3D-Scanner

NASA erschafft mit 3D Scanning Technologie hybride Realität

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Eine Laser-Radar-Pistole wird derzeit für künftige Marsmissionen entwickelt, die Röntgenstrahlen verwendet, um Gesteins- und Bodenzusammensetzungen zu bestimmen.
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Eine Laser-Radar-Pistole wird derzeit für künftige Marsmissionen entwickelt, die Röntgenstrahlen verwendet, um Gesteins- und Bodenzusammensetzungen zu bestimmen. (Bild: Artec 3D)

Ingenieure des Hybrid Reality Lab der NASA können mit dem 3D-Scanner Artec Space Spider Werkzeuge, die im All genutzt werden, scannen.

2015 gründete die NASA das Hybrid Reality Lab, um kommerzielle Virtual-Reality-Technologien mit gescannten 3D-Objekten zu kombinieren (Ortung eines Objekts im dreidimensionalen Raum mit Hilfe einer Technik zum Tracken von Objekten). Das Ziel war es, realistische Visualisierungen und taktiles Feedback zu schaffen, was ein bedeutend echteres Gefühl des Eintauchens in die virtuelle Umgebung ermöglicht. Das Labor verwendet spezialangefertigte Headsets und benutzerdefinierte VR-Rendering-Software, mit der Schulungsumgebungen für die Nutzer erstellt werden.

Fühlen, wie im Gravitationsfeld des Mondes

Ein wichtiges Ziel ist es, reduzierte Schwerkraft und das Gefühl taktilen Feedbacks zu simulieren. Im Moment arbeitet eine Zweigstelle am Johnson Space Center an der Fertigstellung des sogenannten „Response Gravity Offload System“, auch Argos genannt.

„Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine intelligente Haltevorrichtung, die am Rücken befestigt wird, Körpergewicht reduziert und die Dynamik in vertikaler und horizontaler Richtung reguliert. Auf diese Weise fühlt es sich für die Astronauten an, als ob sie sich im Gravitationsfeld des Monds, des Mars, im Mikrogravitationsfeld oder irgendwo dazwischen befinden“, erzählt Matthew Noyes, führender Softwareentwickler am Hybrid Reality and Advanced Operational Concepts Lab der NASA.

Virtual Reality wurde mit dem Argos-System zusammengeführt, sodass sich der Nutzer über die geschaffene dreidimensionale Welt in der International Space Station (ISS) bewegen kann. Und die ISS bewegt sich innerhalb des virtuellen Headsets um ihn herum.

Eine Reihe von Anwendungen wurde bereits erstellt, um das Potential der Hybrid-Realität vorzuführen. Die International Space Station war das erste Versuchsobjekt. Entstanden ist eine dynamische Simulation der meisten internen Module, in denen sich die Astronauten aufhalten.

Mit anderen Nutzern im virtuellem Raum üben

Die Benutzer können zusammen mit anderen Nutzern in der virtuellen Realität üben. Dies bedeutet auch, dass sie zusammenarbeiten können, selbst wenn sie sich auf völlig unterschiedlichen Teilen der Erde befinden. Zudem eröffnet sich die Möglichkeit, ein breiteres Publikum auf die Übungen aufmerksam zu machen, da sich nun Privatpersonen zu Hause mit ihrem eigenen Headset in einen Server einloggen und den Astronauten in Echtzeit bei ihrem Training zusehen können. Dies erzeugt bedeutend mehr Faszination als mit dem regulären NASA-TV möglich ist.

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