H2-Infrastruktur Mobile Wasserstofftankstelle löst das Henne-Ei-Problem

Von Dagmar Merger 1 min Lesedauer

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In Jever zeigt ein Pilotprojekt der DB Regio, wie mobile Tankstellen das Henne-Ei-Problem der Wasserstoffmobilität lösen: Solange die stationäre Tankstelle noch gebaut wird, tanken die sechs Brennstoffzellenbusse grünen H2 an einer mobilen Wasserstofftankstelle. Und sie sind dabei überraschend schnell.  

Tankstelle noch in Bau? Kein Problem: Die Brennstoffzellenbusse tanken solange an der mobilen Wasserstoff-Tankstelle. (Bild:  TTZ)
Tankstelle noch in Bau? Kein Problem: Die Brennstoffzellenbusse tanken solange an der mobilen Wasserstoff-Tankstelle.
(Bild: TTZ)

In Jever hat die Inbetriebnahme einer mobilen Wasserstofftankstelle den sofortigen Einsatz einer Brennstoffzellen-Flotte ermöglicht. Die DB-Regio-Tochter Weser-Ems-Bus betreibt dort seit Dezember 2025 sechs Wasserstoffbusse – während die geplante stationäre Infrastruktur erst im Laufe des Jahrs 2026 fertiggestellt werden wird. Für Entwickler und Betriebsplaner liefert dieses Projekt eine entscheidende Erkenntnis: Mobile Systeme lösen das oft kritische Synchronisationsproblem zwischen Fahrzeugauslieferung und Anlagenbau.

Tankschlauch führt von der mobilen H2-Station zum Bus.
Die Wasserstofftankstelle arbeitet mit dem für Busse und Nutzfahrzeuge üblichen 350 bar Betriebsdruck.
(Bild: TTZ)

Die Forschungseinrichtung Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ) Bremerhaven stellt seine eigene mobile Wasserstofftankstelle zur Verfügung und begleitet die Einführung der Busflotte wissenschaftlich. Das Unternehmen Moviatec betreibt die Wasserstofftankstelle und sorgt für Explosionsschutz und Systemkontrollen. Vor der Inbetriebnahme der Tankstelle wurden verschiedene Betankungsszenarien auf Grundlage des erwarteten Wasserstoffbedarfs der Busse modelliert. Im realen Betrieb zeigt sich nun überraschend: Die Busse werden schneller betankt als in den Simulationen angenommen. Das System arbeitet zuverlässig mit einem Betriebsdruck von 350 bar. Lhyfe liefert dazu zertifizierten, grünen Wasserstoff (RFNBO) in Typ-IV-Containern an.

In enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Friesland konnten wir den Einsatz von Wasserstoffmobilität erproben und dabei wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln.

Daniel Marx, Geschäftsführer der Weser-Ems-Bus

Die Projektpartner feilen nun weiter an den Betankungsprozessen und analysieren die Verbrauchsdaten der Busse, bis die stationäre Wasserstofftankstelle im Jadeweserpark in Schortens im Laufe des Jahres 2026 ihren Betrieb aufnimmt.

Die Brennstoffzellenbusse bilden das öffentliche Nahverkehrsnetz ab Jever in der Region Ostfriesland (Niedersachsen). Daher arbeiteten die Unternehmen und die Forschungseinrichtung bei dem Projekt eng mit dem Landkreis Friesland als zuständigem Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr zusammen. 

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