Suchen

Hydraulikshaker Prüfen auf High-End-Niveau

| Redakteur: Ute Drescher

Mit dem High-Performance-Shaker bietet Ölhydraulik Hagenbuch ein ideales Antriebskonzept für Prüfstände an.

Firmen zum Thema

Shaker sind vor allem im Testing-Bereich von Automotive und Luftfahrttechnik gefragt.
Shaker sind vor allem im Testing-Bereich von Automotive und Luftfahrttechnik gefragt.
(Bild: Hagenbuche Ölhydraulik)

Das Faszinierende an Prüfständen ist für uns die Vielfalt der Aufgabenstellungen“, erklärt Robert Käch. Warum, begründet der Geschäftsführer der
Ölhydraulik Hagenbuch so: „Position, Kraft, Druck und Temperatur, um nur einige Größen zu nennen, müssen präzise beherrscht werden, um auf dem Prüfstand die wirklichen Belastungen für Bauteile zu simulieren“. Um diese Aufgabe zu lösen, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren eine Reihe von Modulen entwickelt, darunter einen High-Performance Shaker, der sich als ideales Antriebskonzept für Prüfstände anbietet.

Von Hydraulikern zu Systemherstellern

Die Entwicklung des Shakers zeigt beispielhaft auch die Entwicklung des Unternehmens von „Hydraulikern hin zu Systembauern“, wie Käch es kurz zusammenfasst. Hydraulische Antriebe sind komplexe Systeme, die neben hochwertigen Komponenten auch einer ausgeklügelten Mechanik und einer durchdachten Steuerung bedürfen. „Um die Nachfrage nach Gesamtlösungen zu erfüllen, haben wir eine eigene Entwicklung aufgebaut und uns neben der Fertigung von Komponenten und Aggregaten auch in den Bereichen Mechanik, Elektrik und Steuerung spezialisiert“, so Robert Käch.

Der Bau von Prüfständen gilt als High-End-Segment der hydraulischen Antriebstechnik. „Mit dem High-Performance-Shaker schieben wir die Grenzen klassischer hydraulischer Shaker weiter hinaus“, betont Käch. Die Antriebe erlauben heute Frequenzen bis 600 Hz, Spitzenbeschleunigungen bis über 250 g und das mit Nutzlasten von bis zu 50 kg, Eigenschaften, die vor allem im Testing-Bereich von Automotive und Luftfahrttechnik gefragt sind.

Im Einsatz: High-Tech-Materialien

Die Antriebe sind vollständig hydrostatisch gelagert. Das heißt, der Kolben schwimmt immer auf einem Ölfilm. Das vermindert die Reibung deutlich und vor allem gibt es keinen störenden Stick-Slip Effekt. „Bei so hohen Beschleunigungen ist die bewegte Masse entscheidend“, verdeutlicht Robert Käch. „Damit möglichst wenig Eigenmasse bewegt werden muss und die Kraft so weit wie möglich der Nutzlast zugutekommt, haben wir für alle bewegten Teile High-Tech-Materialien aus der Luft- und Raumfahrt verwendet“.

Doch mit guter Mechanik ist es nicht getan. „Notwendig sind außerdem eine sehr schnelle Steuerung und Software mit viel Funktionalität und Schnittstellen“, betont Käch. Daher ist das Herz des Controllers eine Power-PC-CPU mit 1 GHz Taktrate und 256 MByte RAM. Zusammen mit einem sehr schnellen Bus-System (Ginlink) lassen sich – wie bei einer SPS – fast beliebig viele Schnittstellen für Signale aller Art einbinden. Die Datenübertragung ermöglicht Sampling-Raten von bis zu 16 kHz für die Regelung.

Schnittstellen zur Außenwelt

Bereits das Basis-Paket des Shakers bietet viele Prüf- und Anwendungsmöglichkeiten, darüber hinaus machen Schnittstellen den Einsatz von Regelsystemen möglich, die sich auf dem Markt bereits etabliert haben.

Typische Anwendungen für den High-Performance-Shaker sind zum Beispiel Drive-Files, also freie Bewegungsprofile, mit deren Hilfe sich über den Zylinder reale Belastungen an Bauteilen simulieren lassen. Eine weitere typische Anwendung sind Sweep-Profile, mit denen das Verhalten der Bauteile in allen Frequenzbereichen untersucht wird.

Partner für Gesamtlösungen

Auch beim Bau von Prüfständen versteht sich Ölhydraulik Hagenbuch als Partner für Gesamtlösungen. „Das beginnt bei der Machbarkeitsprüfung, geht über die Entwicklung und Inbetriebnahme des Prüfstands und führt schließlich zu einer partnerschaftlichen Begleitung des Kunden beim Einsatz“, fasst Käch abschließend zusammen. (ud)

(ID:44177695)