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Plagiarius zeichnet die dreistesten Fälschungen des Jahres aus

| Redakteur: Katharina Juschkat

Erneut hat die Aktion Plagiarius e.V. die dreistesten Fälschungen des Jahres gekürt und den Negativ-Preis verliehen. Die „Gewinner“ dieses Jahr reichen von gefälschten Käsereiben bis Schaltschrank-Heizgeräten.

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Nicht nur der wirtschaftliche Schaden kann enorm sein: Bei elektrischen Geräten wie dem Schaltschrank-Heizgerät von Stego (links Original, rechts Fälschung) werden essentielle Sicherheitsstandards der Elektroindustrie durch die Kopie verletzt.
Nicht nur der wirtschaftliche Schaden kann enorm sein: Bei elektrischen Geräten wie dem Schaltschrank-Heizgerät von Stego (links Original, rechts Fälschung) werden essentielle Sicherheitsstandards der Elektroindustrie durch die Kopie verletzt.
( Bild: Aktion Plagiarius e.V. )

Die Aktion Plagiarius e.V. hat zum 42. Mal den Schmäh-Preis „Plagiarius“ verliehen. Der Negativ-Preis geht jedes Jahr an Hersteller und Händler, die besonders dreiste Plagiate und Fälschungen auf den Markt bringen. Als Trophäe für den Negativpreis wurde ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase gewählt – als Symbol für die immensen Profite, die die Produktpiraten erwirtschaften.

Unter den diesjährigen Gewinnern finden sich wieder Produkte und Hersteller aus allen Branchen, von einer Käsereibe über Schweizer Taschenmesser bis hin zu Schaltschrank-Heizgeräten. Die meisten Plagiate weisen eine deutlich mindere Qualität auf, was in einigen Fällen – neben einem Ärgernis für den Käufer und einem schlechten Ruf für den vermeintlichen Hersteller – oft auch ein immenses Sicherheitsrisiko bedeuten kann.

Alle Plagiarius-Preisträger im Überblick:

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Die Gewinner aus dem Jahr 2017.

Ziel des Vereins ist einerseits, Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik zu sensibilisieren und die Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Auszeichnung mit dem Plagiarius sagt nichts darüber aus, ob ein nachgemachtes Produkt im juristischen Sinne erlaubt oder rechtswidrig ist.

Insbesondere beim Einkauf im Internet sollten Verbraucher daher genau hinsehen und nicht voreilig und kritiklos auf „kaufen“ klicken, rät die Aktion. Im eigenen Interesse lohnt es, Impressum, Zahlungsbedingungen, Widerrufmöglichkeiten und die allgemeine Seriosität des Anbieters sorgfältig zu prüfen. Hochwertige Markenprodukte gibt es nicht zum Fast-Umsonst-Tarif. Im Vergleich zum Plagiat sind sie aber ihren Preis wert.

Die Jury des Plagiarius-Wettbewerbs 2018:

Die zweifelhafte Trophäe: Ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – als Symbol für die immensen Profite, die die Produktpiraten erwirtschaften.
Die zweifelhafte Trophäe: Ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – als Symbol für die immensen Profite, die die Produktpiraten erwirtschaften.
( Bild: Aktion Plagiarius e.V. )

Die Jury wird jedes Jahr neu zusammengestellt aus Vertretern der unterschiedlichsten Bereiche. Sie vergab drei Hauptpreise und sieben gleichrangige Auszeichnungen aus insgesamt 24 Einsendungen. Die Jury des Plagiarius-Wettbewerbs 2018 setzte sich wie folgt zusammen:

  • Dr. Stefanie Dathe, Direktorin Museum Ulm
  • Ulrike Freund, Geschäftsführende Gesellschafterin Brauerei Gold Ochsen GmbH, Ulm
  • Katja Häußer, Geschäftsführerin Scratch Advanced Advertising GmbH, München
  • Harald John, Leiter Lokalredaktion / Mitglied Chefredaktion der Südwest Presse, Ulm
  • Stefan Reichmann, Geschäftsführer Reichmann & Sohn GmbH, Weißenhorn
  • Max Ruhdorfer, Albert Ziegler GmbH, Direktor Ziegler Gruppe, Produkt Strategie, Design und Innovation, Giengen a. d. Brenz
  • Harald Schultes, Geschäftsführer FoodVision Deutschland GmbH / Geschäftsführer Initiative LifeCare, München
  • Tim von Winning, Bürgermeister der Stadt Ulm, Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt
  • Prof. Dr.-Ing. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm
  • Juristische Beratung: Dr. Aliki Busse, Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz, Rechtsanwaltskanzlei Busse & Partner, München

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