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Elektromotoren vom Main – mit Erfolg
So technikbegeistert wie Johannes Oswald heute, war auch schon Karl Oswald, der schon fünf Jahre, nachdem in Miltenberg die ersten elektrischen Straßenlampen brannten sein Motorenwerk gründete. Der Firmengründer baute Motoren für die Industrie und Landwirtschaft der Region - und erfand nebenbei ein elektrisches Orgelgebläse, das erstmals in der Stadtpfarrkirche zum Einsatz kam und den Jahrhunderte alten Blasebalg ersetzte. 1921 verlagerte Eugen Oswald die Fertigung nach Miltenberg-Nord, weil es in der Innenstadt zu eng wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Motoren für Fähren gefragt, da viele Brücken über Main und Neckar zerstört waren. Bauernbenötigten meistens einen einzigen transportablen Motor für verschiedene transmissionsbetriebene Maschinen. Sie bezahlten die Anschaffung oder Reparatur oft in Naturalien. In den 50ern waren z.B. Motoren für Textilmaschinen gefragt, in den 70ern für Stapler, in den 80ern für Druck- und in den 90ern für Werkzeugmaschinen.
Die Hauptkunden haben über die Jahrzehnte, entsprechend der technische Antriebesentwicklung immer wieder gewechselt. sagt Johannes Oswald und ergänzt „Entscheidend waren gute, persönliche Kundenbeziehungen, die von der Technik geprägt und dem Willen zur kontinuierlichen Zusammenarbeit gekennzeichnet waren. Dabei verlassen sich unsere Kunden bis heute darauf, dass wir die für sie entwickelten Motoren an niemand anderen 1:1 weiterverkaufen. Damals wie heute bedienen wir Marktführer und Spezialfirmen aus dem Bereich Maschinenbau, Automotive und Energie, vor allem die, die innovativ genug sind, neueste Antriebstechniken einzusetzen. Fast alle unsere Kunden produzieren erfolgreich in Deutschland und sind Teil der deutschen Exportstärke.
Momentan laufen Oswald-Motoren zum Beispiel in Prüfständen, Hafenkränen, Schreddern und Pressen, Mischern und Schneidegeräten, Textil und Kunststoffmaschinen.
Rotatorische Direktantriebe erobern die Antriebstechnik.
Unsere gute Entwicklung ist vor allem das Verdienst unserer Mitarbeiter, so Johannes Oswald, die mit Mut, Engagement und Flexibilität technische Optimierungen verwirklichen. Lange baute man am Main regelbare Gleichstrom-Motoren. Passend für die aufkommenden Frequenzumrichter entwickelte Bernhard Oswald ab 1979 für den Kunden Indramat geregelte Drehstrom-Motoren, die zudem billiger und robuster waren. Eine wirkliche Revolution begann 1998 mit den ersten Torquemotoren, die nicht zuletzt durch den Einsatz seltener Erden kräftiger, leiser, und viel dynamischer sind als Asynchronmotoren.
Energiesparende Motoren vom Main sind gefragte Antriebe
Mit Spitzenwerten erobern solche Direktantriebe Stück für Stück Marktanteile in der Antriebstechnik. Die Torquemotoren sorgen dabei auch für deutliche Kosteneinsparung im Betrieb. Kundenmaschinen werden dynamischer, kompakter, vibrationsärmer und leiser. Wartungsintervalle fallen seltener an und die jährlichen Energiekosten der Betreiber sinken oft dramatisch. „In Nischenmärkte überzeugende Ideen und Produkte zu entwickeln, hat uns zu einem, für den Endanwender interessanten Anbieter der Antriebstechnik werden lassen. Qualität schafft Vertrauen. Ohne Vertrauen keine Kundentreue. Als mittelständisches High-Tech-Unternehmen müssen wir durch Leistung überzeugen. Leistung heißt, Ideen, Qualität und Zuverlässigkeit zu bieten“, erklärt der mittelständische Unternehmer.
* Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier. Chefredakteur konstruktionspraxis
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