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Rundtisch Optimierter Rundtisch mit optionaler Wasserkühlung

Redakteur: Jan Vollmuth

Weiss hat seinem Rundtisch TO 750C mehr Leistung verpasst: Der verstärkte Torque-Motor bietet ein um 45% gesteigertes Spitzenmoment – statt 2400 Nm sind es jetzt satte 3.500 Nm. Entsprechend erhöht sich die max. Beschleunigung des direkt angetriebenen Rundtisches. Zusammen mit der optionalen Wasserkühlung verkürzt sich die Gesamtzyklus deutlich.

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(Bild: Weiss)

Denn für die Gesamtzyklusdauer ist neben der Verfahrzeit die Pausenzeit ausschlaggebend. Im High-Speed-Bereich ist letztere häufig der Hinderungsgrund für noch höhere Gesamttaktraten. Der Tisch braucht eine Pause, um sich durch Konvektion abzukühlen. Bekommt er diese nicht, erhöht sich die Temperatur des Systems – was letztendlich zum Abschalten durch den internen Temperatursensor führt.

Konstante Temperatur

Abhilfe schafft die optionale Wasserkühlung. Ein Novum für Montage-Rundtische und cleverer Effizienztreiber in der High-Speed-Produktion. Die Temperatur des Tisches kann über die gesamte Zykluszeit konstant gehalten und Pausenzeiten auf ein Minimum reduziert werden. Im Extremfall können sie sogar voll entfallen. Zusammen mit dem verstärkten Antriebsmotor kann die Gesamtzykluszeit extrem verkürzt werden.

Die Vorteile der Wasserkühlung wirken sich auch dann aus, wenn es statt um High-Speed um höhere Genauigkeit geht. In der Elektronikmontage oder der Uhrenfertigung etwa. Bei Applikationen mit hoher Genauigkeitsanforderung von kleiner als ± 7 Winkelsekunden macht sich jede Schwankung der Rundtischtemperatur sofort in einer Verschlechterung der Teilgenauigkeit bemerkbar. Eine konstante Betriebstemperatur ist daher unabdingbar. Da dies gerade nach dem Produktionsstart nicht gegeben ist, lassen Anwender ihre Anlage häufig „warm laufen“ bis die Systemtemperatur konstant bleibt. Ein u. U. äußerst zeitraubender, vorgelagerter Prozess. Mit der Wasserkühlung des TO 750C entfällt dieses Warmlaufen. Die Produktion kann sofort starten und die Betriebstemperatur über den gesamten Verfahrprozess konstant gehalten werden.

Abmessungen unverändert

Trotz der Verbesserungen konnten die Außenmaße des Tisches durchweg mit seinem Vorgänger identisch gehalten werden – abgesehen von zusätzlichen Bohrungen, die das Übertragen der Momente durch die höhere Dynamik absichern. Anwender profitieren von der leichten Integration des Tisches in bestehende Konstruktionsumgebungen.

Zusätzlich bietet Weiss den Torque-Tisch mit weiteren Optionen an. So kann bei Bedarf eine pneumatische Haltebremse geordert werden. Diese kann im Stillstand zugeschaltet werden und ist gerade nach einem „Not-Aus“ ein nützliches Tool, das die schnelle und gefahrlose Wiederaufnahme des Produktionsprozesses gewährleistet. Die obligatorische Referenzfahrt wird eingespart.

Verschiedene Messsysteme zur Auswahl

Auch was das Messsystem anbetrifft bietet Weiss unterschiedliche Optionen zur Auswahl. Der Anwender kann zwischen einem optischen inkrementellen Messsystem mit Ausgangssignal 1Vss oder einem optischen absoluten Messsystem mit DriveCliq- oder BISS-Schnittstelle wählen.

Auf Wunsch übernimmt Weiss auch die Laservermessung mit anschließender Fehlerkompensation. Zusammen mit der Standardsteuerung des Herstellers ist dies eine Dienstleistung, die die Genauigkeit der Gesamtanlage nochmals verbessert. (jv)

Motek 2016: Halle 3, Stand 3155

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