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Schweißen Moderne Absaug- und Filtertechnik sorgt für Energieeffizienz

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Kemper hat die Halle der Teutloff-Schulung und Schweißtechnischen Bildung in Calbe mit einer modernen Absaug- und Filtertechnik ausgestattet. Gleich mehrere füge- und schneidtechnische Verfahren sind gleichzeitig möglich.

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Die Schweißtische verfügen über eine Stahlblechauflage mit Schamottplatten für die Flachschweißung und ein Stabeisenrost für die Tiefenschweißung. Eine Zwangslagenschweißvorrichtung ist in allen Tischen integriert.
Die Schweißtische verfügen über eine Stahlblechauflage mit Schamottplatten für die Flachschweißung und ein Stabeisenrost für die Tiefenschweißung. Eine Zwangslagenschweißvorrichtung ist in allen Tischen integriert.
(Bild: Kemper )

Entstanden ist eine der modernsten DVS-Kursstätten der Region. Grund dafür ist auch die moderne Technik zur Luftreinhaltung in der modernisierten Bildungsstätte im Industriepark Calbe bei Schönebeck in Sachsen-Anhalt. Selbst die Schweißkabinen entsprechen einem Standard, der über das Übliche hinausgeht. Durch die Modernisierung überholte der Betreiber, die Teutloff-Schulung und Schweißtechnische Bildung gGmbH, die bisherige Ausstattung. Die Schweißlehrausstattung war veraltet. Das Werkstattlayout passte nicht mehr zu den Anforderungen moderner schweißtechnischer Verfahren. Teutloff entschied sich für eine Rekonstruktion der bestehenden Halle. Seit Juni vergangenen Jahres baute die Gesellschaft die alte Kursstätte bis zum Jahresende von Grund auf um und investierte 600.000 Euro in den Bildungsstandort.

DVS-Zertifizierung dank hoher Arbeitsschutzstandards

„Dass wir unseren Teilnehmern hier vor Ort alle Möglichkeiten bieten können, jegliche Materialien und nach allen gängigen Verfahren zu schweißen, ist auch der Verdienst der modernen Luftreinhaltung“, sagt Wilfried Fülle, Gesellschafter von Teutloff. Auch bedingt durch die hohen Standards bei der Absaug- und Filtertechnik erhielt die Bildungsstätte das Zertifikat als DVS-Ausbildungsbetrieb. Im Zuge der Modernisierung suchte die Gesellschaft einen Partner bei der Entwicklung eines effizienten Konzeptes für die Luftreinhaltung. Mit Kemper schloss sich der Bildungsträger mit einem erfahrenen Hersteller von Absaug- und Filtertechnik für die metallverarbeitende Industrie zusammen. Von der Konzeption über die Anlagenplanung bis zur Montage realisierte das Familienunternehmen aus dem westfälischen Vreden die Luftreinhaltung für die neue Bildungsstätte.

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Im Zentrum der Luftreinhaltung steht die Absaug- und Filteranlage System 9000. Um Platz in der Halle zu sparen, montierte Kemper die Anlage in Wetterschutzausführung außerhalb der Halle. Außerdem bleiben die ohnehin geringen Geräuschemissionen komplett außerhalb der Halle – der integrierte Ventilator ist mit einer speziellen Schalldämmung ausgestattet. Weil ein zweites Terminal in der Halle integriert wurde, erfolgt die Bedienung durch die Schweißlehrer direkt aus der Halle.

Spezieller Membranfilter scheidet ultrafeine Staubpartikel ab

Mit bis zu 54.000 m³ Luftvolumen pro Stunde verfügt das System 9000 über eine enorme Absaugleistung. Über ein Rohrleitungssystem saugt die Filteranlage Schweißrauch und Staubpartikel an insgesamt 36 Arbeitsplätzen ab – zuvor bot die Lehrwerkstatt nur Raum für 20 Arbeitsplätze. Egal, ob an einem oder mehreren Arbeitsplätzen gearbeitet wird: Mithilfe eines Frequenzumrichters und pneumatischen Absperrschiebern, die alle Arbeitsplätze voneinander abtrennen, gelingt es der Anlage, die Saugleistung bedarfsabhängig zu regulieren. Der Unterdruck in der Rohrleitung bleibt dabei konstant, sodass es an einzelnen Schweißplätzen nicht zu Einschränkungen für die Schweißer kommt. Ein weiterer Vorteil der bedarfsabhängigen Regulierung: Sie ermöglicht Kosteneinsparungen durch sinkende Energiekosten. „Dadurch amortisieren sich auch qualitativ hochwertige Lösungen nach kürzester Zeit“, betont Björn Kemper, Geschäftsführer der Kemper GmbH.

Herzstück des innenliegenden Filters ist der innovative Kem-Tex E-PTFE-Membranfilter. Dieser befreit die Luft zu mehr als 99 Prozent von ultrafeinen Partikeln unter 0,4 μm – der Schweißrauch besteht zu 98,9 Prozent aus solchen Partikeln. Selbst Partikel mit nur 0,1 μm werden schon zu circa 92 Prozent abgeschieden. Mit der Kemper-Technik geht Teutloff über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus – nach DIN EN 60335 reicht ein Filter der Staubklasse M aus – und begegnet so frühzeitig möglichen weiteren Grenzwertverschärfungen. Erst kürzlich senkte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Grenzwert für alveolengängige Feinstäube, die bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen und sich dort ablagern, um 60 Prozent. „Die Auszubildenden können sich darauf verlassen, dass sie durch die Filtertechnik von Kemper gesundheitlich auf der sicheren Seite sind“, sagt Fülle.

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