PLM

Red Bull Racing entwickelt und fertigt Siegerauto mit der Siemens PLM-Software

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Fahren, analysieren, ändern, produzieren und alles in kürzester Zeit

Das Konstruktionsteam mit 180 NX-Anwendern steht nach jedem Rennen bereit, um Verbesserungen zur Leistungssteigerung vorzunehmen – zusätzlich zu den bereits geplanten Anpassungen. Es wird ständig an der Konstruktion gefeilt, und spontane Änderungen müssen besprochen, konstruiert, getestet und eingebaut sein bis das nächste Rennen beginnt. Manchmal ist nur eine Woche Zeit, und so werden oft schon wenige Stunden, nachdem die Startampel ausgeschaltet wurde, neue Teile zur Rennstrecke gebracht. Fehler oder Verzögerungen dürfen nicht passieren.

„Mit NX arbeiten unsere 180 Konstrukteure in einer virtuellen Welt und sparen bei jedem Schritt Zeit“, erklärt Nevey. „NX ist ein hervorragendes Werkzeug zur NC-Programmierung, und das professionelle Serviceteam von Siemens hat uns dabei geholfen, aus unseren Tools alles rauszuholen. Zum Beispiel haben sie uns gezeigt, wie man parametrische Modellierung schon in der Experimentierphase optimal einsetzt, und wie man neue Verfahren einführt. Eins davon war die Stereolithographie, bei der man aus CAD-Daten in einem Tank mit flüssigem Harz einen dreidimensionalen Prototyp wachsen lässt, indem man das Material schichtweise ‘aufdruckt‘ und in bestimmten Bereichen aushärtet.“

Steve Nevey: „Das Wichtigste ist, dass unsere vielen Hundert Ingenieure und Techniker auf dieselben, aktuellen Daten zugreifen, und dass die Konstrukteure sehen, wenn Kollegen etwas geändert haben. Mit NX undTeamcenter sehen wir immer nur den korrekten Stand.“

Einheitliche Daten für die Montage erstellen

Die Daten fließen von NX ins Teamcenter und von dort in das ERP System von Red Bull Racing, dadurch kann die Stückliste direkt in die Fertigung übernommen werden. „So brauchen wir keine Informationen doppelt zu erfassen. Nach der Freigabe wird aus dem Entwurf automatisch eine Stückliste“, erläutert Nevey. „Die Arbeit mit einer durchgängigen Stückliste garantiert immer richtige und einheitliche Daten für die Montage.“

Für die Abstimmung des Fahrzeugs auf die jeweiligen Charakteristika der unterschiedlichen Rennkurse steht eine Vielzahl von Varianten zur Verfügung. Deren Zusammenspiel simulieren die Ingenieure am Computer, um die ideale Zusammenstellung zu finden. Alle Entwickler und Ingenieure des gesamten Rennstalls haben dabei jederzeit im Werk und an der Rennstrecke Zugriff auf sämtliche Daten die sie benötigen und wissen stets, was am Fahrzeug geändert wurde.

Mit Produkten aus seinem Umweltportfolio optimiert Siemens zudem die Fabrik von Red Bull Racing. Ziel ist es, Energiekosten, Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß der Fertigung signifikant zu senken und zudem die Produktionsprozesse noch effizienter zu gestalten.

„Für die Optimierung der Produktion ist ein Industrieunternehmen wie Siemens ein idealer Partner – mit seinem Wissen aus mehr als 160 Jahren Produktion, 300 Werken und dem weltgrößten Umweltportfolio“, so Christian Horner. Siemens nimmt derzeit die gesamte Produktion inklusive aller vorhandenen Maschinen und Arbeitsabläufe unter die Lupe. Darüber hinaus unterzieht Siemens die Gebäudetechnik, Heizung und Klimaanlagen einem Energiecheck.

(hö)

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:24633730)