Kunststoffqualität Neue Prüfmethode! So lange halten Kunststoffteile aus Rezyklat

Quelle: Pressemitteilung des Fraunhofer LBF

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Auch Bauteile aus recyceltem Kunststoff müssen sicher und zuverlässig ihre Funktion erfüllen. Ob das wirklich klappt, kann jetzt viel besser beurteilt werden.

Eine Probe aus recyceltem Kunststoff wird auf ihre Einsatzfähigkeit per Zugtest geprüft. Was mit frischem Material klappt, muss nicht unbedingt für Komponenten aus Rezyklat gelten. Mit einer neuen Prüfmethode kann man die Lebensdauer derselben jetzt aber gut abschätzen.
Eine Probe aus recyceltem Kunststoff wird auf ihre Einsatzfähigkeit per Zugtest geprüft. Was mit frischem Material klappt, muss nicht unbedingt für Komponenten aus Rezyklat gelten. Mit einer neuen Prüfmethode kann man die Lebensdauer derselben jetzt aber gut abschätzen.
(Bild: LBF)

Rezyklate sind bekanntlich Rohstoffe, die aus ausgedienten Bauteilen hergestellt werden. Das klappt bei thermoplastischen, also immer wieder schmelzbaren, molekular nicht vernetzten, Kunststoffen ziemlich gut. Mittlerweile finden sich in immer mehr Produkten aus recyceltem Kunststoff im täglichen Leben, heißt es weiter. Ob diese Werkstoffe aber auch für anspruchsvolle, hochbelastete Bauteile taugen, erforschen Wissenschaftler nun am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF.

Zuverlässige Kunststoffteile aus Rezyklat sind nachhaltig

Am LBF entstehen dazu eigenschaftsoptimierte technische Produkte, die zuverlässig sind, die Nachhaltigkeit unterstützen sowie effizient und bezahlbar hergestellt werden können, wie es weiter heißt. Die Expertise liege in der kompletten Materialentwicklung von Rezyklaten. Die Wertschöpfungskette wird dabei vom Mahlgut über dessen Additivierung, also die Zugabe diverser Komponenten zur Eigenschaftsanpassung, bis hin zur Grenzflächenbetrachtung, Analytik und Materialcharakterisierung betrachtet. Auch die Lebensdauerabschätzung und schließlich die Bauteilfreigabe gehören deshalb dazu. Durch geeignete Methoden der Prüfung und Analyse haben die Forscher jetzt die notwendigen Parameter für die zuverlässige Absicherung der Lebensdauer von Kunststoffrezyklaten abgeleitet.

Blick auf die Prüfeinrichtung, mit der am Fraunhofer LBF Materialproben aus Kunststoffrezyklat, genauer gesagt, aus Polypropylen, auf ihre Einsatzfähigkeit hin untersucht werden.
Blick auf die Prüfeinrichtung, mit der am Fraunhofer LBF Materialproben aus Kunststoffrezyklat, genauer gesagt, aus Polypropylen, auf ihre Einsatzfähigkeit hin untersucht werden.
(Bild: Fraunhofer LBF / U. Raapke)

Das Ganze basiere auf einer neuen Materialrezeptur, mit der man einsatzfähige, komplexe Bauteile für sogenannte Weißware aus Rezyklat spritzgießen kann. Damit werde bei jedem Kilogramm eingesetztes Rezyklat aus Polypropylen (PP) circa 1,5 Kilogramm CO2 eingespart. Der zentrale Leitgedanke einer effizienten und umweltschonenden Ressourcennutzung mit der Forderung, so wenig Treibhausgase wie möglich zu emittieren, sei für Bauteile aus Kuststoffrezyklat damit erfüllt.

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