Suchen

Automatisierung

Pilz steigert 2015 Umsatz, Mitarbeiterzahl und Exportanteil

Seite: 6/7

Firmen zum Thema

Susanne Kunschert: Industrie 4.0 – fest bei Pilz verankert

Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 ist fest in unserem Unternehmen und seiner Strategie verankert. Es wurde eine Stabsstelle „Industrie 4.0“ gegründet. Über die Mitarbeit in Normengremien für Safety und Security setzen sich Experten von Pilz darüber hinaus für die Schaffung gemeinsamer, praktikabler Standards für die Industrie der Zukunft ein.

Mit seinen Produkten, allen voran dem Automatisierungssystem PSS 4000 und der webbasierten Visualisierung PASvisu, wird Pilz bereits heute den Anforderungen der Industrie der Zukunft gerecht: Auf der Hannover Messe präsentiert Pilz den Besuchern eine Industrie-4.0-Produktionslinie. Komplett automatisiert mit Sensoren, Steuerungen und Antrieben von Pilz veranschaulicht die modular aufgebaute Modellanlage, wie sich dank verteilter Intelligenz, Steuerungsaufgaben effizient und anwenderfreundlich lösen lassen.

Bildergalerie

Industrie 4.0 in der Fertigung bei Pilz

Mit der zunehmenden Vernetzung von Maschinen und Infrastruktur unter Einsatz von IT-Technologien in der Fertigung wird Pilz seinem Anspruch als Technologieführer auch in der eigenen Fertigung gerecht. Im Sinne von Industrie 4.0 haben wir in unserem neuen Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum die notwendige Infrastruktur für die intelligente Produktion geschaffen. Für die Fertigungssteuerung werden Maschinendaten gezielt in unserer Cloud gesammelt und verarbeitet. Durch deren Auswertung werden wichtige Informationen über Zustandsänderungen und den Verschleiß von Maschinen gewonnen. So kann die Wartung vorbeugend erfolgen. „Predictive Maintenance“ vermeidet Störungen und Stillstandszeiten.

Pilz ist sich den Herausforderungen an die IT-Security durch eine komplett vernetzte Produktion bewusst. Daher investiert Pilz in eine umfangreiche Security-Infrastruktur zur Überwachung des gesamten Datenverkehrs. Eine permanente Analyse von Protokoll- und sämtlicher anderer Daten ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Anomalien. Zusätzlich wurden für einzelne Fertigungsbereiche unterschiedliche Firewall-Systeme installiert, wodurch der notwendige Security-Level je Zone individuell festgelegt wird. Ausfälle und Sicherheitsrisiken werden vermieden, das Know-how geschützt.

Ohne Mensch keine Industrie 4.0

Das Thema Security macht aber auch deutlich, dass Industrie 4.0 keine rein technische Angelegenheit ist, sondern ein Change-Prozess, bei dem der Mensch im Mittelpunkt stehen muss. Bei Pilz haben wir unsere auf Werten basierende Führungsrichtlinie mit Blick auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt erweitert. Und wenn an Hochschulen hierzulande neue Studiengänge entstehen, wie etwa „Mechatronik und Informationstechnik“ am KIT, die sich aus den Fakultäten Elektrotechnik/Informationstechnik sowie Maschinenbau speisen, dann ist das der richtige Weg.

Gefordert wird zukünftig eine stärkere Interdisziplinarität zwischen Engineering und der Informations- und Kommunikationstechnik. So müssen die IT-Administratoren stärker in (Fertigungs-)Prozessen und wirtschaftlichen Zusammenhängen denken. Die Fertigungstechnik wiederum muss den Wert digitaler Daten und die Gesetzmäßigkeiten der Informationstechnik kennen. Und letztlich müssen die verschiedenen Bereiche lernen, in interdisziplinären Projekten zusammenzuarbeiten. Industrie 4.0 bedeutet also nicht nur einen Technologie- sondern auch einen Kulturwandel in allen Unternehmensbereichen.

(ID:43977851)