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Im Mittelpunkt: Direktantriebe mit sehr hohen Momenten
Oswald baut neben den Asynchronmaschinen runde und flach bauende Linearmotoren als Direktantriebe im Bereich von 100 bis 50.000 N. Im Zentrum stehen jedoch die Torquemotoren. Sie sind grundsätzlich höherpolige permanentmagneterregte Synchronmaschinen. Die Oswald-Direktantriebe sind durchgängig wassergekühlt. In immer neuen Anwendungen verdrängen diese Torquemotoren die „angestammten“ Hydraulik- und Getriebemotoren. Gegenwärtig entwickelt und fertigt Oswald Torquemotoren von 100 Nm bis zu 170 000 Nm und 2000 kW Leistung, Tendenz steigend.
Die Einsatzgebiete sind enorm vielfältig. Oswald Direktantriebe arbeiten zum Beispiel in Verpackungsmaschinen, Kunststoffmaschinen, Prüfmaschinen, Papiermaschinen, Pressen, Schreddern, Sägen, Kunststoffmaschinen, Mischern, Rundtischen, Winden, Schleifmaschinen oder – als Generator - in Wasserkraftanlagen.
Verbessert die Produktivität, senkt Wartungsaufwand
Mit der Wahl dieser Antriebsart erhalten die Anwender ein ganzes Bündel von Vorteilen. An vorderster Stelle steht die Produktivitätssteigerung durch erhöhte Dynamik. Die höhere Leistungsdichte dieser wassergekühlten Motoren bietet entscheidend kleinere träge Massen als herkömmliche Antriebe. Hohe Beschleunigungen und schnellere Stopps der Anlagen werden möglich. Das höhere Beschleunigungsvermögen gestattet kürzere Taktzeiten oder schnellere Bearbeitungsabläufe der angetriebenen Maschinen und Anlagen.
Beim Einsatz von Torquemotoren entfallen Übersetzungsglieder und damit Umkehrspiele und Getriebeöle. Der Antriebsstrang mit Direktantrieben weist meist eine deutlich höhere Steifigkeit auf. Durch Wegfall von Riemen oder Getriebe entfallen Radialkraftbelastungen von Lagern. In Kombination mit den systembedingt niedrigeren Drehzahlen ergibt sich üblicherweise eine deutlich erhöhte Lagerlebensdauer. Weniger mechanische Bauteile bedeuten weniger Verschleißteile und geringeren Wartungsaufwand. Bezeichnend ist, dass diese Direktantriebe im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen häufig Motor-Getriebe-Kombinationen oder Hydrauliklösungen ersetzen. Typischerweise lassen sich mit diesen Direktantrieben vor allem bei dynamischen Anforderungen Produktivitätssteigerungen und Energieeinsparung im Bereich von 20 bis 60% erzielen, wenn es um die Optimierung bisheriger Antriebslösungen geht.
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