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Sicherheitsgerät Sicher, programmierbar, wirtschaftlich

| Redakteur: Jan Vollmuth

Das CES-CB erweitert die Reihe der Auswertegeräte CES-AZ von Euchner um eine konfigurierbare Version, die viele Vorteile kombinieren soll. konstruktionspraxis fragt nach, Jens Rothenburg, Produktmanager Sicherheitstechnik bei Euchner, antwortet.

Das Sicherheitsauswertegerät CES-CB von Euchner kombiniert Transponderauswertung und Sicherheitsschaltgerät in einer Einheit und die Möglichkeit, bis zu 4 Leseköpfe anzuschließen und auszuwerten.
Das Sicherheitsauswertegerät CES-CB von Euchner kombiniert Transponderauswertung und Sicherheitsschaltgerät in einer Einheit und die Möglichkeit, bis zu 4 Leseköpfe anzuschließen und auszuwerten.
(Bild: Euchner)

Frage: Worum handelt es sich beim CES-CB und welche Funktionen übt das Gerät aus?

Jens Rothenburg: Der CES-CB ist eine konsequente Weiterführung unserer transpondercodierten CES-Auswertegeräte. Hierbei handelt es sich um spezielle Sicherheitsauswertegeräte, die es ermöglichen, eine Schutztür in Kategorie 4 bzw. PL e abzusichern. Das Besondere: An der Schutztür kommen lediglich sogenannte Leseköpfe für die Absicherung zum Einsatz. Ihre Auswerteelektronik ist ins Auswertegerät ausgelagert, das im Schaltschrank sitzt. Dadurch reduzieren sich zum einen die Kosten für die Absicherung pro Schutztür, zum anderen die Baugröße und Bauform. Pro Auswertegerät können bis zu 4 Leseköpfe angeschlossen und ausgewertet werden. Jeder Lesekopf für sich erreicht ein hohes Sicherheitsniveau.

Über diese Grundfunktionen hinaus bietet das neue CES-CB weitere Funktionalitäten: So können zusätzlich zu den Leseköpfen weitere sicherheitstechnische Geräte wie Sicherheitslichtvorhänge, Zustimmtaster, Not-Halt-Kette, elektromechanische Sicherheitsschalter, usw. angeschlossen werden. Außerdem besitzt das CES-CB drei Sicherheitsausgänge, die voneinander unabhängig oder abhängig betrieben werden können.

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Darüber hinaus können fast beliebig Logikfunktionen integriert werden. Euchner hat sich bewusst dafür entschieden, die Programmierung bzw. Konfiguration im Hause zu lassen, da es Firmen gibt, die ungerne die sicherheitstechnische Programmierung und Verantwortung übernehmen möchten. Hierzu sind standardmäßig 25 Programme fest im CES-CB eingebaut. Damit das Gerät universell einsetzbar bleibt, kann Euchner für jeden Kunden individuelle Programme erstellen, die dann mittels Speicherkarte in das Gerät geladen werden können. Ein großes Plus ist auch die schnelle und zielgerichtete Diagnose. Mit einem einzigen Dreh-Drucktaster können alle relevanten Informationen abgerufen werden.

Für welche Einsatzbereiche und Anwender wurde das Auswertegerät CES-CB konzipiert?

Das CES-CB wurde speziell für kleinere Maschinen und Anlagen konzipiert. Die Zahl der Ein- und Ausgänge wurde so gewählt, dass z. B. eine Drehmaschine komplett abgesichert werden kann. Neben den bereits erwähnten Leseköpfen können auch Not-Halt oder Zustimmtaster angeschlossen werden. Nachträgliche Erweiterungen bereiten kein Problem: Bereits im Vorfeld können Programme aufgespielt werden, die etwa einen optionalen Stangenlader in die Absicherung einbeziehen. Bei dessen Inbetriebnahme muss nur noch das bereits vorhandene Programm gewählt werden. Außerdem wurde das Produkt auf die Anforderungen der Inbetriebnehmer von Maschinen abgestimmt. Dank einer integrierten, sehr genauen Diagnosefunktion können sie Maschinen schnell in Betrieb nehmen.

Wie wird das Gerät programmiert und konfiguriert? Bietet Euchner hier Unterstützung an?

Standardmäßig verfügt das CES-CB über 25 vordefinierte, voll funktionsfähige Konfigurationen. Passt eine Konfiguration auf die Aufgabe des Kunden, kann er diese sofort einsetzen. Bei individuellen Anforderungen erfolgt die Programmierung durch Euchner. Der Kunde erhält ein komplett getestetes Programm, inklusive sicherheitstechnischer Bewertung. Die Normen schreiben eine spezielle Validierung für sicherheitstechnische Software vor. Diese Aufgabe wollen nicht alle Kunden selbst durchführen.

Lässt sich das CES-CB in bestehende Anlagen integrieren und wie hoch ist der Aufwand dafür?

In bestehende Anlagen lässt sich der CES-CB vor allem dann ganz leicht integrieren, wenn der Kunde bereits ein CES-Auswertegerät verwendet und dazu noch weiter sicherheitstechnische Schaltgerät, etwa Sicherheitsrelais. Diese lassen sich oft mit diesem einen Gerät ablösen. Der Aufwand hierfür ist typischerweise sehr gering und es wird sowohl Platz im Schaltschrank, als auch viel Verdrahtung eingespart. Ein ganz wichtiger Aspekt dabei ist auch, dass Verdrahtung, die nicht mehr existiert, auch nicht geprüft werden muss.

Welche Vorteile bietet das Gerät unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten?

Kunden sparen vor allem durch den reduzierten Aufwand wie eben beschrieben. Aber auch durch das Verwenden von Leseköpfen zur Schutztürabsicherung. Um aus einem transponderbasierten Schalter ein sicherheitstechnisches Produkt zu machen, braucht es aufwändige Elektronik. Diese Elektronik ist bei den CES-CB-Geräten nur ein einziges Mal erforderlich. Daraus resultiert einfach ein günstigerer Preis pro Schutztür.

Welches Zubehör stellt Euchner für das Auswertegerät CES-CB zur Verfügung?

Als Zubehör gibt es das ganze bereits bekannte Programm an Leseköpfen. Von der M12-Schraube mit komplettem Lesekopf, über spezielle Leseköpfe, die in Nuten von Profilen montiert werden können, bis zu Zuhaltungen.

Arbeitet das Gerät auch mit Sicherheitsprodukten anderer Anbieter zusammen?

Das CES-CB verfügt über mehrere Standardeingänge an denen eine Vielzahl an sicherheitstechnischen Geräten wie z. B. Not-Halt oder Sicherheitslichtgitter auch von anderen Anbietern angeschlossen werden können. (jv)

Hannover Messe 2014: Halle 9, Stand D16

(ID:42547278)