Technische Dokumentation

Mit Sicherheit weniger Risiko

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Sicherheitshinweise entstehen als Konstruktionsergebnis

Sicherheitshinweise sind das Ergebnis eines zwingend erforderlichen Analyseprozesses im Rahmen der Entwicklung und Konstruktion. Damit liegt die Erzeugung der Inhalte von Sicherheitshinweisen bei den für Entwicklung und Konstruktion verantwortlichen Personen. Das sind in der Regel nicht die Mitarbeiter in Technischen Redaktionen. Deren Aufgabe ist es, die Informationen zu den Restrisiken in die entsprechende sprachliche und strukturelle Form zu bringen. Klar ist, dass ohne eine Risikobeurteilung die vollständige Erfassung und Umsetzung von Sicherheitshinweisen in einer Anleitung kaum möglich ist.

Vom Inhalt zur Form

Aus der Dokumentation einer sorgfältigen Risikobeurteilung lassen sich die Inhalte von Sicherheitshinweisen herauslesen. Die Gefahren und damit verbundenen Risiken sind bekannt, die vom Benutzer zu ergreifenden Maßnahmen ebenfalls. Sie müssen für die Betriebsanleitung sprachlich, strukturell und formal aufbereitet werden. Betrachtet man die Anleitungslandschaft, so findet man die gesamte Bandbreite möglicher Visualisierungen im formalen Aufbau. Der strukturelle Aufbau selbst richtet sich nach dem üblichen Vorgehen bei einer Warnung: Man gibt ein Signal, um Aufmerksamkeit zu erlangen, sagt, wie und warum etwas gefährlich ist und gibt eine Verhaltensregel.

Jetzt auch mit Sicherheitshinweisen nach ANSI Z535.6-20011

In jüngster Zeit ist auch in Deutschland immer häufiger der Aufbau von Sicherheitshinweisen nach ANSI Z535.6-2011 zu finden. Dieser amerikanische Standard vereinheitlicht den formalen Aufbau von Sicherheitshinweisen im Sinne der Verbraucher und Benutzer branchen- und produktübergreifend. ANSI beschreibt den formalen Aufbau von Sicherheitshinweisen und deren Platzierung im Anleitungstext mit der Festlegung von Signalwörtern für drei Risikoklassen.

Diese Risikoklassen unterscheiden sich hinsichtlich der Schwere der Verletzung und der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Einführung von Warnzeichen und deren Kombination mit den Signalwörtern. Auch hier ist die eindeutige Zuordnung eines Sicherheitshinweises zu den drei Risikoklassen nur auf der Basis einer rechtskonformen Risikobeurteilung möglich.

Das in Dortmund ansässige Unternehmen Tecteam hat sich als Dokumentationsdienstleister entschlossen, Anleitungen mit Sicherheitshinweisen nach ANSI Z535.6-20011 auszustatten, sofern der Kunde keinen anderen visuellen Aufbau wünscht. Wie auch immer der Aufbau aussieht, entscheidend ist letztendlich auch hier der Inhalt und der lässt sich ohne Risikobeurteilung nicht zuverlässig ermitteln. Auch hier ist Tecteam unterstützend tätig, denn: ohne Risikobeurteilung keine rechtskonforme Anleitung. (mz)

* Horst-Henning Kleiner ist Geschäftsführer bei tecteam.

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