Safety-Koppelrelais

Safety-Koppelrelais für Fire&Gas-Anwendungen

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Sorgfältige Auswahl der verbauten Relais

Phoenix Contact hat bei der Entwicklung des sicheren Koppelrelais PSR-PC50 besonderes Augenmerk auf eine sorgfältige Auswahl der verbauten Relais gelegt. Denn anders als beim sicheren Ausschalten ist zu beachten, dass die Kontakte bei Fire-&-Gas-Anwendungen oftmals über mehrere Jahre im geöffneten Zustand verbleiben, bevor sie das erste Mal sicherheitsgerichtet angesteuert werden und schließen müssen. Folglich sind bei der Suche nach passenden Relais und der Annahme möglicher Fehler andere Aspekte zu betrachten wie im Fall des sicherheitsgerichteten Ausschaltens.

Ein Kriterium ist in diesem Zusammenhang der Reibweg der Kontakte. Dieser erweist sich als vorteilhaft, um potentielle Beläge von den Kontaktoberflächen zu entfernen und dadurch im Gefahrenfall eine leitende Verbindung sicherzustellen. Damit die Entstehung des Belags bereits im Vorfeld minimiert wird, muss der Hersteller ausgasungsarme Materialien verwenden. Hier macht sich positiv bemerkbar, dass der Schließer des Relais die sichere Funktion ausübt, weil die Relaisspule bis zur Anforderung unbestromt bleibt. Dies bedingt eine deutlich geringere Eigenerwärmung des Relais sowie eine Energieersparnis. Als weiterer Faktor spielt die vollautomatische Fertigung der Relais eine wichtige Rolle. Werden die Kontakte nicht manuell justiert, ist eine Verschmutzung des Relais-Innenraums durch Fremdpartikel nahezu ausgeschlossen. Da sich jedes Relais durch andere Stärken auszeichnet, hat Phoenix Contact beim sicheren Koppelrelais PSR-PC50 neben der Redundanz auf die Diversität geachtet. Die Kombination aus Relais und anwendungsspezifischem Design zeigt sich als beste Voraussetzung für ein hohes Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit.

Eine Herausforderung für Planer und Projekteure ergibt sich aus der durchgehenden Diagnose. Denn in der Regel endete die Diagnose der Steuerung am genutzten Koppelmodul. Das reicht vielen Anwendern häufig berechtigterweise nicht aus. Deshalb erlaubt das Line/Load-Monitoring des PSR-PC50 eine nahtlose Diagnose von der Steuerung bis zum Aktor. Dabei werden ein- und ausgangsseitig sowohl Drahtbruch als auch Kurzschluss der Lastspannungs-Versorgung sowie die Diagnose-Versorgungsspannung überwacht. Tritt im Regelbetrieb ein Fehler auf, kann er über die bestehende Verdrahtung kanalgetreu an den entsprechenden digitalen Ausgang zurückgemeldet werden. Auf diese Weise entfallen ein zusätzlicher Installationsaufwand sowie weitere notwendige digitale Eingänge zum Rücklesen der Aktorik.

Für die Inbetriebnahme der unterschiedlichen Anlagen respektive Anlagenteile muss ein nicht unerheblicher Zeitbedarf eingeplant werden. In diesem Zusammenhang nimmt die Beseitigung von Verdrahtungsfehlern einen großen Anteil ein. Daher hat der Anwender die Möglichkeit, das sichere Koppelrelais PSR-PC50 mit dem passenden Modulträger zu kombinieren. So lassen sich die Vorzüge einer Plug-&-Play-Lösung mit den technischen Eigenschaften der modularen Schaltgeräte-Technik von Phoenix Contact zu einem vorteilhaften Systemverkabelungs-Konzept verbinden. Auf der mechanisch entkoppelten Platine des Modulträgers wird zudem eine Dioden-entkoppelte Spannungseinspeisung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist ein Relais vorhanden, das einen potentialfreien Kontakt zur Meldung einer fehlerhaften Spannungsversorgung umfasst. Zur einfachen Loop-Berechnung, Projektierung und Anfertigung der Dokumentation liefert das sichere Koppelrelais PSR-PC50 ferner alle relevanten Kennwerte und Zertifikate. (jv)

Hannover Messe 2015: Halle 9, Stand F40

* Wolfgang Boll arbeitet im Produktmarketing Safety bei der Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont.

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