Pumpen Pumpsysteme zur AdBlue-Förderung

Autor / Redakteur: Dr. Jörg Dassow, Marcel Friedrich* / Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Schärfere Abgasnormen erfordern den Einsatz von AdBlue in SCR-Katalysatoren. Für das regelmäßige Nachtanken der wässrigen Harnstoffsäure-Lösung bietet Flux verschiedene Pumpsysteme an.

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Seit Oktober 2008 gilt europaweit die Abgasnorm EURO 5, ab 2013 wird mit der Euro 6 Norm eine erneute Verschärfung in Kraft treten. Insbesondere für dieselbetriebene LKW und Busse stellen die Abgasvorschriften eine echte Herausforderung dar. So verlangt Euro 6 neben einer 50 prozentigen Reduzierung der Partikelemissionen gegenüber Euro 5 auch 80 % weniger Stickoxide.

Um diese strenge Richtlinie zu erfüllen, haben sich Nutzfahrzeug-Hersteller weitgehend für die Abgasnachbehandlung SCR (Selective Catalytic Reduction) in Verbindung mit Abgasrückführung (AGR) entschieden. Eine Erfüllung der Euro 6 Norm scheint nach heutigem Stand nur mit einer Kombination der ursprünglich konkurrierenden Verfahren SCR und AGR erreichbar.

AdBlue gegen Stickoxide

Bei dem katalytischen Prozess SCR werden die Stickoxide zu einem großen Teil mittels Ammoniak in Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt. Im Fahrzeug wird das Ammoniak aus einer 32,5 prozentigen Lösung aus hochreinem Harnstoff in demineralisiertem Wasser gewonnen. Diese Lösung ist als AdBlue bekannt. AdBlue hat seinen Namen von einem sichtbaren bläulichen Schimmer, der nur durch die Lichtstreuung hervorgerufen wird. Die Substanz ist jedoch farblos und wasserklar. Die Markenrechte für AdBlue liegen beim VDA (Verband der Automobilindustrie).

AdBlue kann an Tankstellen in Flaschen oder Kanistern gekauft werden. Fahrzeuge mit einem separaten Zusatztank beziehen AdBlue über spezielle Zapfsäulen. Bei etwa 4–6 % des normalen Kraftstoffverbrauchs benötigt eine Flotte von 5 schweren LKW und einer Jahres-Fahrleistung pro Fahrzeug von 150.000 km rund 250 Liter AdBlue pro Woche oder 12.000 Liter im Jahr. Auch PKW mit der Zusatzbezeichnung „Blue“ verfügen über die hier dargestellte Technik.

Mit Flux Pumpen ins Fahrzeug

Da die Harnsäure in AdBlue heftig mit Buntmetallen wie Kupfer oder Zink und deren Legierungen reagiert, sollte ein Kontakt mit diesen Werkstoffen vermieden werden. Hochlegierte Edelstähle und Kunststoffe, wie sie bei Pumpen und Fördersystemen von Flux zum Einsatz kommen, sind dagegen ideale Werkstoffe. Der Kontakt mit Buntmetallen ist ausgeschlossen, so dass eine einwandfreie Qualität gewährleistet ist.

Für Gebinde von 220 Litern empfiehlt sich die Juniorflux F 314 PP. Ausgestattet mit einer handlichen Zapfpistole aus Polypropylen können pro Minute bis zu 30 Liter AdBlue entnommen werden. Aus den 1000-Liter IBC-Container wird idealerweise mit dem Pumpen-Set F 424 PP – 1200 AdBlue abgefüllt. Eine selbstschließende Zapfpistole mit Magnetschalter garantiert ein sicheres und genaues Abfüllen. Optional gibt es Flüssigkeitsmengenmesser und das speziell für IBC erfundene Fluxcap. Beim Herausziehen der Pumpe klappt der Deckel automatisch zu, was Verunreinigungen im Behälter vorbeugt.

Da die Flux Systeme mit dichtungslosen Pumpen ausgestattet sind, kommen keine Verunreinigungen aus der Zapfpistole. Qualitätsverluste sind somit ausgeschlossen. Mehrere Drehzahlstufen ermöglichen ein präzises Abfüllen.

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