Berechnung

Neuheiten für die Berechnung von Getrieben bis hin zu KI

| Redakteur: Monika Zwettler

Version 5.5 der Simulationsplattform FVA-Workbench beschleunigt Entwicklungsprozesse und ermöglicht noch detailliertere Berechnungsergebnisse.
Version 5.5 der Simulationsplattform FVA-Workbench beschleunigt Entwicklungsprozesse und ermöglicht noch detailliertere Berechnungsergebnisse. (Bild: FVA)

Hier stellen wir Ihnen vier aktuelle Produktneuheiten zum Thema Berechnung vor: Einfügewizards unterstützten jetzt bei der Getriebeentwicklung und Mathworks unterstützt beim Aufbau von KI-Wissen.

1. Einfüge-Wizards unterstützen Nutzer bei der Getriebeentwicklung

Schneller, besser, nutzerfreundlicher: Die neue Version FVA-Workbench 5.5 der Simulationsplattform für Getriebesysteme soll Entwicklungsprozesse durch Einfüge-Wizards weiter beschleunigen und noch detailliertere Berechnungsergebnisse ermöglichen. Nutzer können in kurzer Zeit einzelne Getriebekomponenten bis hin zu Gesamtsystemen auslegen. Während der Berechnung schlagen Einfüge-Wizards automatisch passende Werte vor, die manuell angepasst werden können. So lassen sich jetzt komplexe Planetenstufen blitzschnell modellieren, so der Hersteller. Für verschiedene Bauformen (z.B. Ravigneaux- und Wolfromsätze) kann der Anwender in kurzer Zeit ein sehr komplexes Planetengetriebe modellieren – angefangen von der Berücksichtigung der Einbaubedingung bis hin zur automatisierten Berechnung der abhängigen Größen.

Die Neuheiten im Überblick:

Anwendertreff IndustriegetriebeDas Getriebe ist als mechanische Komponente elementarer Bestandteil im Antriebsstrang. Wie man das richtige Getriebe auswählt und wie die Integration fehlerfrei funktioniert, zeigt unser Anwendertreff Industriegetriebe.
Mehr Informationen: Anwendertreff Industriegetriebe

2. Neuer Stahl für Zahnräder integriert

GWJ Technology integriert Stähle des Unternehmens Ovako aus Schweden. Ovako ist Hersteller von Engineering-Stählen u.a. für die Wälzlager- und Verzahnungsindustrie. In enger Abstimmung mit Ovako hat GWJ die beiden hochreinen Stähle 159X und 159Q in seine Verzahnungsmodule für Stirnräder implementiert. Beide Stähle basieren auf dem Einsatzstahl 18CrNiMo7-6. Aufgrund deutlich geringerer Verunreinigungen weisen sie modifizierte Wöhlerkurven auf. Im statischen Bereich sind sie also vergleichbar mit dem 18CrNiMo7-6. Im Dauerfestigkeitsbereich bietet 159Q jedoch eine um ca. 30 % höhere Leistungsfähigkeit für die Flankentragfähigkeit und eine um 60 % höhere Festigkeit für die Zahnfußtragfähigkeit.

3. Mathworks unterstützt Ingenieure beim Aufbau von KI-Kompetenz

Mathworks hat das Release 2019a von Matlab und Simulink vorgestellt. Das Release umfasst Verbesserungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Signalverarbeitung und statische Analysen sowie neue Funktionen und Bugfixes in allen Produktfamilien,. Mit R2019a wird die Reinforcement Learning Toolbox eingeführt, die den Matlab-Workflow für KI weiter verbessert. Die Toolbox unterstützt eine Art von Machine Learning, mit der ein „Agent“ durch wiederholte Trial-and-Error-Interaktionen trainiert wird. „Eine der größten Herausforderungen im Bereich KI auf dem Weg vom Hype zur Produktion besteht darin, dass Unternehmen ‚KI-Experten‘ einstellen und anschließend versuchen, ihnen Ingenieurkenntnisse beizubringen. Dagegen unterstützt Mathworks mit R2019a Ingenieure darin, ihre KI-Kompetenz zu erweitern – sei es für die Entwicklung von Steuerungen und Entscheidungssystemen mit Reinforcement Learning, das Trainieren von Deep-Learning-Modellen oder die Anwendung von Deep Learning auf 3D-Daten“, so David Rich, Matlab Marketing Director bei Mathworks.

4. Kostenfreie Software für Multiskalen-Probleme

An der TU Wien steht nun das Programmpaket „NG Solve“ zur Verfügung, das mit stets aktualisierten Algorithmen auf dem neuesten Stand der mathematischen Forschung ist, optimiert für Parallelisierbarkeit und einsetzbar für die Lösung physikalisch komplizierter Multiskalen-Probleme, heißt es. NG Solve wird gratis zur Verfügung gestellt, das Team um Prof. Dr. Joachim Schöberl am Institut für Analysis and Scientific Computing der TU Wien, bietet Unternehmen Unterstützung, die NG-Solve-Methoden für komplizierte Anwendungen nutzen und mit ihren eigenen Tools kombinieren möchten. Besonderes Augenmerk wurde auf die Parallelisierbarkeit der Algorithmen gelegt: Bei wissenschaftlichen Großcomputern werden oft tausende Prozessorkerne genutzt. Das funktioniert aber nur dann gut, wenn die Software perfekt darauf ausgelegt ist, die Rechenaufgaben in Portionen zu zerlegen, die dann gleichzeitig gelöst werden können.

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