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Steckverbinder Neuheiten rund um Rundsteckverbinder und Servo-Konfektionen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Intercontec zeigt auf der SPS IPC Drives 2016 Neuheiten rund um das Rundsteckverbinder-Portfolio. Dazu zählen die automatisiert herstellbaren Servo-Anschlussleitungen mit Stecksystem 4.Tec, die M12-Einkabel-Anschlusslösung für Verbindungen in der 630-V-Leistungsklasse sowie eine Erweiterung der Hybridsteckverbinder-Serie 723 Htec.

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Das Stecksystem 4.Tec ist nun – nach erfolgreichem Pilotprojekt – frei auf dem Markt erhältlich.
Das Stecksystem 4.Tec ist nun – nach erfolgreichem Pilotprojekt – frei auf dem Markt erhältlich.
(Bild: Intercontec)

Um Servo-Konfektionen automatisierbar gestalten zu können, überarbeitete Intercontec die Steckverbinder-Serie M23. Nun ist das neue Stecksystem 4.Tec frei auf dem Markt erhältlich.

Dabei handelt es sich um ein modulares Konzept, bei dem der Kunde den Automatisierungsgrad individuell selbst bestimmen kann. Einzelmodule wie beispielsweise die automatisierte Schirmanbindung lassen sich separat realisieren. Je nach benötigten Stückzahlen und Anforderungen an die Prozesssicherheit lässt sich der Grad der automatisierten Montage entsprechend selbst bestimmen.

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Neben der bereits verfügbaren Variante M23 6-polig, stehen ab Beginn des nächsten Jahres auch die gängigen 8- und 9-poligen Ausführungen zur Verfügung. „Der Vorteil ist eine enorme Zeitersparnis“, sagt Intercontec-Marketingleiter Siegfried Funk. „Allein die Automatisierung der Schirmanbindung verkürzt die Montagezeiten um rund 30 % und steigert die Prozesssicherheit auf 100 %.“ Gleichzeitig sollen sich in der patentierten Schirmanbindung die EMV-Eigenschaften auf in diesem Bereich bisher nicht erreichte Spitzenwerte verbessern.

Ortsunabhängig und ohne den Einsatz von Fachpersonal, sollen mit diesem neuen System jederzeit und überall auf der Welt Servo-Anschlussleitungen reproduzierbar in gleichbleibender Güte hergestellt werden können. Dabei ist das Stecksystem 4.Tec laut Hersteller bereits ab der Stückzahl 1 wirtschaftlich verarbeitbar.

M12 Speedtec speziell für kompakten Servoantrieb entwickelt

Eine weitere Neuheit, die Intercontec auf der diesjährigen SPS IPC Drives vorstellt ist die M12-Einkabel-Anschlusslösung für Verbindungen in der 630-V-Leistungsklasse.

Da Servo-Anwendungen immer kleiner werden, sind auch kompakte Komponenten gefragt. Den M12 Speedtec hat Intercontec speziell für einen kompakten Servoantrieb des Markführers konzipiert. Die M12-Einkabel-Anschlusslösung ist wie beim größeren System mit drehbaren Winkeleinbaudosen – abgewinkelte Motorsteckverbinder mit individuell einstellbaren Kabelabgangsrichtungen – ausgestattet. Der Speedtec-Sicherheitsschnellverschluss soll sich durch eine zuverlässige 360°-EMV-Schirmung, ein robustes Metallgehäuse mit Schutzleitergehäuseanbindung sowie konstant niedrigen Übergangswiderstand der Schutzleiter-Gehäuse-Anbindung auszeichnen. Dies soll den Verzicht auf die Schutzleiter-Kontaktierung im Motorgehäuse bei voller Gewährleistung der Norm-Konformität ermöglichen.

Das System ist ab Frühjahr 2017 in frei konfektionierbarer Ausführung verfügbar und für die Verwendung von Maschinen verarbeitbaren D-Sub-Kontakten mit variabler Verriegelung, Polzahl, Kontakten und Kabelklemmbereich ausgelegt. Gestartet wird mit einem 6-poligen (5 + PE) und einem 8-poligen (3 + PE + 4) Polbild. Eine Auslegung im automatisiert Maschinen verarbeitbaren Montagekonzept „4.Tec“ ist in Planung.

Hybridsteckverbinder-Serie erweitert

Außerdem zeigt Intercontec erstmals eine zusätzliche Bauform des Stecksystems Hybridsteckverbinder M23 Htec. Die Kunden haben ab sofort die Wahl zwischen einer geraden und einer abgewinkelten Variante des Kabelabgangs und können die individuelle Entscheidung flexibel je nach spezifischen Anforderungen vor Ort treffen. Die neue Einbaudose mit Dualgelenk ist in der ersten Achse 325° stufenlos orientierbar und in der zweiten Achse von gerade auf abgewinkelt um 80° schwenkbar.

Mit dem zusätzlichen Freiheitsgrad sollen sich Kabelabgänge dreidimensional auslegen lassen. Die dreidimensionale Einstellbarkeit ermöglicht bei beengten Platzverhältnissen in verwinkelten Anlagen oder Maschinenbetten eine steckbare Auslegung beinahe jeder Verbindung trotz Störkontur. (sh)

SPS IPC Drives 2016: Halle 10, Stand 210

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