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Anschlusstechnik

Mit Hybridsteckverbinder Leistung und Daten parallel übertragen

| Redakteur: Sandra Häuslein

Die Y-codierten M12-Leitungen von Murrelektronik übertragen Daten und Leistung parallel. Damit will der Hersteller den Installationsaufwand in Applikationen deutlich reduzieren.

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Die metallische Y-Kodierung des Hybridsteckverbindres trennt die Kontakte für die Leistungsübertragung von den Signalkontakten.
Die metallische Y-Kodierung des Hybridsteckverbindres trennt die Kontakte für die Leistungsübertragung von den Signalkontakten.
(Bild: Murrelektronik)

Daten und Leistung werden in vielen Anwendungen klassisch separat übertragen. Dazu müssen zwei Leitungen installiert werden. Das ist zeitaufwändig und beansprucht viel Platz. Daher wächst der Bedarf nach effektiveren Lösungen.

Die Antwort von Murrelektronik sind M12-Leitungen mit Y-Codierung. Mit ihnen werden Daten und Leistung in einem Steckverbinder parallel übertragen. Das Unternehmen sieht darin viele Vorteile: Das Anschließen geht schneller – da weniger Schnittstellen vorhanden sind, die Anzahl der Zubehörkomponenten (z.B. Flansche) fällt niedriger aus, der Platzbedarf ist geringer. Außerdem sorgt die Reduzierung der Leitungen für eine übersichtliche Installation.

Metallische Y-Codierung

Die metallische Y-Codierung trennt die vier Kontakte für die Leistungsübertragung im Steckbild von den vier Signalkontakten. Die Leitungen ermöglichen laut Hersteller Datenübertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s nach Cat. 5e (ISO/IEC 11801, Class D) und sorgen damit für eine flüssige Kommunikation im gesamten Netzwerk. Ein 360°-Vollschirmung und gelötete Schirmverbindungen zwischen Kabel und Steckverbindern sollen sicherstellen, dass die Übertragung der Daten von Störeinflüssen verschont bleibt. Für die Stromversorgung steht mit 2 × 6 A jede Menge Leistung zur Verfügung. Somit sollen sich auch leistungsstarke Verbraucher problemlos mit Energie speisen lassen. Die Steckverbinder sind nach DIN EN 61076-2-113 genormt. Ihr Steckgesicht passt somit zu allen anderen Komponenten dieser Norm.

Sebastian Richter, Steckverbinder-Experte bei Murrelektronik, zeigt die Steckverbinder-Vielfalt des Unternehmens – u.a. Hybridsteckverbinder, die Leistung und Daten parallel übertragen können.
Sebastian Richter, Steckverbinder-Experte bei Murrelektronik, zeigt die Steckverbinder-Vielfalt des Unternehmens – u.a. Hybridsteckverbinder, die Leistung und Daten parallel übertragen können.
(Bild: Murrelektronik)

Murrelektronik produziert die Y-codierten M12-Leitungen auf Kundenwunsch in den Längen, wie sie für die Anwendung benötigt werden, und das ab einem Stück. Die Pur-Leitung kann in schwarz oder in grün gewählt werden und ist bei den hybriden Steckverbindern schleppkettentauglich ausgelegt.

Hoher Qualitätsanspruch

Die vorkonfektionierten Steckverbinder werden einer akkuraten elektrischen Prüfung auf Hochspannung, Vertauschung der Adern sowie auf Kurzschluss unterzogen. Die Funktion wird getestet, eine optische Prüfung rundet das Verfahren ab. Bereits die vorgelagerten Prozesse unterliegen dem Hersteller zufolge einem hohen Qualitätsbewusstsein, so sind beispielsweise bei der Wareneingangskontrolle zahlreiche Prüfmerkmale festgelegt, ehe die Leitungen in die Serienfertigung gehen. Bei Qualitäts-Stichproben werden auch die Eindrücktiefe der Steckerstifte und die Einzelziehkraft der Buchsenkontakte überwacht. Damit will Murrelektronik seinen Kunden und Anwendern vergewissern, dass die Steckverbinder des Unternehmens zuverlässig funktionieren. (sh)

Veranstaltungstipp Der Anwenderkongress Steckverbinder in Würzburg beleuchtet praxisorientiert technische Aspekte beim Design und Einsatz moderner Steckverbinder. In diesem Jahr findet er von 2. bis 4. Juli 2018 statt.
Weitere Informationen: www.steckverbinderkongress.de
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