Stoßdämpfer
Mit Dämpfungsplatten auf der Jagd nach Hundertstelsekunden

Von Robert Timmerberg M. A., Fachjournalist (DFJV), plus2 GmbH 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Julian Klein und sein Bobteam gehören zu den aufstrebenden Bestzeitenjägern im Eiskanal. In der Praxis des Bobsports zählen bei der Kombination aus Athletik, Material und Technik kleinste Details. So spielen Dämpfungsplatten bei der Jagd nach Hundertstelsekunden eine entscheidende Rolle.

Bobathlet Julian Klein beim Start im Zweierbob. Für jedes Bobteam sind die Kufen heutzutage sehr wichtig, da sie die Fahreigenschaften und erzielbaren Zeiten auf der Bahn stark beeinflussen.(Bild:  Bobteam Julian Klein)
Bobathlet Julian Klein beim Start im Zweierbob. Für jedes Bobteam sind die Kufen heutzutage sehr wichtig, da sie die Fahreigenschaften und erzielbaren Zeiten auf der Bahn stark beeinflussen.
(Bild: Bobteam Julian Klein)

Bei der letzten Winterolympiade im italienischen Cortina d'Ampezzo haben sich die Bob-Teams ein Kopf- an-Kopf-Rennen um die Medaillen geliefert: So lagen gleich in mehreren Bob-Wettbewerben nur Zehntel-, teils sogar nur Hundertstelsekunden zwischen den Gold-, Silber- und Bronzerängen.
Am 22. Februar 2026 hat das Team von Johannes Lochner aus Deutschland beispielsweise im Viererbob der Männer mit einem Vorsprung von 57 Zehntelsekunden vor dem Team seines Landsmanns und Dauerrivalen Francesco Friedrich gewonnen. Auf der 1749 Meter langen Strecke erreichen die Bobfahrer Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h und bei Fliehkräften von bis zu 4 g. 
Wo es trotz Anspannung und Nervosität im Kampf um die Platzierungen so schnell, physisch anstrengend und knapp zugeht, ist von A wie Anschieben am Start bis Z wie Zieleinfahrt allerhöchste Präzision im Spiel. Dies gilt auch für Julian Klein, den Piloten des gleichnamigen Zweier- und Viererbob-Nachwuchsteams aus Berchtesgaden in Bayern.