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Feldkommunikation Neue Telematikeinheiten mit hoher Rechenleistung und Speicherkapazität

| Redakteur: Jan Vollmuth

Liebherr hat sein neues Telematik-Portfolio für mobile Arbeitsmaschinen präsentiert. Es besteht aus den Mobile Communication Gateways und dem Mobile Telematics Gateway. Sie sollen mobile Arbeitsmaschinen vernetzen und deren Integration ins Internet der Dinge ermöglichen.

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Das neue Mobile Communication Gateway: Liebherr verspricht hohe Speicher- und Rechenkapazität, auch für sicherheitsrelevante Anwendungen.
Das neue Mobile Communication Gateway: Liebherr verspricht hohe Speicher- und Rechenkapazität, auch für sicherheitsrelevante Anwendungen.
(Bild: Liebherr)

Mit bis zu 64 GByte Flash-Speicher können die Telematikeinheiten von Liebherr große Datenmengen sammeln. Eine hohe Rechenleistung sowie bis zu 4 GB Arbeitsspeicher sollen zudem eine direkte und lokale Verarbeitung der Daten auf dem Gerät ermöglichen, noch bevor diese weitergeleitet werden. Dadurch kann der OEM die Systemarchitektur der Maschine flexibler gestalten, so Liebherr.

Offene Software-Umgebung

Neben Positionsbestimmung und Datentransfer unterstützt das Liebherr-Portfolio auch die Umsetzung von prozessorientierten Applikationen. Basierend auf Linux bietet die offene Softwareumgebung viel Freiraum für die Ideen des Maschinenherstellers, meint das Unternehmen.

Um sensible Daten vor unautorisiertem Fremdzugriff sowie Manipulation zuverlässig zu schützen, sind die Telematikeinheiten von Liebherr mit einer 256-Bit-Verschlüsselung ausgestattet. Das umfasst den Boot- und Updatemechanismus, die Kommunikation sowie das File-System.

Die Mobile Communication Gateways sind mit Safety-Mechanismen nach aktuellen Standards, beispielsweise nach ISO 13849 und ISO 25119, ausgestattet. Dadurch eignen sie sich auch für sicherheitsrelevante Anwendungen bis Performance Level c.

Mehrere Maschinen koordinieren

Die hohe Rechenkapazität der Telematikeinheiten soll auch eine präzise Koordination von mehreren Maschinen erlauben. Dadurch könne beispielsweise eine elektronische Deichsel umgesetzt werden, so Liebherr. Die schnelle Kommunikation soll auch das sichere Bewegen von Lasten mit mehreren Maschinen gleichzeitig ermöglichen. Ebenso sei die Synchronisation der Maschine mit einer Drohne möglich.

Das Telematik-Portfolio ist mit zahlreichen Kommunikationsschnittstellen ausgestattet. Neben allen verfügbaren Mobilfunkstandards stehen auch WLAN und Bluetooth zur Verfügung. Zusätzlich können die Telematikeinheiten über CAN-, Ethernet- oder RS232-Schnittstellen mit anderen Geräten verbunden werden.

Liebherr garantiert eine jahrelange Verfügbarkeit seiner Produkte, was die Investitionen des Maschinenherstellers schützen soll. Ein aktives Life-Cycle-Management gewährleistet die zyklische technologische Weiterentwicklung der Telematikeinheiten, so das Unternehmen, damit die Kommunikationsinfrastruktur der Maschine stets aktuell bleibt – auch in Sachen Sicherheit. Form-Fit-Function wiederum soll für einen störungsfreien Hardwareaustausch sorgen. (jv)

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