Leitfaden Nachhaltige Produktentwicklung mit der Lebenszyklusanalyse

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Protolabs und Design Council haben einen Leitfaden veröffentlicht, der beleuchtet, wie die Lebenszyklusanalyse zu einer nachhaltigeren Produktentwicklung beitragen kann. Außerdem enthält er zehn Tipps für Designer, Konstrukteure und Entwickler.

Mithilfe einer Lebenyzyklusanalyse oder auch Ökobilanzierung können Umweltauswirkungen von Produkten und Prozessen erfasst und reduziert werden. Ein neuer Leitfaden will Konstrukteure dabei unterstützen.
Mithilfe einer Lebenyzyklusanalyse oder auch Ökobilanzierung können Umweltauswirkungen von Produkten und Prozessen erfasst und reduziert werden. Ein neuer Leitfaden will Konstrukteure dabei unterstützen.
(Bild: Protolabs)

Klimawandel, Energiekrise und Ressourcenknappheit: Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Konstrukteure und Entwickler im Maschinenbau können einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Aus diesem Grund haben Protolabs und Design Council gemeinsam einen Leitfaden erarbeitet, der zeigt, wie die Lebenszyklusanalyse zu einer nachhaltigeren Produktentwicklung beitragen kann.

Produktentwicklung muss eine entscheidende Rolle in einer nachhaltigeren Zukunft spielen. Produktdesigner und Ingenieure sollten das herzustellende Produkt nicht isoliert betrachten, sondern als Teil eines größeren Systems – und dabei nicht nur auf wirtschaftliche Umstände achten, sondern auch den sozialen und ökologischen Einfluss der jeweils getroffenen Entscheidungen im Blick behalten.

Cat Drew, Chief Design Officer bei Design Council

Wie der Leitfaden entstanden ist

Basis des Leitfadens ist ein Workshop für Entwickler und Designer, der auf dem Design for Planet Festival von Design Council im November 2021 veranstaltet wurde. Inhalt des Workshops war, wie mithilfe von Lebenszyklusanalysen nachhaltigere Produkte und Lösungen entstehen können.

Im Rahmen der Veranstaltung und des Workshops bot sich einer Reihe von Konstrukteuren und Produktentwicklern die Möglichkeit, gemeinsame Probleme und Herausforderungen von Produktdesignern und Ingenieuren zu identifizieren sowie einige praktische Lösungsansätze zu diskutieren.

Was ist eine Lebenszyklusanalyse?

  • Eine Lebenszyklusanalyse („Life Cycle Assessment“, LCA), auch bekannt als Umweltbilanz oder Ökobilanz, ist eine Methode zur Analyse von Umweltwirkungen, bei der der gesamte Lebenszyklus eines Produkts oder einer Dienstleistung in die Analyse einbezogen wird: Angefangen bei der Beschaffung des Rohmaterials über Entwicklung und Fertigung, Vertrieb, Nutzung und Entsorgung am Ende der Lebensdauer.
  • Mithilfe einer Lebenszyklusanalyse lässt sich eine Vielzahl von Umweltauswirkungen erfassen, die direkt oder indirekt mit einem Produkt oder einer Dienstleistung verbunden sind.
  • Lebenszyklusanalyse ist eine Methodik mit mehreren Analysekriterien, es werden dabei also mehrere umweltbezogene Faktoren in die Analyse einbezogen.
  • Die Norm ISO 14044:2006 spezifiziert bestimmte Anforderungen und gibt Leitlinien für die Lebenszyklusanalyse.
Die Lebenszyklusanalyse ist ein Instrument, das Konstrukteure und Produktentwickler dabei unterstützt, ihre Entwürfe vom Konzept über den Materialeinsatz, Machbarkeitsanalysen bis hin zur endgültigen Lieferung zu überdenken und die Umweltauswirkungen zu bewerten.

Cat Drew

Was der Leitfaden enthält

  • Der Leitfaden fasst die gesammelten Erfahrungen der teilnehmenden Designer und Entwickler zusammen und will dabei unterstützen, nachhaltigere Lösungen zu verwirklichen. Es werden nicht nur einige der häufigsten Probleme aufgezeigt, sondern auch Lösungen aufgezeigt, um diese zu überwinden.
  • Der Leitfaden zeigt auf, warum eine LCA essenziell und unabdingbar ist. Außerdem gibt er praktische Möglichkeiten an die Hand, wie Designer die Reduzierung, Wiederverwendung und -verwertung innerhalb der Lieferketten verbessern und mit lokalen Partnern zusammenarbeiten können, um Materialien im Kreislauf zu halten.
  • Dabei beinhaltet der Leitfaden Informationen zur Lebenszyklusanalyse und enthält zehn praktische Tipps für Produktentwickler sowie eine Analyse häufiger Probleme und Lösungen für ein nachhaltiges Produktdesign.

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Zehn Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung

  • 1. Stellen Sie sicher, dass die Erde in den Konstruktions- oder Designauftrag einbezogen wird.
  • 2. „Reduzieren, wiederverwenden, recyceln“ ist ein wichtiger Grundsatz. Zunächst sollte aber die Frage beantwortet werden, ob das zu entwickelnde Produkt überhaupt hergestellt werden muss.
  • 3. Die Materialien und die Optimierung des Materialeinsatz für Produkt und Verpackung müssen sorgfältig gewählt werden.
  • 4. Analysieren Sie, wo am meisten Energie benötigt wird und wo der meiste Abfall anfällt.
  • 5. Die gesamte Lieferkette und Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten müssen betrachtet werden, um Abfall reduzieren und Materialien sektorübergreifend wiederverwenden zu können.
  • 6. Energiequellen und Lieferketten analysieren und wo immer möglich auf Lokalisierung setzen.
  • 7. Schaffung von Lagermöglichkeiten zur Abfallvermeidung und zur Unterstützung bei der Demontage und Wiederverwendung.
  • 8. Produktion vor Ort ermöglichen.
  • 9. Design für das Ende der Lebensdauer und Demontage beachten, um Kreislaufwirtschaft und Regeneration zu ermöglichen.
  • 10. Wissenstransfer: Teilen Sie, was funktioniert und was nicht, damit alle gemeinsam lernen können.
Zum Download des Leitfadens.
Unser Leitfaden unterstützt Konstrukteure bei ihren Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit. Er fasst praktisches Wissen zusammen, damit Interessierte dieses im Rahmen ihrer eigenen Produktentwicklung einsetzen können.

Florian Matt, Sales Director CER, Protolabs

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