Anschlusstechnik

Mit Verteilerblöcken schnell und kompakt verdrahten

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stephan Pollmann / Sandra Häuslein

Das Verteilerblocksystem PTFIX verfügt über die drei Nennquerschnitte 1,5 mm², 2,5 mm² und 4 mm² sowie über kompatible Durchgangsblöcke mit zwei Anschlüssen. Mit dem webbasierten PTFIX-Konfigurator werden individuelle Verteilerblock-Kombinationen online erstellt.
Das Verteilerblocksystem PTFIX verfügt über die drei Nennquerschnitte 1,5 mm², 2,5 mm² und 4 mm² sowie über kompatible Durchgangsblöcke mit zwei Anschlüssen. Mit dem webbasierten PTFIX-Konfigurator werden individuelle Verteilerblock-Kombinationen online erstellt. (Bilder: Phoenix Contact)

Welche Vorteile Verteilerblöcke beim Verdrahten nicht nur auf der Tragschiene bringen, weiß Phoenix Contact: Das PTFIX-System spart Platz und Montagezeit.

Die professionelle Verdrahtung elektrischer Schaltungen erfolgt meist auf Tragschienen nach DIN EN 60715 – in komplexen industriellen Schaltschränken, aber auch in Kleinverteilern in Gebäuden. Moderne Reihenklemmensysteme sind hierfür konzipiert, sie werden meistens auf das Hutprofil NS 35 aufgerastet. Das Verteilerblocksystem PTFIX von Phoenix Contact bringt hier – aber auch in anderen Einbausituationen – Vorteile.

Beim Einsatz auf der Tragschiene spart das Verteilerblocksystem PTFIX im Vergleich zu gängigen Reihenklemmensystemen bis zu 50 % Platz und 80 % Montagezeit ein. Auch außerhalb der Tragschiene bietet PTFIX Vorteile. So lassen sich die Blöcke mechanisch miteinander verbinden. Auf die gleiche Art kann auch ein neues Flanschsystem angewendet werden, mit dem platzsparend und endlos direkt auf die Montageplatte verschraubt werden kann. Außerdem lassen sich PTFIX-Blöcke aufkleben. Bei einer Temperaturbeständigkeit von bis zu 90 °C können Verteilungen so schnell erweitert werden, wo die Tragschiene keinen Platz hat.

Zudem können die Verteilerblöcke in Installationsdosen als fliegende Verbindung eingesetzt werden, eine Qualifizierung nach DIN EN 60998-2-2 ist vorhanden. Das PTFIX-System bietet neben Blöcken mit multiplen Anschlüssen zur Potentialverteilung auch sogenannte Monoblöcke mit der Funktion einer einfachen Reihenklemme.

Verteilerblock mit Push-in-Anschluss

Mit den PTFIX-Verteilerblöcken wird die Last- und Steuerstromverteilung flexibel und wirtschaftlich. Erhältlich sind sie in drei Nennquerschnitten, unterschiedlichen Anschlusszahlen, Montagearten und Farben. Aus dem über 1000 Artikel umfassenden Produktprogramm lässt sich mit einem webbasierten Konfigurator eine individuelle Lösung planen und bestellen.

Die Zeitersparnis bei der Potentialverteilung beginnt bereits bei der Online-Konfiguration – nach wenigen Eingaben kann der Anwender seine Lösung online bestellen. Vor Ort wird nur noch ausgepackt und angeschlossen. Durch den Leiteranschluss vorbehandelter und starrer Leiter mit der werkzeuglosen Push-in-Direktstecktechnik wird zusätzliche Zeit gespart. Und durch die komfortable Frontverdrahtung kann je ein Kabelkanal ober- und unterhalb der installierten Blöcke ohne Zwischenraum angesetzt werden. Zudem lassen sich die PTFIX-Blöcke quer auf der Tragschiene montieren.

Baugröße, Vielseitigkeit und Bedienbarkeit sind die Hauptvorteile von PTFIX. Damit lassen sich nicht nur Leitungen verbinden, damit lassen sich auch zusätzliche Funktionen implementieren. PTFIX muss nicht mit Zubehör beschaltet werden, da alle Anschlüsse eines Blockes bereits intern elektrisch auf einem Potenzial verbunden sind.

