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Elektromobilität Second-Life für Elektrofahrzeug-Batterien

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Die EVA Fahrzeugtechnik GmbH entwickelt stationäre Stromspeicher und nutzt dazu ehemalige Elektrofahrzeug-Batterien. Mit steigender Zahl an Elektromobilen, wird auch die Zahl der Altbatterien wachsen, die dann sinnvoll recycelt werden müssen. Die stationären Stromspeicher sind sowohl im privaten Haushalt als auch in Industrieunternehmen für die Nutzung regenerativer Energien denkbar.

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Das Bild zeigt Rinspeed Etos und die stationäre Speichereinheit EVA.
Das Bild zeigt Rinspeed Etos und die stationäre Speichereinheit EVA.
(Bild: Rinspeed AG)

Als Engineering-Entwicklungspartner namhafter Automobilhersteller und Zulieferer gilt das Hauptaugenmerk der EVA Fahrzeugtechnik GmbH der Elektromobilität und allen voran zwei zentralen Aspekten:

  • Der laufenden Optimierung des Energiespeichers und
  • einer möglichen Weiterverwendung am Ende seiner Lebensdauer.

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Besonders beschäftigt die Ingenieure der EVA Fahrzeugtechnik die Entwicklung leistungsstarker Hochvolt-Speicher, die die hohen Anforderungen an Energieinhalt, Reichweite, Widerstandsfähigkeit, Temperaturbeständigkeit, Gewicht und natürlich auch Kosten erfüllen können.

Ein neues Thema ist der Bau von stationären Stromspeichern. Hier konnte EVA Fahrzeugtechnik das Know-how im Bereich Fahrzeug-Hochvoltspeicher für den Bau von mehreren Prototypen im stationären Bereich ausnutzen und ehemalige Elektrofahrzeug-Batterien zweitverwerten. Die Bandbreite reicht von Kleinanlagen für typische Einfamilienhäuser bis hin in den Megawattbereich, wo im großen Maßstab Strom gespeichert werden kann.

Lebensdauer eines Fahrzeugspeichers ist begrenzt

Die Lebensdauer eines Fahrzeugspeichers ist nämlich begrenzt: Besitzt er nur noch etwa 80 % seiner ursprünglichen Kapazität, ist er für den Einsatz im Fahrzeug nicht mehr geeignet und muss ausgebaut und dem Recycling zugeführt werden. In Anbetracht des hohen Energie- und Rohstoffaufwandes ist die Öko-Bilanz dabei so unbefriedigend, dass die Umweltvorteile von Elektrofahrzeugen immer noch kritisch gesehen werden.

Ökologisch sinnvoller ist eine Zweitnutzung, das so genannte Battery 2nd Life, an dem in der Münchner Heidemannstraße intensiv geforscht wird. Zu diesem Zweck bauen die Ingenieure ausgediente Fahrzeugbatterien so um, dass sie als stationäre Stromspeicher für regenerative Energien dienen und einer Vielzahl hochkomplexer Anforderungen gerecht werden können. Das mag sich momentan noch nach Zukunftsmusik anhören. Doch in Anbetracht des technologischen Fortschritts ist ein Durchbruch der Elektromobilität abzusehen. Dementsprechend wird das Aufkommen an Altbatterien wachsen, die nach ihrem Einsatz im Fahrzeug den fließenden Übergang von fossilen zu regenerativen Energieträgern unterstützen können. So entstünde ein stimmiges Gesamtkonzept mit unschlagbarer Umweltbilanz. Die EVA Fahrzeugtechnik GmbH hat in ihrem Labor für neue Energiespeicher und Speichertechnologien bereits mehrere Prototypen entwickelt, die zeigen, wie dieses „Leben danach“ in der Praxis aussehen kann. (sh)

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