Suchen

Leichtbau

Offenporiger Aluminiumguss erschließt neue Anwendungsfelder

| Redakteur: Dorothee Quitter

Mit dem Kokillenguss-Verfahren Opencore bietet das Technologieunternehmen Automoteam einen neuen Leichtbauwerkstoff für mechanische, akustische, thermische, strukturelle und dekorative Anwendungen.

Firmen zum Thema

Openpore Standardteil (oben) modifiziert im METAKER® -Verfahren (links) und nachträglich PVD beschichtet (rechts)
Openpore Standardteil (oben) modifiziert im METAKER® -Verfahren (links) und nachträglich PVD beschichtet (rechts)
(Bild: Automoteam)

Laut Automoteam lassen sich nach diesem Verfahren offenporige Aluminiumstrukturen in fast jeder Form, Größe und Porosität, auch teil-porös oder im Werkstoffverbund wirtschaftlich herstellen. Der Gussvorgang besteht aus vier Arbeitsschritten:

  • Befüllung der Kokille bis zu einem definierten Volumen mit NaCl-Salzgranulat
  • Weiteres Auffüllen der Form mit Aluminiumschmelze
  • Konventionelle, mechanische Bearbeitung des Formteils
  • Ausspülen des Salzes aus den Poren.

Mit einer Vielzahl an Parametern können die funktionalen Eigenschaften des Aluminium-Gussteils sehr genau vorbestimmt werden. Dazu zählen u.a. die flexibel anpassbare Durchlässigkeit des porösen Materials an unterschiedliche Anforderungen und die sehr hohe mechanische Stabilität des Gussgefüges im Vergleich zu herkömmlichen Technologien wie Metallschaum oder Sinterung. Die Hauptanwendungsgebiete von Opencore sind derzeit Filterbauteile für Fluide und Gase, mit denen Aluminium nicht reagiert. Darüber hinaus kann durch die Oberflächenmodifikation im Metaker-Verfahren die Korrosionsbeständigkeit erhöht werden, so dass z.B. die Substitution von Edelstahl möglich ist. (qui)

Das könnte Sie auch interessieren:

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45111880)