Ergänzendes zum Thema
 
Vorteile auf einen Blick: Verteilerblöcke online konfigurieren

Flexible Installationsmöglichkeiten

Für kleine Klemmenkästen gibt es zusätzlich Verteilerblöcke zur Montage auf 15-mm-Tragschienen. Auf geraden Flächen kommen die selbstklebenden Blöcke zum Einsatz – sie lassen sich ohne Montagevorbereitung schnell und werkzeuglos fixieren. Und mit Adaptern oder Flanschen können die Grundblöcke nach individuellen Anforderungen selbst konfektioniert werden – etwa zur Direktmontage auf der Rückwand im Schaltschrank mit Schraubflansch.

Die Verteiler- und Einspeiseblöcke mit sechs, zwölf und 18 Anschlusspunkten sowie die Einzelscheiben mit zwei Anschlusspunkten sind für die intuitive und sichere Installation in elf Farben erhältlich. Die Farbausprägungen sind mittlerweile zu einem wichtigen und beliebten Attribut zur Vermeidung von Verdrahtungsfehlern geworden. Der Querschnittsbereich der Verteilerblöcke reicht von 1,5 mm² über 2,5 mm² bis hin zu 4 mm². Zu den einzelnen Querschnitten gehören jeweils Blöcke mit Einspeise- oder Sammelkontakt. Beim Nennquerschnitt von 1,5 mm² beträgt der Einspeisekontakt 4 mm², bei 2,5 mm² sind es 6 mm² und der 4 mm²-Anschluss bietet den wohl kleinsten verfügbaren Push-in-Kontakt mit 10 mm² Nennquerschnitt als Einspeiseanschluss.

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Monoblöcke für alle Querschnittsbereiche

Für alle drei Querschnittsbereiche gibt es sogenannte Monoblöcke – Einzelscheiben, die mit nur zwei Anschlüssen den schmalsten Block darstellen. Somit kann nun zusätzlich zur Verteilung und Sammlung im modularen PTFIX-System auch eine Durchgangsfunktion wie bei der einfachsten Reihenklemme aufgebaut werden.

Die Verteilerblöcke besitzen eine Prüfmöglichkeit für alle gängigen Prüfspitzen. Zur Implementierung von PTFIX in CAE-(Computer-Aided-Engineering-)Tools werden die Blöcke standardmäßig mit einer alphanumerischen Kennzeichnung jedes einzelnen Anschlusspunktes ausgeliefert.

Mit dem webbasierten PTFIX-Konfigurator werden individuelle Verteilerblock-Kombinationen online erstellt. Aufgrund einfacher Menüs, 2D- und 3D-Produktabbildungen sowie einer intuitiven Bedienoberfläche erfolgt die Konfiguration mit wenigen Eingaben per Drag-and-Drop. Somit werden auch die Logistikkosten reduziert. Der Konfigurator ist über die Internet-Seite von Phoenix Contact frei zugänglich.

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Online schnell und einfach konfiguriert

Mit wenigen Klicks wird im Konfigurator die gewünschte Lösung im erforderlichen Querschnitt, Farbe und der Montageart erstellt – inklusive individuell definierbarer Bedruckung. Der Anwender benötigt vor Ort weder Drucker noch Beschriftungsmaterial, das konstruierte Produkt wird mit fertig aufgebrachter Markierung geliefert.

Für die weitere Individualisierung sorgt das passende Zubehör. Die Visualisierung erfolgt bedienerfreundlich in Echtzeitdarstellung in 3D. Die fertige Lösung lässt sich dann in unterschiedlichen Perspektiven betrachten und überprüfen. Auch eine 3D-Bilddatei kann heruntergeladen werden.

Aus dem Online-Konfigurator geht die Anfrage direkt an Phoenix Contact, wo ein unverbindliches Angebot erstellt wird. Hier gibt es eine Schnittstelle zum E-Shop. Über ein Formular wird die Bestellung ausgelöst. Auch kann der Vorgang an die Einkaufsabteilung zur Bestellung weitergeleitet werden. Der zur Konfiguration ausgegebenen Lösungs-ID kann eine frei gewählte Bezeichnung zugeordnet werden. Damit sich die Konstruktionsdaten direkt in der CAD-Software des Anwenders nutzen lassen, werden sie in 2D und 3D heruntergeladen.

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* Dipl.-Ing. (FH) Stephan Pollmann arbeitet im Bereich Industrial Cabinet Connectivity bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg

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