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KI

Projekt entwickelt Assistenzmethoden für virtuelle Produktentwicklung

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Scale, Sidact und das Fraunhofer-Institut Scai arbeiten in dem Forschungsprojekt zur „Virtuellen Produktentwicklung mittels intelligenter Assistenzsysteme“ gemeinsam daran, intelligente Assistenzsysteme für die simulationsbasierte Produktentwicklung bereit zu stellen.

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Das Projekt ViPriA hat die Entwicklung von intelligenten Assistenzsystemen zur Unterstützung von Ingenieuren bei der simulationsbasierten, virtuellen Produktentwicklung zum Ziel.
Das Projekt ViPriA hat die Entwicklung von intelligenten Assistenzsystemen zur Unterstützung von Ingenieuren bei der simulationsbasierten, virtuellen Produktentwicklung zum Ziel.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Am 1. Oktober 2019 startet Scale gemeinsam mit den Partnern Sidact und dem Fraunhofer-Institut Scai ein Forschungsprojekt zur „Virtuellen Produktentwicklung mittels intelligenter Assistenzsysteme“ (kurz: ViPriA). Das Projekt wird für die Dauer von drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Projektkoordinator für das Forschungsvorhaben ist Scale. Assoziierte Industriepartner sind AUDI, Porsche und Volkswagen.

Berechnungsingenieure im Entwicklungsprozess unterstützen

Das Projekt hat die Entwicklung von intelligenten, d.h. auf Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning-Ansätzen (ML) basierenden Assistenzsystemen zur Unterstützung von Ingenieuren bei der simulationsbasierten, virtuellen Produktentwicklung zum Ziel. Mit Hilfe von intelligenten Assistenzfunktionen sollen Berechnungsingenieure im Entwicklungsprozess bei komplexen Entscheidungen unterstützt und von Routineaufgaben entlastet werden. In der Praxis sollen Berechnungsingenieure in zwei wesentlichen Stufen des Entwicklungsprozesses unterstützt werden:

  • Zum einen durch die Entwicklung eines intelligenten Assistenzsystems, das dem Nutzer beim Erstellen einer numerischen Simulation Designvorschläge macht und Ergebnisprognosen bereitstellt.
  • Zum anderen durch die sukzessive Automatisierung der Analyse komplexer Simulationsergebnisse. Über nicht erwartetes Verhalten von Simulationen soll das System dem Nutzer Rückmeldungen geben. Die Analyse der Simulationsergebnisse beschränkt sich dabei nicht auf die Auswertung von skalaren Funktionsgrößen, sondern erkennt auch außergewöhnliches oder unerwünschtes Systemverhalten, das zudem visuell aufbereitet wird.

Simulationsdaten managen

Kernprodukt von Scale ist ein SDM-System (Simulationsdatenmanagement) bestehend aus den Applikationen Cavit und Loco.

  • Das Management von Ergebnisdaten aus Versuch und Simulation erfolgt in Cavit. Die Software gewährt zeitgleichen Zugriff auf Simulations- und Testdaten. Das System bietet Bewertungen von Simulations- und Versuchsergebnissen auf der Basis von Schlüsselergebnissen und gegebenen Bewertungssystemen. Cavit verfügt über eine Oberfläche für die Integration von beliebigen Anwendungen Dritter für die Berichterstellung, Visualisierung von Post-Daten und Evaluierungsprozessen.
  • Simulationsmodelle sowie CAE-Prozesse werden in Loco verwaltet. Loco bietet Nutzern eine Arbeitsumgebung für ihre täglichen Aufgaben im Bereich des Ingenieurwesens. Der Zugang zu Simulations- und Prozessdaten ist einfach. Es gibt keine Beschränkungen im Austausch von Modelldaten oder zugehörigen Dokumentationen - weder innerhalb ihres Unternehmens noch mit Ihren Geschäftspartnern.

Einfluss von KI in der Entwicklung nimmt zu

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen in die Entwicklung einer neuen, integrierten Produktgeneration einfließen und dem Anwender Zugriff auf neueste Technologien bei ihrer täglichen Arbeit geben. Martin Liebscher, Projektleiter von ViPriA bei Scale: „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Maschine Learning spielt im Automotive-Bereich und darüber hinaus eine immer größer werdende Rolle. Mit dem Forschungsvorhaben ViPriA wollen wir die Chance nutzen, die neue Produktgeneration mit innovativen und strategisch wichtigen Technologien auf den Weg zu bringen.“

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