Hydraulik Rexroth senkt mit EDIS Dieselverbrauch von Radladern

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mit der wirtschaftlichen Systemlösung EDIS von Rexroth verringern Betreiber von Radladern im mittleren Marktsegment ihren Kraftstoffverbrauch um bis zu 10 % gegenüber Konzepten mit reiner Open-Center-Architektur. Gleichzeitig lässt sich die Energieeffizienz der Arbeitshydraulik steigern.

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Mit EDIS kann der bisherige Open-Center-Steuerblock für die Arbeitshydraulik weiter eingesetzt werden, was die Systemkosten senkt im Vergleich zu LUDV.
Mit EDIS kann der bisherige Open-Center-Steuerblock für die Arbeitshydraulik weiter eingesetzt werden, was die Systemkosten senkt im Vergleich zu LUDV.
(Bild: Bosch Rexroth)

Bislang arbeiten die meisten Radlader der mittleren Leistungsklasse noch ausschließlich mit Konstantpumpen in einer Open-Center-Architektur. In dieser wird der Förderstrom unabhängig vom Bedarf erzeugt. Bei niedriger Arbeitslast fließt ein Großteil des geförderten Hydrauliköls ungenutzt zurück in den Tank. Das erhöht den Dieselverbrauch und damit die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer. Für Endanwender weltweit ist der Verbrauch zusammen mit dem Anschaffungspreis ein entscheidendes Kriterium. Das neue Energy Demand-oriented Implement System EDIS von Rexroth reduziert mit einem geringen Zusatzaufwand den Verbrauch um bis zu 10 % im Vergleich zu herkömmlichen Open Center-Systemen und senkt so die Betriebskosten dauerhaft. Je nach Auslastung, Arbeitszyklen und Dieselpreisen amortisieren sich die Systemkosten bereits nach wenigen Monaten.

Mit EDIS hat Rexroth eine sehr wirtschaftliche Lösung für Radlader des mittleren Segments ab drei Tonnen entwickelt. EDIS besteht aus einer auf die jeweilige Radlader-Serie abgestimmten Kombination von Konstant- und Verstellpumpen sowie einem Prioritätsventil. Die Verstellpumpe regelt den Förderstrom über ein Prioritätsventil. Das gewährleistet die ständige Versorgung der Lenkung, damit der Radlader in allen Betriebssituationen manövrierfähig ist. Sobald die Arbeitshydraulik Leistung abfordert, erhöht die Verstellpumpe den Förderstrom bedarfsgerecht und mit gewohnter Dynamik. Diese Regelung kann sowohl rein hydraulisch als auch elektrisch erfolgen. Der bisherige Open-Center-Steuerblock für die Arbeitshydraulik kann weiter eingesetzt werden. Damit liegen die Systemkosten deutlich niedriger als bei einem LUDV-System, wie es im High-End-Segment zum Einsatz kommt.

Durch EDIS kann der OEM zusätzlich den Arbeitsdruck von bislang üblichen 180 bar auf 250 bar erhöhen und damit weitere Energieeinsparungen realisieren sowie die Steuerbarkeit verbessern. Die ersten mit dieser Technologie ausgerüsteten Radlader chinesischer Hersteller wurden bereits getestet und bestätigen im Praxiseinsatz die deutlichen Kraftstoffeinsparungen und geringen Amortisationszeiten. (qui)

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