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Automatisierung

Pilz steigert 2015 Umsatz, Mitarbeiterzahl und Exportanteil

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Renate Pilz: Weltweit für die Kunden da sein

Pilz ist ein international ausgerichtetes Unternehmen: Wir sind Partner des exportorientierten Maschinenbaus und von weltweit produzierenden Unternehmen. 2015 erwirtschaftete Pilz mehr als 70 % des Umsatzes außerhalb von Deutschland. Der Exportanteil stieg um 1,4 %punkte auf 70,9 %. Europa blieb 2015 die umsatzstärkste Region: 74,5 % des Umsatzes erzielen wir hier; 15,3 % in Asien und knapp 10 % in Amerika. Das Umsatzwachstum bei Pilz verteilt sich auf die einzelnen Regionen wie folgt: Europa: +8 %, Asien: +20 %, Amerika: +15 %.

Die wachstumsstärkste Tochtergesellschaft in Asien ist neben Japan insbesondere Süd-Korea. Unsere Teams dort haben es verstanden, den Markt für unsere Produkte und Dienstleistungen zu begeistern. Eine Besonderheit des koreanischen Marktes ist, dass es dort vergleichbare Standards mit Blick auf das Thema Sicherheit wie in Europa oder Nordamerika gibt. Hersteller oder Maschinenbauer, die nach Korea exportieren wollen, müssen bestimmte Anlagen nach den Standards der KOSHA (Korea Occupational Safety & Health Agency) zertifizieren lassen. Pilz kann dank eines funktionierenden und gelebten Wissenstransfers zwischen den Tochtergesellschaften Kunden auf der ganzen Welt bei der Erfüllung der Bestimmungen für den Markteintritt in Süd-Korea unterstützen. Das gilt im Übrigen für alle Sicherheits-Standards weltweit.

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Chancen auf dem asiatischen Markt nutzen

Pilz will die sich auf dem asiatischen Markt bietenden Chancen auch 2016 nutzen und eröffnet in den nächsten Wochen in Singapur „Pilz Southeast Asia“. Von Singapur aus wird Pilz nun mit einer eigenen Vertriebs- und Service-Organisation Kunden im ASEAN-Raum bedienen. Zu dieser Wachstumsregion gehören die Länder Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Damit erweitert Pilz die bestehenden Geschäftsbeziehungen in Südostasien und ist in der Lage, seine Kunden umfassend mit Komponenten, Systemen und Dienstleistungen direkt zu bedienen. Die Zahl der Tochtergesellschaften von Pilz steigt damit auf 40.

Der ASEAN-Raum gilt als eine der am stärksten wachsenden Wirtschaftsregionen der Welt. Die Länder sind zwar geprägt durch unterschiedliche Sprachen, Währungen und auch kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede, doch vereint die Region der Wille, Handelsbarrieren abzubauen. Bislang wurden die Kunden von Pilz über Handelspartner mit Produkten versorgt. Pilz und seine Produkte besitzen in diesen Ländern bereits einen sehr guten Ruf – insbesondere mit Blick auf die Sicherheit. Durch eine enge Betreuung dank eigener Ingenieure ist Pilz in der Lage komplette Automatisierungslösungen mit Beratung, Engineering und Schulung anzubieten.

China wächst weiter

Auch wenn das Wachstum in China nicht mehr die Steigerungsraten vergangener Jahre aufweist, ist Pilz zufrieden mit der Entwicklung dort. Mit der von China angestrebten Abkehr vom Image des Billig-Anbieters steigt auch die Nachfrage nach Automatisierungslösungen und die Aspekte der Sicherheit für Mensch, Maschine und Umwelt gewinnen weiter an Bedeutung. Pilz wächst weiterhin in China und hat mit der Eröffnung der ersten Produktionsstätte außerhalb von Europa in Jintan eine wichtige Voraussetzung für das Wachstum dort geschaffen. Die Produktionsstätte 250 Kilometer westlich von Shanghai produziert Pilz Produkte und Systeme für den chinesischen Markt. Das Werk hat auf Anhieb die Zertifizierungen wie ISO 9001 geschafft und arbeitet nach denselben Standards und Prozessen wie die Werke im französischen Betschdorf oder am Stammsitz in Ostfildern.

Neue Perspektiven im Iran

Pilz ist seit vielen Jahren im gesamten Mittleren Osten sowohl über Repräsentanzen vertreten als auch im Direktgeschäft. Entsprechend hoch ist heute die Anzahl der installierten Pilz Produkte in Branchen wie Automotive, Werkzeugmaschinen oder Pressen allgemein. Nach dem Ende der Sanktionen der USA und der EU gegen den Iran sehen wir dort insgesamt einen großen Investitionsbedarf, sowohl in Infrastruktur als auch in den Unternehmen.

Uns liegen aktuell zahlreiche Projektanfragen aus dem Iran vor, bei denen es z. B. um die Umrüstung von Produktionsanlagen geht. Anlass dafür sind häufig Sicherheitslücken. Anders, als hierzulande, ist dort Maschinensicherheit nicht gesetzlich gefordert. Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang die Ausrüstung eines von sieben iranischen Schulungszentren zur Arbeits- und Maschinensicherheit in Teheran mit Steuerungstechnik und Sensorik von Pilz. Rund 1.000 Menschen werden jährlich dort geschult. Damit leisten wir vor Ort einen Beitrag zur Schaffung einer Kultur für den Schutz von Mensch, Maschine und Umwelt. Ein stärkeres Engagement im Iran prüfen wir derzeit intensiv.

Wir sind weltweit für unsere Kunden da! Über unsere Tochtergesellschaften können wir nicht nur mit Produkten, sondern auch mit unserem umfangreichen Know-how unterstützen. Unsere Kunden schätzen das. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Pilz ein gesundes Unternehmen ist, das aus eigener Kraft in allen Bereichen und in allen Regionen wächst.

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