3D-CAD-Software Mit Optimismus in die Zukunft: konstruktionspraxis im Gespräch mit INNEO-Geschäftsführer Helmut Haas

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier / Karl-Ullrich Höltkemeier

25 Jahre im CAD-Geschäft, ist in der schnellebigen Computerbranche schon etwas Ungewöhnliches. Das Ellwanger Systemhaus INNEO Solutions kann auf Höhen und Tiefen einer solch lange Geschichte zurück blicken. konstruktionspraxis sprach anlässlich des Jubiläums mit INNEO-Geschäftsführer Helmut Haas

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25 Jahre im CAD-Geschäft, wie begann die INNEO-Geschichte?

Haas: Der Startpunkt unserer Aktivität war der 12. September 1984, die Gründung der Firma ISICAD. Sie ist damals angetreten als Spin-off eines Maschinenbau-unternehmens, das selbst erfolgreich CAD eingeführt hatte und dieses Wissen anderen zugänglich machen wollte. 1984 ein stückweit revolutionär. Beachtlich zumindest, wenn es da jemand geschafft hat, im Sondermaschinenbau innerhalb kürzester Zeit das Reißbrett durch ein 2D-System komplett abzulösen. Von da an hat sich das Ganze natürlich auch dynamisch entwickelt.

Das waren die 80er-Jahre, wo 2D im Vordergrund stand. Ende der 80er-Jahre wurde erkannt, ja, es gibt eine dritte Dimension. Auch die Systeme sind mittlerweile so weit, dass sie marktfähig sind und nicht nur für Großunternehmen geeignet, sondern auch der Mittelstand damit beginnt. Folgerichtig hat man sich 1989 dann entschieden, die Produktpalette zu erweitern um ein 3-D-System, ProEngineer in dem Fall. Man hat auch die eigene Entwicklung des 2-D-Systems auf andere Beine gestellt und hat hier damals schon die Partnerschaft mit der Firma CoCreate (damals noch HP Systems Devision) begonnen.

So ist das Ganze eigentlich ein Fluss 25 Jahre in einer sehr schnelllebigen Zeit, aber auch immer geprägt von Kontinuität. Alle Schritte jetzt im Nachhinein betrachtet waren immer eine sinnvolle Aneinanderreihung von: Was braucht der Markt? Was brauchen unsere Kunden?

Welches CAD-System hatten Sie denn damals im Produkt-Angebot?

Haas: INNEO Solutions hat sich aus der Konstruktionsabteilung eines Sonder-maschinenbauherstellers entwickelt. Deshalb wissen wir, dass über die Effizienz in der Anwendung eines CAD-Systems oft Details entscheiden. Mit ISIWORK konnte der Konstrukteur kreativer arbeiten und sich von Routineaufgaben befreien. Das System kam ursprünglich von Calcomp. Als diese 1987 zum Verkauf stand, griff der Firmengründer Jacques Alt zu.

Wie unterscheidet sich das CAD-Geschäft heute von damals?

Haas: Damals war andere Überzeugungsarbeit und Beratung notwendig als heute. Gesamtlösungen standen im Vordergrund. Durch die Größe der Investition war zwangsweise die Geschäftsführung involviert und es wurde natürlich genauestens nachgedacht, was beabsichtige ich mit dieser Investition. Benchmarking als wichtiges Auswahlverfahren war an der Tagesordnung.

Die Technologieauswahl war im Focus der Entscheidung. Heute dagegen ist das Thema Technologie eher überbewertet. Auch sind viele Unternehmen schlichtweg falsch unterwegs, wenn sie sagen, ich muss hier eine Technologieauswahl durchführen. Sie wären sicher viel besser beraten, wenn sie sich zum Thema Prozesse oder Nutzenpotenziale Gedanken machen würden. Genau da sehe ich heute ein Stück weit die Herausforderung für uns und auch das Problem im Markt. Aufgrund der niedrigeren Investitionskosten wird die Entscheidung leider oft auf die Anwenderebene delegiert. Der Konstrukteur sucht sich ein Werkzeug raus, das für ihn passt, aber dann eben für das Unternehmen zu kurz gesprungen ist, weil wichtige Prozessthemen und Nutzenpotentiale un-berücksichtigt bleiben. Betreffen diese doch regelmäßig andere Abteilungen bzw. Phasen des Produktlebenszyklus. (Mehr Infos wenn Sie umblättern)

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