CAD-Software Mit Solid Edge ST7 Produkte schneller entwickeln

Redakteur: Ute Drescher

Auf ihrem Anwendertreffen in Atlanta, der Solid Edge University 2014, hat Siemens PLM das neue Release Solid Edge ST7 vorgestellt. Die Verbesserungen sollen das Erstellen von 3D Modellen beschleunigen und das Design-Management verschlanken. Neue Apps sollen dem Konstrukteur das Leben darüber hinaus leichter machen.

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Tightly integrated rendering provided by KeyShot provides photo-realistic images while you continue working within SolidEdge.
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(Bild: Siemens PLM)

Die Stimmung war ausgezeichnet. Siemens PLM hatte Anwender der 3D-CAD-Software Solid Edge zur jährlich stattfindenden Solid Edge University (SEU) nach Atlanta eingeladen, um ihnen Release ST7 vorzustellen. Und bekam viel Applaus für die vorgestellten neuen Funktionen. Verbesserungen bei der 3D-Modellerstellung sowie des Image Renderings ermöglichen die Beschleunigung bestimmter Funktionen um den Faktor 5 verglichen mit der vorhergehenden Version. Verbesserungen beim Design-Management und der Bedienung der Software steigern außerdem Produktivität und Effektivität. Im Zusammenhang mit dem neuen Release von Solid Edge erweitert Siemens PLM darüber hinaus das Angebot sowohl eigener als auch externer Apps, die die Entwicklungsmöglichkeiten der Software außerdem über die Kernfunktionen hinaus erweitern sollen.

„Bei Siemens entwickeln wir Software für Anwender", betonte Karsten Newbury, Senior Vice President und General Manager für Mainstream Engineering Software bei Siemens PLM bei der Eröffnung des Anwendertreffens. So nutze man die Veranstaltung auch, um Anwenderwünsche und -anregungen in zukünftige Versionen einfließen zu lassen.

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Die Verbesserungen im neuen Release würden neuen Anwendern die Einarbeitung in Solid Edge ST7 erleichtern, erfahrene Anwender könnten ab sofort effizienter damit arbeiten, hob Newbury hervor. "Das erleichtert allen den Zugang zur synchronous technology", so der Vice President. Die historienlose Bauteil- bzw. Baugruppenmodellierung vereinfacht in vielen Fällen Änderungen an 3D-Modellen. Viele Anwender bevorzugen aber dennoch das "ordered modelling". "Solange eine Aufgabe nach der anderen erledigt wird, ist das auch in Ordnung", berichtet Melissa Schultz, Engineering CAD Administrator von ihren Erfahrungen beim US-Sondermaschinenbauer Curt Joa. "Sobald im Team aber parallel an einem Projekt gearbeitet wird, ist synchronous technology eindeutig im Vorteil".

Keyshot ermöglicht fotorealistische Bilder

Beeindruckt zeigten sich viele Teilnehmer von den Möglichkeiten, fotorealistische Darstellungen aus 3D-CAD-Daten zu erzeugen, die sich durch die Integration von Keyshot in ST7 ab sofort bieten. Die Bildqualität verbessert sich signifikant; das Rendering fotorealistischer Darstellungen von 3D-Modellen erfolgt 5 mal schneller als zuvor, haben interne Tests bei Siemens PLM ergeben. Den Vorteil für die Zusammenarbeit mit Kunden erklärte Ricardo Espinosa, Design Engineer bei Kimball International: "Während der Kunden-Meetings können wir kundenspezifische Änderungen mit der synchronous technology sofort einfließen lassen und sofort realistische Bilder erzeugen".

Und welche Hardware-Voraussetzungen benötigt ST7? Dazu Wes Shimanek, Workstation Segment Manager bei Intel: "Eine 4-GHz-Prozessor, einen Speicher mit 16 GByte eine Mid-range-Grafikkarte sowie eine ordentliche Festplatte sind völlig ausreichend."

Das Design-Management wird visuell

Die Möglichkeiten für das Design Management in ST7, die auf Microsofts Share-Point-Software basieren, verbessern den visuellen Design-Management-Ansatz mit einer neue Workflow-Site, die Anwender-Interaktionen an einem Ort zusammenbringt. Das erleichtert die Arbeit mit komplexen Design-Projekten, beschleunigt Änderungen und verbessert die Produktivität insgesamt.

Neue Apps ergänzen die Verbesserungen von Solid Edge ST7. Sie erweitern die Möglichkeiten für Design, Fertigung und Zusammenarbeit und beschleunigen den gesamten Entwicklungsprozess. Verfügbar seien inzwischen rund 500 Apps.

In Deutschland ist der Software-Release für Juni geplant. Ab dann wird es auch möglich sein, eine Solid-Edge-Lizenz monatlich zu abonnieren. Dieses subscription model war bisher nur in den USA und Großbritannien möglich. Es soll vor allem kleineren Unternehmen den Zugang zur Vollversion bieten, die nur sporadisch und projektbezogen eine professionelle CAD-Software benötigen. (ud)

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