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Hydraulikkomponenten

Nachfrage an hydraulischen Rohrverschraubungen erfordert Fertigungsvergrößerung

| Autor/ Redakteur: Stefanie Michel / Bernhard Richter

Nachdem der Hydraulikanbieter Stauff zu Beginn des Jahres erst das gemeinsame Logistikzentrum mit Voswinkel eröffnet hat, geht nun eine Rundtaktmaschine für Verschraubungen am Hauptsitz in Werdohl in Betrieb.

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Mithilfe neuer Maschine sollen jährlich rund 1,5 Mio. Winkelverschraubungen, T-Verschraubungen und Kreuzstücke weitgehend automatisiert auf Basis von Schmiederohlingen hergestellt werden können.
Mithilfe neuer Maschine sollen jährlich rund 1,5 Mio. Winkelverschraubungen, T-Verschraubungen und Kreuzstücke weitgehend automatisiert auf Basis von Schmiederohlingen hergestellt werden können.
(Bild: Walter Stauffenberg)

Das Unternehmen reagiert damit auf die große Nachfrage nach dem hauseigenen Rohrverschraubungsprogramm Stauff Connect und will – auch im Zusammenhang mit dem Logistikzentrum – die Verfügbarkeit der Bauteile weiter erhöhen. Mithilfe der neuen Maschine sollen jährlich rund 1,5 Mio. Winkelverschraubungen, T-Verschraubungen und Kreuzstücke weitgehend automatisiert auf Basis von Schmiederohlingen hergestellt werden können.

Zeitnah wurde eine zweite Rundtaktmaschine für die Verarbeitung von Stangenmaterial in Werdohl in Betrieb genommen. Mit beiden Anlagen kann Stauff dann in diesem Jahr seine Fertigungskapazitäten von 10 Mio. auf 15 Mio. Teile erhöhen. Dafür investierte das Unternehmen insgesamt 6,2 Mio. Euro.

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Qualität und Verfügbarkeit der Hydraulikkomponenten sichern

Doch Stauff baut nicht nur die eigenen Fertigungskapazitäten aus, auch so einfache Produkte wie Verschraubungen und Schellen sollen trotz Konkurrenz aus Asien erfolgreich am heimischen Markt sein. Dazu gehört zum einen die Qualifikation der Mitarbeiter, zum anderen aber auch die konstante Qualität der Produkte und die Verfügbarkeit. „Wir sind eigentlich ‚nur’ ein C-Teile-Hersteller. Das heißt, die Produkte müssen einfach immer vorhanden und immer gut sein “, sagt Geschäftsführer Jörg Deutz.

Was die Qualität betrifft, hat man inzwischen fast alle Produkte auf Zink-Nickel-Beschichtung umgestellt. Das ist zwar etwas teurer, doch dafür erhält der Kunde einen hohen Korrosionsschutz. Ein auf solche Beschichtungen spezialisierter Galvanik-Dienstleister, das Unternehmen Muschert + Giese, befindet sich ganz in der Nähe des Firmensitzes, sodass enge Absprachen und kurze Wege möglich sind.

Hauseigene Logistik wurde aufgestockt

Solche kurzen Wege können entscheidend sein, wenn man auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig und lieferfähig sein will. „Wir haben uns in allen Schritten, die unseren Kunden kurze Lieferzeiten garantieren, rechtzeitig auf die weiter wachsende Nachfrage vorbereitet“, so der für die Produktion zuständige Geschäftsführer Carsten Krenz.

Konsequenterweise geht die Steigerung der Produktionskapazitäten Hand in Hand mit dem Ausbau von Lagerflächen und Logistik. Im vergangenen Jahr wurden im automatisierten Logistikzentrum Neuenrade, in unmittelbarer Nähe zur Produktionsstätte in Werdohl, die Behälterstellplätze auf mehr als 55.000 aufgestockt, die Palettenstellplätze auf mehr als 10.500. Zudem ist das Werk beziehungsweise Stauff als „behördlich anerkannter Bekannter Versender“ für Luftfracht zertifiziert, um Zeit beim globalen Versand der Stauff-Produkte zu sparen. Damit will das Unternehmen seinem Anspruch als global agierender Mittelständler gerecht werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Schwestern-Portal Maschinenmarkt.

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