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Nachhaltige Verpackungen aus Gras herstellen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Papier statt Plastik: Der Verpackungshersteller Constantia Flexibles arbeitet zur Zeit an einer nachhaltigen Verpackung aus Gras und Zellstoff, die Plastikverpackungen – z.B. von Lebensmitteln – ersetzen soll.

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Die neue Verpackung besteht zu 40% aus Gras und zu 60% aus Zellstoff.
Die neue Verpackung besteht zu 40% aus Gras und zu 60% aus Zellstoff.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Eine Verpackung aus Gras, die ohne den Einsatz von Bleiche oder anderen chemischen Behandlungen und mit geringem Wasserverbrauch hergestellt wird, soll eine nachhaltige Alternative zu Plastikverpackungen sein. Das testet zur Zeit der Hersteller für flexible Verpackungen, Constantia Flexibles.

Graspapier für Schokolade

„Wir arbeiten stetig daran, umweltschonende Verpackungen zu entwickeln. Mit Gras verwenden wir eine Ressource, die nachwächst und recyclebar ist“, erklärt Stefan Grote, Leiter der Constantia Flexibles Food Division. Die Grasverpackung soll laut Grote auch für Nahrungsmittel, z.B. Schokolade, eingesetzt werden können.

Graspapier besteht zu 40 % aus sonnengetrocknetem Gras und zu 60 % aus FSC-zertifiziertem Zellstoff, das heißt aus 100 % nachwachsenden, recyclebaren Rohstoffen. Das Naturgraspapier wird von Constantia Flexibles mittels Barriere zum Verpackungsmaterial veredelt, um den spezifischen Anforderungen an Verpackungen – wie Aromadichtigkeit – gerecht zu werden. Dabei gilt es auch, die Natürlichkeit des Materials zu erhalten.

Kostengünstige Alternative zu Plastik

Das Material will in vielen Punkten den Nerv der Zeit treffen und unterscheidet sich von anderen Verpackungsmaterialien: „Zunächst wäre da das optische und haptische Erlebnis. Daraus ergeben sich für unsere Kunden auch im Bereich Marketing zahlreiche Möglichkeiten für eine zeitgemäße Positionierung“, erklärt Grote.

Auch mit bestehenden Maschinen wird mit Naturgraspapier die gewohnte Produktivität erreicht. Zudem erweist sich das Material als kostengünstige Alternative zu Kunststoffmaterialien. „Ein ielversprechendes und zukunftsweisendes Material“, meint Grote.

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