Suchen

Simulation Risse im Glas mit erweitertem FEM-Ansatz simulieren

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Tecosim hat sein bisheriges FLD-Glasbruch-Simulationsmodell um XFEM erweitert und trägt so zu mehr Sicherheit beim Fußgängerschutz bei.

Firmen zum Thema

Simulation und realer Test: Seit 2011 ist das FLD-Simulationsmodell bei Ford als Verbundglasmodellierung im Einsatz. 2013 hat Tecosim begonnen, die Extended-Finite-Element-Methode zu integrieren.
Simulation und realer Test: Seit 2011 ist das FLD-Simulationsmodell bei Ford als Verbundglasmodellierung im Einsatz. 2013 hat Tecosim begonnen, die Extended-Finite-Element-Methode zu integrieren.
(Bild: Tecosim)

In der Automobilindustrie kommt Verbundsicherheitsglas vor allem bei Windschutzscheiben und Panoramadächern zum Einsatz. Bei der Fahrzeugentwicklung gewinnt dieses Material auch mit Blick auf den immer stärker berücksichtigten Fußgängerschutz an Bedeutung: Crash-Szenarien wie der Kopfaufprall auf die Windschutzscheibe werden bei der Auslegung der Fahrzeugsicherheit berechnet und simuliert. Anhand der Ergebnisse soll der Einfluss auf die Sicherheit von Fußgängern realistisch eingeschätzt werden – eine Basis für die weitere Optimierung. Doch der Glasbruch beim Kopfaufprall auf die Windschutzscheibe ist nach wie vor mit den bisher gängigen Berechnungsmethoden schwierig darzustellen.

Simulation von Verbundsicherheitsglas

Tecosim befasst sich bereits seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit Automobil- und Glasherstellern mit dem Thema Modellerstellung und Simulation von Verbundsicherheitsglas. Der Spezialist für Computer Aided Engineering ist seit 2011 dauerhafter Gast im Arbeitskreis Verbundglas der Forschungsvereinigung Automobiltechnik. Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat Tecosim in enger Kooperation mit Ford ein erweitertes Verbundglasmodell entwickelt. In diesem wurden die unterschiedlichen Materialeigenschaften von Glas und der Polyvinyl-Butyral-Folie (PVB) detailliert berücksichtigt, beispielsweise das Verhalten von Glas unter Druck- und Zugbelastung und die Schubsteifigkeit der PVB-Folie. Aber auch andere Parameter wie die Vorspannung in den Glasschichten, die Vernetzungstechnik und Netzdichte waren Teil der Untersuchungen. Zudem wurde darauf geachtet, negative Einflüsse auf die Rechenzeit und die Handhabbarkeit zu vermeiden. Denn das erweiterte Modell sollte für alle Vollfahrzeug-Crash-Berechnungen einsetzbar sein und sich nicht auf Detailuntersuchungen an Komponenten beschränken.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

(ID:42613054)