3D-Maus

Mit zwei Händen zu mehr Effizienz

| Redakteur: Monika Zwettler

Im Zusammenspiel reduzieren eine 3D- und eine 2D-Maus die Beanspruchung und reduzieren die Klicks um bis zu 50 %.
Im Zusammenspiel reduzieren eine 3D- und eine 2D-Maus die Beanspruchung und reduzieren die Klicks um bis zu 50 %. (Bild: 3D Connexion)

3D Connexion, bekannt als Anbieter von 3D-Eingabegeräten, hat eine Desktopmaus auf den Markt gebracht – wir haben nachgefragt warum und welche Vorteile sich dem Konstrukteur dadurch eröffnen.

Herr Pascucci, wann und wie kam es zur Entwicklung der 3D-Mäuse?

Die Anfänge haben unsere 3D-Mäuse in der Raumfahrt. Für das Deutsche Luft und Raumfahrtinstitut war es enorm wichtig, eine neue Steuerungstechnik in der Robotik zu entwickeln. Die exakte Führung eines Roboterarms in der Schwerelosigkeit und das gleichzeitige Greifen, Drehen etc. konnte unmöglich über ein einhändiges Bedienelement gesteuert werden. 1993 wurde deshalb erstmals eine neuartige Technologie in der Weltraumfähre Columbia eingesetzt. Die Ausgliederung dieser zukunftsweisenden Technologie für den „irdischen“ Gebrauch war die Geburtsstunde unserer 3D-Navigationsgeräte.

Was macht eine 3D-Maus so interessant für den Konstrukteur?

Wer schon einmal versucht hat, mit nur einer Hand einen Apfel zu schälen, weiß, um wieviel schneller das mit beiden Händen geht. Wie im täglichen Leben ergänzen sich bei der Kombination von 2D- und 3D-Maus die rechte und die linke Hand perfekt. Mit der einen Hand haben die Anwender das Modell über ihre 3D-Maus praktisch in der Hand. Sie können es mit der 3D Connexion-Cap beliebig drehen, verschieben, vergrößern, verkleinern oder kippen. Die andere Hand übernimmt währenddessen mit der 2D-Maus das Auswählen und Bearbeiten – eine intuitive Arbeitsweise, die Klicks und Zeit spart. Wer dieses Navigationserlebnis einmal kennengelernt hat, möchte es nicht mehr missen.

Jetzt hat 3D Connexion eine neue 2D-Maus auf den Markt gebracht – wann und warum ist die Idee entstanden?

Wir sind immer im engen Austausch mit unseren 3D-Maus-Kunden. Vor einiger Zeit haben wir festgestellt, dass es gerade für den CAD-Bereich keine optimale Lösung für die rechte Hand, also die 2D-Maus, gab. Die Kunden mussten immer in irgendeinem Bereich Abstriche machen, sei es bei der Ergonomie, der Präzision oder einfach der Integration in die jeweiligen Anwendungen. Manche CAD-User haben beispielsweise zwei Standardmäuse auf dem Schreibtisch stehen: Eine mit Mausrad für Office-Anwendungen und eine mit einer dritten Maustaste für CAD-Anwendungen. Denn dort sind traditionell immer noch viele zentrale Aufgaben auf der Mitteltaste belegt. Auf Standardmäuse übersetzt bedeutet das viele Klicks auf das Mausrad – eine Fingerbewegung, die alles andere als effizient und ergonomisch ist, vor allem, wenn viele Stunden mit der Konstruktion am Computer verbracht werden. Die Situation war also alles andere als befriedigend. Wir leisten schon lange Pionierarbeit auf dem Gebiet der zweihändigen Arbeitsweise. Deshalb war es für uns ein logischer Schritt, auch die optimale 2D-Maus für CAD-Anwender zu entwickeln.

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Welche Leistungsmerkmale kennzeichnen die neue 2D-Maus?

Die Cad Mouse verfügt sowohl über eine mittlere Maustaste als auch über ein Mausrad und bringt so beide „Welten“ zusammen. Die Mitteltaste löst also das Klicken auf das Mausrad ab. Gleichzeitig ist es möglich, wie gewohnt durch lange Dokumente zu blättern. Die intelligente Treibersoftware schaltet je nach Anwendung in den passenden Scroll-Modus: präziser und stufenweiser Click-to-Click-Zoom für das Arbeiten beispielsweise in CAD-Anwendungen, schnelles Scrollen, wie es zum Beispiel in Office-Anwendungen oder auch Internet-Browsern benötigt wird. Noch schneller und vor allem auf den Mauszeiger zentriert, zoomt beziehungsweise blättert es sich mit den QuickZoom-Tasten. Ein weiteres Feature sind die sogenannten Radialmenüs. Das sind kreisförmige Bildschirm-Menüs, die den Funktionstasten der Cad Mouse und der 3D-Mäuse zugewiesen werden können. Sie lassen sich frei konfigurieren und bieten so schnellen Zugriff auf häufig genutzte Befehle und Makros. Auch bei den verbauten Materialien und Komponenten haben wir viel Liebe ins Detail gesteckt: Die gleit- und haftreibungsoptimierten PTFE-Füße bieten in Kombination mit dem Cad Mouse Pad eine gleichbleibende, flüssige und exakte Bewegung der Maus. Dank des Präzisionssensors mit 8.2000 dpi Auflösung und einer Polling Rate von 1.000 Hz ist die Cad Mouse auch für den Einsatz mit mehreren Bildschirmen oder den neuesten 4K-Monitoren geeignet.

Im Zusammenspiel mit einer 3D-Maus – welche Vorteile hat der CAD-Nutzer?

Cad Mouse und 3D-Maus zusammen schaffen eine noch effizientere Arbeitsweise, die sehr ergonomisch ist. Dadurch wird die Beanspruchung bei stundenlanger Konstruktionsarbeit am Computer auf beide Hände verteilt und die Klicks und Mausbewegungen der 2D-Maus werden um bis zu 50 Prozent reduziert. Nacken-, Schulter-, Arm- sowie Handapparat werden dadurch entlastet und dem Repetitive Strain Injury (RSI) Syndrom, auch bekannt als Maus- oder Tennisarm, vorgebeugt. Zudem sitzen Anwender automatisch viel aufrechter und symmetrischer vor dem Computer, als es bei einer einhändigen und damit einseitigen Arbeitsweise mit 2D-Maus der Fall ist. Ein weiteres Plus ist unsere zentrale Treibersoftware 3DxWare 10. Alle unsere Eingabegeräte laufen über eine intuitive, leicht zu bedienende Software – das ist nicht nur für den User praktisch, weil er alle Produkte zentral über ein Interface konfigurieren und verwalten kann. Auch die IT spart sich so die Installation mehrerer Maustreiber.

Gibt es schon Kundenfeedback?

Ja, wir haben von vielen Testern bereits sehr positives Feedback erhalten. Aber auch kritische Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir sehr ernst und arbeiten darauf aufbauend laufend an Optimierungen.

Vielen Dank für das Gespräch.

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