HMI = Human Machine Interace

Sichere Anzeige- und Bediensysteme

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Maschinenrichtlinie beachten

Für die Sicherung eines Anzeigesystems stehen viele Lösungen zur Verfügung, beginnend von einer kostenintensiven mehrkanaligen Auslegung bis zu einer kostengünstigen einkanaligen Variante mit elektronischer Sicherungsbeschaltung. Nach diesem Grundprinzip ist IconTrust® entstanden.

Aus Kostengründen wird meist eine Verwendung von Standardbauteilen, d.h. PC Technik, bevorzugt. Um damit den immer häufiger geforderten Nachweis für HMI Systeme nach SIL [Safety Integration Level] 2 bis 4 zu erreichen, muss die Elektronik sicherstellen, dass die unbemerkte Anzeige nicht korrekter Daten ausgeschlossen ist.

Dies kann z.B. eine fehlerhafte technische Datenübertragung zum Monitor, ein Fehler in der grafischen Steuerung des Displays, in der Visualisierungssoftware, im Betriebssystem, dem Treiber des TFT Signals oder dem Mikroprozessor selber sein. Es könnte auch eine Datenkorruption im Grafikspeicher des Bildschirms oder eine Verfälschung durch den Grafikprozessor bzw. dessen Software vorliegen. All das kann der Bediener mit den bisher zur Verfügung stehenden Steuerungsinstrumenten nicht eindeutig wahrnehmen, da er „eine“ Anzeige hat, der er folgen muss.

Das Gerät muss geeignete einfache, kostengünstige technische Maßnahmen zur Displayfehlererkennung und -vermeidung beinhalten. Mit der seit Januar 2010 gültigen neue Maschinenrichtlinie RL 2006/42/EG steigt die Bedeutung und Beachtung von HMI Anwendungen, somit werden Produzenten bzw. Anbieter stärker in die Verantwortung genommen.

Überwacht dauerhaft dedizierte Bereiche

Die meisten Systemkonzepte für Leit- und Bedienstände konzentrieren sich standardmäßig auf die Absicherung des elektronischen Prozesssteuerungsrechners, die Sicherheitslücke bei den verwendeten digitalen Anzeigen bleibt oftmals offen.

Die Anzeigensicherheit lässt sich schnell & einfach durch die simple Integration der sicheren elektronischen Schaltung IconTrust ins HMI schaffen. Sie überwacht dauerhaft dedizierte Bereiche auf dem Bildschirm und unterscheidet dabei zwischen sicherheitsrelevanten und nichtsicherheitsrelevanten Informationen.

IconTrust® kann dabei mehr als 100, auch überlappende, anwendungsspezifisch konfigurierte Bereiche gleichzeitig und unabhängig kontrollieren und bei Abweichung eine entsprechende kundenspezifisch vordefinierte sicherheitsgerichtete Reaktion auslösen.

Für jeden einzelnen Bereich wird in jedem Bildwiederholzyklus das angezeigte Bild analysiert und mit dem Wert der jeweiligen Eingangsgröße aus dem gesicherten Rechner verglichen. Das zum Patent angemeldete Verfahren stellt dabei die Aktualität und Korrektheit nachweislich sicher, ohne dass die eigentliche Applikation zur Darstellung der Informationen einem entsprechenden Nachweisverfahren unterworfen werden muss. Aufgrund dieser Unabhängigkeit ist die Schaltung branchenunabhängig vielfältig einsetzbar.

Durch den einfachen, kompakten und autarken Aufbau ist IconTrust von den üblichen Nachqualifizierungen bei Produkt- oder Prozessmodifikationen, z.B. auf Grund begrenzter Bauteilverfügbarkeit der Hardware oder einer Anpassungen der Software, nicht betroffen. Die verwendeten Bauteile sind im Hause Deuta-Werke vertraglich gesichert langzeitverfügbar und die eingesetzte Schaltungslogik ist ohne Softwareänderung kunden- und anforderungsspezifisch adaptierbar.

IconTrust® leitet die Datensätze als Fingerabdruck der aktuell angezeigten Informationen ab. Damit können in mehreren Bildschirmbereichen prinzipiell alle Arten von separat dargestellten Informationen als Graphik, Symbol, Zeigerinstrument, Text oder Farbcodierung unabhängig und exklusiv überwacht werden. (Mehr Infos nach dem Seitenwechsel)

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