Simulation

Sechs zu vermeidende Probleme beim Einsatz von Simulation in der Konstruktion

| Redakteur: Monika Zwettler

Konstrukteure misstrauen ihren Entscheidungen zu 28 % - so ein Ergebnis einer Erhebung von Tech-Clarity.
Konstrukteure misstrauen ihren Entscheidungen zu 28 % - so ein Ergebnis einer Erhebung von Tech-Clarity. (Bild: PTC)

Produkte sind überaus komplex geworden. Daher ist es schwierig, die Auswirkungen einer Konstruktionsentscheidung auf den gesamten Entwurf abzusehen. Anhand der durch Simulationen gewonnenen Erkenntnisse können verschiedene Möglichkeiten bewertet, mit mehr Vertrauen konstruiert und letztendlich bessere Produkte entwickelt werden. Für den erfolgreichen Einsatz von Simulation gilt es ein paar Regeln zu beachten.

Tatsächlich haben Simulationen einen enormen Mehrwert für Konstruktionsingenieure, wie die Ergebnisse des Tech-Clarity Research Brief Simulationen für Konstruktionsingenieure zeigen: 65 % würden gerne mehr Simulationen durchführen als bisher. Ein weiteres Ergebnis der Erhebung: Hauptsächlich werden sie von Tools zurückgehalten. Denn viele Lösungen sind nicht besonders gut für die Bedürfnisse von Konstruktionsingenieuren geeignet, wie Michelle Boucher, Vice President bei Tech-Clarity in ihrer Zusammenfassung erläutert. Im folgenden werden die Gründe für den Einsatz von Simulation und Hürden dargestellt, basierend auf der Untersuchung und Zusammenfassung von Tech-Clarity.

Bessere Produkte entwerfen

Unternehmen investieren aus verschiedensten Gründen in Simulationslösungen für Konstruktionsingenieure. Vergleicht man die Antworten von 2018 mit denen aus dem Jahr 2016, ist festzustellen, dass Simulationen immer stärker mit dem Konstruktionsprozess verflochten werden. Bessere Erkenntnisse für Konstruktionsingenieure bleibt einer der wichtigsten Gründe für Investitionen im Bereich Simulation und wurde in der 2018er Umfrage sogar häufiger von Unternehmen genannt als 2016. 2016 war der Punkt „Qualitätsprobleme“ zwar noch keine Antwortmöglichkeit, aber 2018 investierten mehr als ein Drittel der Befragten in Simulationstechnologie, um Probleme bereits während des Konstruktionsprozesses aufzuspüren.

Ergänzendes zum Thema
 
Über die Untersuchung

Ingenieure benötigen größeres Vertrauen in Entscheidungen

Aufgrund der zahlreichen Herausforderungen, mit denen Ingenieure konfrontiert werden, misstrauen sie ihren Entscheidungen zu 28 %. Um diese Vertrauenslücke zu schließen,bedienen sie sich verschiedener Ansätze. So wird am häufigsten auf die Ergebnisse praktischer Tests gewartet, also Zeit verschwendet. Sie entwickeln zudem übertechnisierte Produkte, was zusätzliche Kosten verursacht und der preislichen Wettbewerbsfähigkeit schadet.

Trotz der enormen Auswirkungen auf die Kosten berichten Ingenieure, dass sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um ihr Vertrauen in die Entscheidung zu stärken. Dabei werden durchschnittlich 4,7 Tage Zeit verschwendet. Weitere 29 % geben an, dass sie sogar mehr als eine Woche darauf verwenden.

Zahlreiche Änderungen wegen Probleme in einer späten Phase

Änderungen sind die zwangsläufige Konsequenz von Fehlentscheidungen und machen einen erheblichen Teil des Konstruktionsprozesses aus. Nach Angaben der Ingenieure entfällt im Durchschnitt 43 % der Entwurfszeit auf die Durchführung von Änderungen. Bestimmte Änderungen sind unvermeidlich, etwa wenn Kunden ihre Meinung ändern oder es Umwälzungen am Markt gibt. Ein Hauptgrund für Änderungen sind allerdings Probleme. 55 % der Befragten geben an, dass Änderungen auf Schwierigkeiten während der Produktion zurückzuführen sind, und 53 % schreiben Änderungen Schwierigkeiten während der Testphase zu. Das Problem: Diese Änderungen treten zu einem sehr späten Zeitpunkt im Entwicklungszyklus auf. Änderungen, die in den letzten 25 % des Designzyklus durchgeführt werden, dauern im Vergleich zu Änderungen während der ersten 25 % des Designzyklus den Befragten zufolge 98 % länger, nehmen also fast doppelt so viel Zeit in Anspruch – ein echter Zeitfresser also.

Neue Simulationsansätze helfen Konstruktionsingenieuren

Ingenieure müssen besser aufgeklärt werden, um ihren Entscheidungsprozess zu verbessern. Hierzu sind vielleicht neue Herangehensweisen an das Design erforderlich. Interessanterweise geben 63 % an, dass sie bessere Entscheidungen treffen und so die Wettbewerbsfähigkeit eines Produkts verbessern können, wenn die Folgen einer Konstruktionsentscheidung sofort absehbar sind.

Simulationen sind für viele Ingenieure nützlich, die gerne sogar einen noch größeren Mehrwert daraus ziehen würden. Hierzu benötigen sie ein Simulationswerkzeug, das keinerlei Spezialwissen voraussetzt, benutzerfreundlich ist und schnell ausgeführt werden kann. Neue Simulationsansätze könnten helfen. Denn Ingenieure sind davon überzeugt, dass sie mit einer Simulationslösung, die sofortige Ergebnisse liefert, die nötigen Erkenntnisse erhalten. Auf diese Weise könnten sie Probleme früher erkennen und so mehr Entwurfszeit auf die Entwicklung hochwertigerer, zuverlässigerer, günstigerer und innovativer Produkte verwenden.

Simulation so einfach und schnell wie Excel? – Ansys Discovery Live in Creo integriert

Simulation

Simulation so einfach und schnell wie Excel? – Ansys Discovery Live in Creo integriert

16.11.18 - Die Echtzeit-Simulation Ansys Discovery Live ist ab sofort in der 3D-CAD-Software Creo von PTC integriert. konstruktionspraxis sprach mit Mark Hindsbo, Vice President und General Manager bei Ansys, über die Vorteile dieser Zusammenarbeit. lesen

Bahnbrechende Simulationstechnologie für Konstrukteure

Simulation

Bahnbrechende Simulationstechnologie für Konstrukteure

22.10.18 - Altair hat Simsolid übernommen, ein Unternehmen, dessen Gründung aus einer einfachen Frage hervorging: „Warum müssen die in der Konstruktion und Struktursimulation verwendeten Geometrien so unterschiedlich sein?“ lesen

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45940932 / Entwurf)