Suchen

Metallpulver Pulver aus recycelten Rohstoffen für die additive Fertigung

| Redakteur: Dorothee Quitter

Die Firma 6K aus den USA stellt aus Dreh- und Frässpänen mittels Mikrowellenplasma-Technologie Metallpulver für die Additive Fertigung her. Sie präsentierte sich erstmals auf der Formnext 2019.

Firmen zum Thema

Dank seiner Strategie zur Metallrückgewinnung kann 6K die Pulvergrößenverteilung für den jeweiligen additiven Fertigungsprozess gezielt einstellen.
Dank seiner Strategie zur Metallrückgewinnung kann 6K die Pulvergrößenverteilung für den jeweiligen additiven Fertigungsprozess gezielt einstellen.
(Bild: D.Quitter/konstruktionspraxis)

6K hat eine Prozesstechnologie entwickelt, die aus zertifizierten Dreh-und Frässpänen und bereits verwendeten Pulvern hochwerige Pulver herstellen kann und sich in Zukunft auch auf Rohstoffe aus additiv gefertigten Stützstrukturen, fehlerhafte additiv gefertigte Teile und sonstige Materialien anwenden lässt. Das Ziel besteht darin, alle Materialien, die in die Lieferkette gelangen, zu 100 % zu verwenden. Außerdem können auch Pulver aus nicht eutektischen Legierungen, wie Hochentropie-Legierungen oder Designer-Aluminiumlegierungen, die den Druck in Pulverbett-Fusion-Systemen ermöglichen, hergestellt werden. Das Uni-Melt-Plasmasystem von 6K ist das weltweit einzige Mikrowellenplasma mit einer homogenen und präzise definierten Plasmazone, mit dem sich additive Fertigungspulver mit hohem Durchsatz herstellen lassen. Diese Pulver haben eine hohe Sphärizität (Kugelförmigkeit), sind nicht porös und frei von Satelliten und haben gute Fließeigenschaften und eine hohe Klopfdichte. Dank seiner Strategie zur Metallrückgewinnung kann 6K die Pulvergrößenverteilung für den jeweils notwendigen additiven Fertigungsprozess gezielt ins Visier nehmen: MIM (Metal Injection Molding; Metallpulverspritzguss) , L-PBF (Laser Powder Bed Fusion; selektives Laserschmelzen), EBM (Electron Beam Melting; Elektronenstrahlschmelzen), DED (Direct Energy Deposition; direkte Energieabscheidung) oder Binder-Jetting. Dadurch hat der Uni-Melt-Prozess eine Ausbeute von fast 100 % – also eine um das 3 bis 4-fach höhere Ausbeute als die Gasatomisierung. (qui)

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46291481)