Umformen
Schneiden, Schweißen oder Umformen?

Quelle: Stauff 6 min Lesedauer

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Über Jahrzehnte galt das Schweißen als die sicherste und stabilste Verbindung hydraulischer Rohrleitungen. Inzwischen setzen immer mehr OEM auf das Umformsystem Stauff Form Evo. In anderen Fällen können Stauff Schneidringverbindungen die beste Option sein. Doch welche Verbindung ist denn nun die Richtige? 

In nur 45 Tage hat das Team von Stauff India die komplette Hydraulikverrohrung eines Stahlwerks erneuert. Entscheidend war hierbei das richtige Rohrverbindungssystem.(Bild:  Stauff)
In nur 45 Tage hat das Team von Stauff India die komplette Hydraulikverrohrung eines Stahlwerks erneuert. Entscheidend war hierbei das richtige Rohrverbindungssystem.
(Bild: Stauff)

Das Schweißen von Rohren erfordert eine sorgfältige Vorbereitung des Rohrmaterials sowie präzises Arbeiten durch qualifiziertes Fachpersonal. Zunächst müssen die Rohrkanten exakt zugeschnitten, entgratet und gereinigt werden, um saubere Verbindungsflächen zu schaffen. Anschließend richtet der Schweißer die Segmente millimetergenau aus und fixiert sie mit Heftnähten. Das eigentliche Schweißen erfolgt in mehreren Lagen, in hydraulischen Anlagen oftmals in engen Bauräumen. Abschließend werden die Schweißnähte visuell kontrolliert und oft auch mit Prüfverfahren wie Röntgen oder Ultraschall untersucht.Demgegenüber sind bei der Anwendung des Umformsystems Stauff Form Evo nur zwei Arbeitsschritte erforderlich: Das Ende des vorbereiteten Hydraulikrohrs wird mithilfe eines robusten Tischgeräts, der Umformmaschine, so umgeformt, dass beim Verschrauben mit einem herkömmlichen Verschraubungskörper und einer Überwurfmutter eine sogenannte formschlüssige, dichte Verbindung „Metall auf Metall” entsteht. Der Stauff Viton Dichtungsring sichert zudem den einzig denkbaren Leckageweg ab.
Bei der Endmontage zeigt sich ein weiterer Vorteil von Stauff Form Evo: Über- und Untermontagen sind praktisch ausgeschlossen. Beim Anzug der Überwurfmutter ist ab einem gewissen Punkt ein deutlicher Kraftanstieg spürbar. Mit einer weiteren Drehung von 15–20° über diesen Punkt hinaus ist die Montage abgeschlossen. So wird eine hohe Ausreißfestigkeit erzielt, die auch den im Schiffbau, in Offshore-Anlagen oder Kran- und Hebezeugen üblichen extremen Belastungen wie starken Druckschlägen und Vibrationen standhält. Die Dichtwirkung wird vom Systemdruck der Hydraulikanlage sogar unterstützt. Der Umformprozess kann nach einer Einweisung des Montagepersonals in die Maschine durch einen Stauff-Handelspartner ebenso wie die Endmontage ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.