %. Die Erkenntnisse des Projekts sollen sich auf alle Klassen von Zweirädern mit elektrischem Antrieb übertragen lassen.

Fahrstabilität und Sicherheit erhöhen

Mitte Juli wurde das Verbundforschungsprojekt „Sicherheitsfahrwerk mit Elektro-Allradantrieb für E-Bikes & E-Motorräder“ abgeschlossen. Die Projektpartner Gigatronik, ID-Bike, IPDD und das Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik der Universität Ulm entwickelten ein Zweirad mit Allradantrieb zur Fahrstabilisierung und Rekuperation. Dies erlaubt beim Beschleunigen wie beim Verzögern eine entsprechend angepasste Drehmomentverteilung zwischen den Antrieben an Vorder- und Hinterrad, was Fahrstabilität und Sicherheit erhöht. Die zurück gewonnene Energie ermöglicht kurzzeitige Spitzenleistungen bzw. erhöht die Reichweite.

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System erfasst aktuelle Fahrsituation

Um in gefährlichen Fahrsituationen eingreifen zu können, muss das System die aktuelle Fahrsituation erfassen. Dies geschieht über Sensoren am E-Bike, die über eine Software zur Regelung der Fahrstabilität auf dem Steuergerät ausgewertet werden. Die Software wurde an der Universität Ulm entwickelt. Aus Historie und aktuellem Zustand lassen sich die zukünftige Situation und die wahrscheinliche Reaktion des Fahrers errechnen. Über die Momentenregelung des Vorder- und Hinterrades kann dann sicher eingegriffen werden.

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