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Produktentstehung Mobiles Fraunhofer-Labor unterstützt bei der Entwicklung komplexer technischer Systeme

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mit einem mobilen Labor will das Fraunhofer IAO kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg anhand von konkreten Anwendungsbeispielen demonstrieren, wie sie ihre Produkte schneller, besser und flexibler entwickeln können.

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Das Fraunhofer-IAO-Labor im mobilen Container macht die Entwicklung komplexer technischer Systeme erlebbar.
Das Fraunhofer-IAO-Labor im mobilen Container macht die Entwicklung komplexer technischer Systeme erlebbar.
(Bild: Taras Livyy - stock.adobe/filo, Poganka06 - iStock/Fraunhofer IAO)

Um vor allen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Baden-Württemberg die Potenziale der Digitalisierung anschaulich und anhand von konkreten Beispielen zu demonstrieren, macht das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO seine Forschung mobil und bringt diese direkt bei KMU vor Ort in die Anwendung. Ziel ist es, die Produktentstehung der kleinen und mittleren Unternehmen im Land auf die nächste Stufe zu heben. Dazu werden Ansätze des Advanced Systems Engineering (ASE) auch für kleinere Unternehmen anwendbar gemacht.

Im Fokus stehen:

  • die Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses und des Produkts selber,
  • die modellbasierte Vernetzung von Informationen,
  • die vernetzte sowie fach- und disziplinübergreifende Entwicklungsarbeit und

Hilfe zur Selbsthilfe

„Mithilfe des ASE können die Betriebe die neuen Herausforderungen für die Wirtschaft wie Digitalisierung, Transformation zur Industrie 4.0 oder auch die interdisziplinäre und unternehmensübergreifende Entwicklung von komplexen Systemen praktisch angehen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Bekanntgabe des Förderprojekts. In ersten kurzen Pilotprojekten sollen die Unternehmen an die Technologie des ASE herangeführt werden.

Die Methoden des ASE werden dabei in einem Labor transportabel gemacht, KMU vor Ort beraten und in die Technik eingewiesen. Das Labor wird in einen mobilen Container integriert, und kann so in ganz Baden-Württemberg vor Ort bei den Unternehmen betrieben werden. „Wir wollen nicht nur einen Impuls geben, was digital durchgängige Produktentstehung bewirken kann, sondern einzelne Unternehmen ganz konkret und individuell bei ihrem Einstieg in ihren Anwendungsfall unterstützen“, betont Prof. Oliver Riedel, Institutsleiter am Fraunhofer IAO. Um diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben, bleibe es nicht nur bei der Demonstration von Anwendungsbeispielen, sondern gehe es auch um die Qualifizierung der Mitarbeitenden vor Ort und um die konkrete Ableitung von Lösungen in so genannten Exploring Projects.

Smart Engineering Day

Die Digitalisierung der Produktion erfordert ein Umdenken in der Produktentwicklung. Der Smart Engineering Day bietet Entscheidungshilfen für die Auswahl der am besten geeigneten Methoden für Konzeption, Entwurf und Ausarbeitung von smarten Produkten und Maschinen.

Mehr Infos

Interessierte KMU können sich für Exploring Projects bewerben

Durch die Exploring Projects haben insbesondere Unternehmen und Start-ups, die bisher noch keine oder wenige Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt haben, die Chance, ihre Projektidee mit Unterstützung der Expertise und der Forschungsausstattung am Fraunhofer IAO in die Anwendung umzusetzen. Die Auswahl und Ausgestaltung der Exploring Projects folgt einem mehrstufigen Verfahren.

Interessierte Unternehmen können sich direkt mit den Fraunhofer–Expertinnen und -Experten in Verbindung setzen und Detailinformationen erfragen.

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