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Die Entscheidung, IHXT mit einem vorkonfektionierten Hybridkabel direkt im Kasten des Wechselrichter auf dem Motor anzuschließen, fiel bei AMK aus einem schlagkräftigen Grund heraus: Die Steckerkosten sind bei Antrieben kleiner Leistung unverhältnismäßig hoch. „Wir wollen mit der dezentralen Technik Geld bei der Installation sparen und diesen Effekt nicht gleich wieder mit teuren Steckern zunichte machen“, bringt es Gerd Fecher auf den Punkt. Erfahrungen zeigen, dass in diesem Leistungsbereich die Systemstecker rund ein Drittel der Kosten des Gesamtantriebs einnehmen. Auch räumlich nehmen sie im Vergleich zu den Abmaßen eines Antriebs kleiner Leistung deutlich zu viel Platz ein.
Dicht bis IP65
Den Verzicht auf Hybridstecker konnte AMK mit einer im Detail ausgeklügelten Anschlusstechnik deutlich günstiger und Platz sparender in Schutzart IP65 realisieren. Die Kabeldurchführung in das Gehäuse des Wechselrichters ist mit einer besonderen Manschette mit Kupfereinlage abgedichtet. Dicht ist das Ganze auch in puncto EMV. „Die Antriebselektronik ist im Gehäuse unter der Anschlussplatine geschützt gekapselt, was letztlich die hohe Störfestigkeit sicherstellt“, macht Fecher deutlich. „Wir brauchen für die Installation marginal länger als mit teuren Steckern, die häufig auch noch stören, wenn es wirklich eng wird.“
Argumente in Richtung „schnellerer Motorentausch bei Störungen“ lassen die Schwaben ebenfalls nicht gelten, weil Motorenwechsel in der täglichen Betriebspraxis ein höchst seltenes Ereignis sind und meist dann auch noch im Zuge von größeren Umrüstungen erfolgen. Viel wichtiger sei bei der Anschlusstechnik alles zu tun, um die Erstinstallation so einfach und platzsparend wie nur möglich zu machen. AMK macht die neuen dezentralen IHXT-Servoantriebe vor diesem Hintergrund deshalb fit für die Hybridkabelanschlusstechnik. Das Ganze ist noch kombiniert mit komfortablen Durchschleifmöglichkeiten.
Auf diese Weise gehören Sternverdrahtungen einzelner Antriebe aus dem Schaltschrank heraus der Vergangenheit an. Die dezentrale Lösung erhält seine Leistung direkt vom zentralen oder dezentralen Gleichrichter. Der Gleichstrom wird dann per DC-Bus über das Hybridkabel von einem zum anderen Antrieb durchgeschleift. Mit im Mantel befindet sich auch die Ethernet-Kommunikation, bei der AMK Ether-Cat favorisiert. Wie viele Antriebe sich auf diese Weise hintereinander schalten lassen, hängt vom Leistungsbedarf des Verbundes und der Einspeiseleistung ab. „Wenn Achsen in einer Anlage zeitversetzt arbeiten, können das schon mal 40 Antriebe an einem Strang sein“, erklärt Gerd Fecher.
Dieser schlanke Aufbau bringt neben den direkten Vorteilen in puncto Platz, Kosten und Installationszeit auch noch weiteren mittelbaren Nutzen mit sich. Weil die Kabelmassen um bis zu 80 % abschmelzen, fallen Schleppketten deutlich filigraner und leichter aus. Damit müssen bei der Antriebsauslegung geringere Eigenmassen berücksichtigt werden, die von den Achsen schließlich mit zu bewegen sind zum Beispiel bei mitfahrenden Achsen in Portalsystemen.
Steckerklemmen sammeln Pluspunkte
Mit einfachen Steckerklemmen im Gehäuse des Wechselrichters bekommt die dezentrale Servotechnik einen weiteren Pluspunkt bei der Wirtschaftlichkeit. Gerade bei kleinen Leistungen schlagen Steckverbindungen mit Stecker und Buchse im Vergleich zu den eigentlichen Antriebskosten überproportional zu Buche. AMK ist es mit der neuen Baureihe IHXT-gelungen, Anschlussfreundlichkeit und niedrige Installationskosten auf einfache wie effektive Weise miteinander zu kombinieren. (ud)
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* Jürgen Rapp ist Leiter technisches Marketing bei der AMK Arnold Müller GmbH & Co.KG
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