Elektromotor Offroad-Einsitzer begeistern mit Heinzmann-Scheibenläufermotoren

Redakteur: Ute Drescher

Die Mattro Mobility Revolutions aus dem österreichischen Schwaz begeistert mit einem elektrisch angetriebenen Fun- und Arbeitsmobil. Warum die Spezialisten für Elektromobilität ihren neuen Offroad-Einsitzer „Der Ziesel“ nennen, warum als Antrieb die Scheibenläufermotoren PMS 120 mit der PERM-Technologie von Heinzmann eingesetzt werden und wie es überhaupt zu dieser Entwicklung kam, erzählt der geschäftsführende Gesellschafter Alois Bauer

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Die neuen Mattro Ziesel erregen nicht nur beim Spaß im Gelände Aufsehen.
Die neuen Mattro Ziesel erregen nicht nur beim Spaß im Gelände Aufsehen.
(Bild: Heinzmann)

„Das europäische Ziesel gehört zur Familie der Erdhörnchen, zu denen auch das Alpenmurmeltier zählt. Es ist klein, wendig und auf jedem Untergrund zuhause“, erklärt Alois Bauer, der mit diesen Attributen auch die Eigenschaften des neuen Offroad-Einsitzers der Mattro Mobility Revolutions GmbH treffend auf den Punkt bringt. Selbst bei der Begründung für das elektrische Antriebskonzept zitiert er das Beispiel der Ziesel, die im Alpenraum mittlerweile zu den stark gefährdeten Tierarten zählen: „Wir handeln aus klarer ökologischer Überzeugung und widmen uns bei Mattro mit Leidenschaft der Entwicklung von umweltfreundlichen, elektrischen Mobilitätskonzepten für die Zukunft.“

Damit kommt Bauer auf die ursprüngliche Motivation zu sprechen, die zur Entwicklung der Mattro Ziesel geführt hat. Eigentlich ging es darum eine Testplattform zu bauen, um passend zu der ebenfalls in Eigenentwicklung entstandenen Batterietechnologie in Form eines wechselbaren Li-Ion-Akkusystems, ein Antriebsset aus Motoren und Steuerung für Kleinfahrzeuge wie etwa Rasenmäher-Traktoren o.Ä., zu konfigurieren und weiter zu entwickeln. Was letztlich daraus entstanden ist, ist eine Fahrmaschine, die Aufsehen erregt, denn vergleichbares hat es bisher nicht gegeben.

Von Grund auf elektrisch erdacht

Die Ziesel von Mattro ähneln geschrumpften Raupenschleppern und sind von Grund auf elektrisch erdacht. Angetrieben werden die Offroad-Einsitzer über Deltaraupen mit bürstenlosen Scheibenläufermotoren der PMS Motorreihe von Heinzmann. Mit diesen sehr flachen und kompakten Motoren war es möglich, eine sehr niedrige Sitzposition für den Fahrer zwischen den beiden Raupen und damit einen für die Stabilität notwendigen niedrigen Schwerpunkt zu realisieren. „Wir konnten hier passende Standardmotoren aus dem umfangreichen Produktprogramm von Heinzmann auswählen und haben diese lediglich an der Motorwelle mechanisch angepasst“, ergänzt Bauer. Die PMS Motorreihe zeichnet sich durch die im Jahr 2012 von Heinzmann übernommene patentierte PERM-Technologie aus. Die Motoren sind besonders flach und bieten eine hohe Leistungsdichte.

Geringe Trägheitsmomente ermöglichen sehr gute Beschleunigungseigenschaften und durch den hohen Wirkungsgrad der PERM-Technologie werden sehr große Reichweiten erreicht.

Mit den beiden PMS 120 Motoren kommen die Mattro Ziesel auf eine Dauerleistung von 4,8 kW/6,5 PS und auf Spitzenleistungen von 15,4 kW/21 PS. Das Drehmoment beträgt satte 400 Nm und die Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h ist, wenn es der Pilot darauf anlegt, in weniger als 2 Sekunden erreicht. Die Lithium-Ionen- Akkus haben eine Kapazität von 6 kW/h, die je nach Fahrmodus, beispielsweise bei Spaßtouren im Schnee, 4 bis 5 Stunden oder bei gemütlichen Fahrten durch die Natur bis zu 10 oder mehr Stunden reichen. „In rund 2,5 Stunden sind dann die Akkus mit einem Standardladegerät wieder voll“, ergänzt Bauer.

Das Offroad-Fahrzeug wird über einen Joystick gelenkt und bietet vor allem im dynamischen Fun-Modus einen riesen Fahrspaß in jedem Gelände. Die Raupen sorgen auch in Sand oder Schnee für genügend Traktion. Im Tourenmodus lässt sich auf Spazier- und Wanderfahrten die Natur gemütlich und vor allem leise genießen. So sind die elektrisch angetriebenen Raupenfahrzeuge in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzbar. Sie schaffen Freiheiten für Menschen deren eigene Mobilität eingeschränkt ist oder machen jede Menge Offroad- Spaß. Darüber hinaus erregen die Mattro Ziesel auch als Arbeitsgeräte einiges Aufsehen wie etwa ihr Einsatz bei Winzern in norditalienischen Weinbergen beweist.

„Die Gummiraupen gewährleisten Traktion auch bei sehr geringem Bodendruck, der trotz den rund 210 Kilogramm des Fahrzeuges bei unter 4 Kilogramm pro Quadratdezimeter liegt“, erklärt Bauer. Dies ist bedeutend weniger als die Bodenbelastung, die ein Mensch beim Gehen verursacht und Grund genug für die Winzer, die Mattro Ziesel im biologischen Weinbau, anstelle schwerer Traktoren, einzusetzen. Dazu kommt natürlich auch hier die besondere ökologische Verantwortung, die dem elektrischen Antriebskonzept mit den PMS Motoren von Heinzmann den Vorzug gibt. (ud)

SPS IPC Drives 2013: Halle 4, Stand 135

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