Standardisierung Normungsroadmap für Künstliche Intelligenz veröffentlicht

Redakteur: Katharina Juschkat

Ein neuer Leitfaden, veröffentlicht vom Deutschen Institut für Normung, der DKE und dem BMWi, gibt Handlungsempfehlungen, wie Künstliche Intelligenz standardisiert werden kann.

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Künstliche Intelligenz soll standardisiert werden, um Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken.
Künstliche Intelligenz soll standardisiert werden, um Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken.
(Bild: ©Alex - stock.adobe.com)

Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung wurde die Normungsroadmap KI vorgestellt, die Handlungsempfehlungen für die Normung und Standardisierung rund um Künstliche Intelligenz gibt. Hinter der 200-seitigen Roadmap stehen das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN), die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Weltweit erstes KI-Zertifizierungsprogramm entwickeln

Die Idee hinter den Handlungsempfehlungen ist es, die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft im internationalen Wettbewerb zu stärken. Auch wollen die Initiatoren eine innovationsfreundliche Umgebung schaffen.

Darüber hinaus raten die Experten, ein nationales Programm für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz („Trusted AI“) zu schaffen. Dadurch hätte Deutschland die Chance, ein weltweit erstes KI-Zertifizierungsprogramm zu entwickeln.

Seit Oktober 2019 haben 300 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft das Dokument gemeinsam entwickelt. Eine Steuerungsgruppe unter Vorsitz von Prof. Wolfgang Wahlster von der Plattform „Lernende Systeme“ hat die Erarbeitung koordiniert und begleitet.

Handlungsempfehlungen zügig umsetzen

Die neue Normungsroadmap hat in zentralen Themenbereichen einen Überblick erfasst, wo Deutschland bereits gut in der KI-Normung aufgestellt ist. Michael Teigeler, Geschäftsführer der DKE, freut sich auf die kommenden Aufgaben: „Jetzt gilt es, entlang der Empfehlungen gemeinsam aktiv zu werden.“

Christoph Winterhalter, Vorsitzender des Vorstandes von DIN, spricht sich für eine zügige Umsetzung aus: „Mit den Ergebnissen der Roadmap kann die Normungsarbeit beginnen. Jetzt müssen wir die Handlungsempfehlungen zügig umsetzen und konkrete Projekte auf den Weg bringen. Dazu laden wir interessierte Fachleute ein, mitzuwirken und ihr Wissen in die Normung einzubringen.“

Die Normungsroadmap KI soll künftig regelmäßig aktualisiert werden, um sich ändernde Anforderungen zu berücksichtigen.

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